Formel 1: Verstappen und McLaren: Gemeinsames Projekt - aber kein Wechsel

Verstappen und McLaren
Gemeinsames Projekt – aber kein Wechsel

ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.07.2026
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Max Verstappen - Red Bull - GP Miami 2026
Foto: Red Bull

In den letzten Wochen hatten sich die Gerüchte überschlagen, dass Max Verstappen möglicherweise von Red Bull zu McLaren wechseln könnte. Britische Medien berichteten über ein Treffen der beiden Parteien vor dem Rennen in Spielberg. Doch dabei ist es offenbar nicht (nur) um die Frage gegangen, ob es beim Weltmeisterteam einen Platz für den Red-Bull-Superstar gibt.

Stattdessen wurde wohl auch über die Juniorenförderung gesprochen. Verstappen engagiert sich bekanntlich nicht nur in der Formel 1. Der Rennfahrer besitzt auch ein eigenes Rennteam, dass mit GT3-Autos in der GT World Challenge antritt. Außerdem ist der Niederländer auch im Simracing sehr aktiv und gibt Rennfahrern aus der virtuellen Welt immer mal wieder die Chance, ihr Talent in echten Autos zu zeigen.

Am Donnerstag (16.7.) verkündete das Verstappen Racing nun offiziell, dass der Belgier Dries van Langendonck Teil der Rennstall-Familie wird. Der 15-jährige Junior-Pilot ist aktuell erfolgreich in der britischen Formel-4-Serie unterwegs und führt dort die Meisterschaft an. Verstappen will dem Teenager offenbar helfen, die Karriereleiter in Zukunft noch ein Stück weiter nach oben zu klettern.

Gemeinsamer Support für Junior-Pilot

Seit letztem Jahr ist Van Langendonck bereits Teil des McLaren-Juniorprogramms. Das soll sich auch in Zukunft nicht ändern. Dass Verstappen mit seinem eigenen Team noch weiteren Support leistet, kann sicher nicht schaden. Sowohl was die fahrerische Seite angeht, als auch zur Unterstützung bei der Wahl der richtigen Einsatzteams, hat Verstappen viel Expertise zu bieten.

Van Langendonck gilt aktuell als das größte belgische Motorsport-Talent. Möglicherweise hat auch seine Herkunft eine Rolle bei der Entscheidung von Verstappen gespielt. Der Vizeweltmeister geht zwar für die Niederlande an den Start, wurde aber selbst in Belgien geboren.

Mit seinen beiden Siegen im Formel-4-Renner in Zandvoort am vergangenen Wochenende machte der Youngster noch einmal nachdrücklich auf sich aufmerksam. "Ich bin beeindruckt vom schnellen Fortschritt, den Dries in seiner Karriere gemacht hat und wie er sein Talent sowohl im Kart als auch bei seinen ersten Schritten im Formelsport bewiesen hat", erklärte Verstappen zu der Verpflichtung.

Die Ziele für den Youngster sind hochgesteckt: "Nachdem ich Dries und seine Familie näher kennengelernt habe, bin ich davon überzeugt davon, dass er alle Qualitäten hat, um in Zukunft ein großartiger Fahrer zu werden. Deshalb hab ich mich mit meinem Management Team entschieden, Dries mit Simulator-Arbeit von Verstappen Racing zu unterstützen, um sein großes Ziel zu erreichen – die Formel 1."

Max Verstappen - Raymond Vermeulen - Formel 1 - GP China 2026
xpb

Keine Pläne für Red-Bull-Abschied

Die Gerüchte, dass Verstappen selbst zu McLaren wechseln könnte, sind dagegen seit Spielberg etwas abgeflaut. Die Führung des Traditionsrennstalls hatte stets betont, dass man mit den eigenen Fahrern sehr zufrieden sei und diese langfristig an das Team gebunden habe. Für Verstappen sei schlicht und einfach kein Platz.

Auch aus dem Verstappen-Lager werden die Gerüchte über einen möglichen Wechsel aktuell nicht befeuert. Manager Raymond Vermeulen erklärte im Gespräch mit dem österreichischen Portal oe24: "Es wird viel geschrieben. Aber die Wahrheit ist, dass Max die Sache mit Red Bull zu Ende bringen will. Er hat einen Vertrag bis 2028 und würde diesen gerne erfüllen."

Eine Ausstiegsklausel würde Verstappen eigentlich die Chance bieten, das Team vorzeitig zu verlassen. Immer wieder kokettierte der Pilot, dass er Red Bull bei anhaltender sportlichen Krise den Rücken kehren könnte. Doch nun erklärte Vermeulen dazu: "Dass es diese Klausel gibt, heißt nicht, dass wir sie ziehen. Wir hätten sie auch in den letzten Jahren ziehen können und haben es nicht getan."

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