Formel 1: Auch McLaren kopiert Ferraris Flügeltrick ab dem Österreich-GP

Update-Experiment für Österreich
Auch McLaren kopiert Ferraris Flügeltrick

GP Österreich 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.06.2026
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Lando Norris - McLaren - Formel 1 - GP Barcelona 2026
Foto: xpb

Als Ferrari bei den Bahrain-Testfahrten im Februar einen speziellen Klappflügel präsentierte, staunte die Konkurrenz. Die italienischen Ingenieure hatten sich eine Besonderheit einfallen lassen: Das klappbare Element auf dem Heckflügel rotierte bei aktiviertem Straight-Line-Modus 180° um die eigene Achse.

Die Bauweise sollte den Luftwiderstand reduzieren und die Höchstgeschwindigkeit auf den Geraden erhöhen. Trotz einer positiven Analyse seitens des Teams und der Fahrer setzte die Scuderia den Klappflügel dann aber erst nach dem Saisonstart ein. Anfang Mai zog Red Bull beim Miami-Grand-Prix nach und demonstrierte am RB22 seine eigene Version. Laut Teamchef Laurent Mekies handelte es sich nicht um eine Kopie, sondern um eine Eigenentwicklung, an der man schon seit Herbst 2025 gearbeitet hatte.

Beim Österreich-GP (26. bis 28. Juni) soll laut den britischen Kollegen von "The Race" erstmals auch McLaren mit einem rotierenden Klappflügel experimentieren. Die Ingenieure in Woking wollten zu Beginn des Trends zunächst die Entscheidung der FIA abwarten, ob die Ferrari-Konstruktion legal sei. Die Regelhüter sahen jedoch keinen Grund, die Idee zu verbieten. McLaren werkelte seitdem selbst an einer Lösung. In Spielberg sollen die Mechaniker aber nur im Training das neue Teil an den MCL40 schrauben, um Daten zu sammeln.

Ferrari - Technik - Bahrain-Test - Formel 1 - 2026
xpb

Renndebüt im späteren Saisonverlauf

Analog zu Ferrari dürfte es etwas dauern, bis McLaren den Klappflügel auch zum ersten Mal in einem Grand Prix einsetzen wird. Nach dem Österreich-Wochenende steht mit Silverstone eine Woche später bereits das Heimspiel auf dem Programm. Erst nach dem Klassiker in England besteht eine zweiwöchige Pause bis zum Grand Prix in Belgien am 19. Juli, in der McLaren Nachbesserungen durchführen kann.

Bereits Mitte April dieses Jahres hatte Chefdesigner Rob Marshall angekündigt, die Idee zu untersuchen. Der Ingenieur hatte aber auch eingeschränkt, dass die Konstruktion zur Architektur des Autos passen müsse. Eine einfache Kopie genüge häufig nicht, um denselben Effekt zu erzielen.

McLaren braucht Upgrades

Selbst ein kleiner Zeitgewinn ist für McLaren in der aktuellen Situation willkommen. Das Weltmeister-Team muss sich momentan hinter Mercedes und Ferrari mit Rang drei begnügen. Der WM-Zug scheint bereits abgefahren. In den vergangenen beiden Saisons hatte McLaren das beste Auto, das vor allem beim Reifenverschleiß der Konkurrenz einen Schritt voraus war. Dieser Vorteil ist nun verpufft.

In Barcelona war immerhin ein kleiner Fortschritt erkennbar. Der zum Montreal-Upgrade gehörende Frontflügel wurde noch einmal überarbeitet. Lando Norris holte nach zwei Nullern in Serie mal wieder Punkte und wurde Dritter. Trotz des zweiten Podiums des Weltmeisters sah der Engländer keine Chance, gegen Ferrari und Mercedes kämpfen zu können. Erst mit weiteren Updates am MCL40 dürften Norris und sein Teamkollege Oscar Piastri wieder um Siege fahren.

Fazit