Mercedes gewinnt immer noch. Aber die Siege kommen nicht mehr so leicht von der Hand wie noch in den ersten drei Rennen. In Miami musste Kimi Antonelli für den obersten Platz auf dem Treppchen ordentlich kämpfen.
Mit einem schlechten Start machte sich der Italiener das Leben mal wieder selbst schwer. Charles Leclerc ging noch vor der ersten Kurve am Pole-Setter vorbei. In Runde 6 musste der WM-Spitzenreiter dann auch noch Lando Norris passieren lassen.
Eine Safety-Car-Phase, die durch die Crashs von Isack Hadjar und Pierre Gasly ausgerufen wurde, beruhigte das Geschehen nur kurz. Direkt nach dem Restart wechselte die Reihenfolge an der Spitze erneut. Leclerc fiel hinter Norris und Antonelli auf Rang drei zurück.

Der Boxenstopp in Runde 26 brachte die Entscheidung.
Undercut bringt den Sieg
Danach konnte Norris den Vorteil bei Pace und Reifenverschleiß ausspielen. Der McLaren zog an der Spitze einige Sekunden davon. Doch die Mercedes-Ingenieure hatten noch nicht aufgegeben. In Runde 26 wurde Antonelli trotz drohendem Regen zum Pflichtstopp reingeholt.
Norris versuchte den Undercut-Versuch eine Runde später zu kontern, verlor die Position aber wenige Meter hinter dem Boxenausgang. Anschließend hielt sich der McLaren lange im Windschatten des Mercedes. Auf den harten Reifen konnte Norris seinen Verschleiß-Vorteil aber nicht so ausspielen, wie auf den Mediums im ersten Stint.

Antonelli führt die WM jetzt mit 20 Sekunden Vorsprung an.
Antonelli zittert sich zum Sieg
Der Antonelli-Sieg geriet dennoch ein paar Mal in Gefahr. Ein Getriebe-Problem ärgerte den Piloten immer wieder beim Runterschalten. Dazu verletzte Antonelli zwei Mal die Track-Limits. Ein weiterer Verstoß hätte zu einer Fünf-Sekunden-Strafe geführt. Das Malheur war Antonelli schon im Sprint passiert.
Am Sonntag brachte er den Sieg mit 3,2 Sekunden Vorsprung locker ins Ziel – vor Lando Norris und Oscar Piastri. Weil Teamkollege George Russell nur auf Platz 4 landete, baute Antonelli seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf 20 Zähler aus. Nach vier Rennen steht der WM-Spitzenreiter nun bei glatten 100 Punkten.












