Den Weltmeister-Titel wird Oscar Piastri aller Voraussicht nach in dieser Spielzeit nicht einfahren. Zu groß ist der Abstand auf Spitzenreiter Kimi Antonelli. Der Mercedes W17 ist das beste Auto im Feld. Einen kleinen Trost gibt es aber dennoch für den McLaren-Piloten. In China haben Forscher eine Gattung einer Wespe untersucht und sie nach dem Rennfahrer benannt.
Der offizielle Name lautet: "Gwesped piastrii". Die drei Wissenschaftler Corentin Jouault, Di-Ying Huang, Celso O. Azevedo ehrten den neunmaligen Grand-Prix-Gewinner in einem Artikel, der in der "Paleoworld" erschienen ist.
Hier heißt es: "Der Artenname ehrt Herrn Oscar Piastri für seine Erfolge in der Formel 1 und weil die Farbe des bernsteinfarbenen Exemplars den Erstautor an das legendäre McLaren-Orange erinnerte. Die Beschreibungen der 'Gwesped piastrii' tragen dazu bei, unser Verständnis der morphologischen Vielfalt innerhalb der Gattung zu vertiefen."
Die drei Forscher untersuchten eine Wespe, die 98 Millionen Jahre alt ist und während der Kreidezeit im heutigen Myanmar gelebt hat. Möglich war das, weil sie im chinesischen Institut für Geologie und Paläontologie von Ninjang in Bernsteinwachs eingeschlossen ist. Jurassic Park lässt grüßen.
Piastri will "stechen"
Der Geehrte reagiert umgehend. Auf seinem Instagram-Profil hinterlegte er eine Wespe als Symbol der Anerkennung. Zudem äußerte er sich in einem kurzen Video von Arbeitgeber McLaren dazu: "Ich habe von Nachrichten gehört. Ich bin berühmt. Ich bin Teil von biologischer Geschichte. Ich bin so begeistert, vielleicht sollte ich jemanden stechen", witzelte der 25-Jährige.
Weltweit gibt es mehr als 70 Arten von Wespen. Bei vielen Menschen genießen sie keinen guten Ruf. Dafür sind vor allem die "Gemeine Wespe" und die "Deutsche Wespe" verantwortlich. Jedoch sind Wespen natürliche Schädlingsbekämpfer, Pflanzenbestäuber, Aasfresser und Nahrungsquelle für andere Tiere. Somit haben sie einen wichtigen Einfluss auf das Ökosystem. Die allgemein beliebtere Biene hat evolutionstechnisch dieselben Vorfahren.

Oscar Piastri konnte 2026 bisher zwei Podestplatzierungen einfahren.
Noch kein Sieg 2025
Ob sich Oscar Piastri nun für Wespen begeistern wird? In seinem Hauptberuf gilt der F1-Pilot bei vielen Experten als kommender Weltmeister, der in der Öffentlichkeit manchmal etwas in Vergessenheit gerät. Das liegt an seinem eher ruhigen Naturell. Der McLaren-Chauffeur ist seit 2023 in der Königsklasse unterwegs. Neben den schillernden Figuren wie Lewis Hamilton, dem meinungsstarken Max Verstappen oder seinem Teamkollegen Lando Norris, der bei den jüngeren Fans extrem populär ist, geht Piastri manchmal etwas unter.
Da tut man ihm hin und wieder unrecht. Zum einen besticht er meistens auf der Rennstrecke durch starke Leistungen. Zum anderen äußert er sich als Interview-Partner differenziert. Seine Aussagen sind klar und bedacht. Die aktuelle Saison läuft aber noch nicht nach dem Wunsch des WM-Dritten des Vorjahres. Lediglich zwei Podestplätze und kein Sieg sprangen für den Australier in fünf Rennen heraus. In der Vorsaison sah er noch lange wie der kommende Weltmeister aus, ehe er nach der Sommerpause in ein Loch fiel. Selbst wenn er sich die Krone dieses Jahr nicht schnappt: Den Titel einer nach ihm benannten Tierart macht ihm kein Kontrahent so schnell streitig.












