Silverstone bricht dieses Jahr alle Rekorde. Mehr als 500.000 Besucher sollen kumuliert über das ganze Rennwochenende an die Strecke pilgern. Alleine für den Sonntag werden 180.000 Fans erwartet. Der britische Traditionskurs ist traditionell ein Zuschauermagnet. Mit fünf Engländern im Feld und dem wiedererstarkten Lewis Hamilton kennt die Begeisterung keine Grenzen.
Die Fans begrüßen ihre Idole in Silverstone immer schon vor den Toren des Fahrerlagers. Hier haben die Veranstalter einen abgesperrten Zuschauerbereich eingerichtet, den die Piloten auf dem Weg zum Arbeitsplatz passieren müssen. Direkt nebenan wurde ein großer VIP-Parkplatz angelegt, auf dem jeder der Formel-1-Stars einen markierten Stellplatz erhält.
Natürlich liegen in der Früh nicht nur die Fans, sondern auch die Fotografen auf der Lauer, um die Ankunft der Rennfahrer nicht zu verpassen. Und die Hauptdarsteller lassen sich nicht lange bitten. Einige haben für die tägliche Pendelstrecke ganz besondere Autos aus der Garage geholt. Den kleinen Show-and-Shine-Wettbewerb kennen wir schon aus den letzten Jahren.

Lando Norris saß bei seiner Fahrt im Jaguar E-Type ganz unbritisch auf der linken Seite.
Britischer Linkslenker
Dieses Mal haben zwei Piloten aber etwas das Thema gewechselt. Normalerweise zeigen die Werksfahrer auf dem Weg zur Strecke die neuesten Produkte ihrer Arbeitgeber. Doch Lando Norris und Oliver Bearman sind dieses Jahr eher etwas Old-School unterwegs. So rollte der Weltmeister vor dem ersten Training am Freitag in einem Jaguar E-Type an die Strecke.
Der britische Oldtimer in klassischem Silbergrau hatte nur einen kleinen Schönheitsfehler: Mit dem Lenkrad auf der linken Seite war es eigentlich gar kein echter Brite. Norris war es egal. Bei geöffnetem Dach hatte der McLaren-Pilot sichtlich Spaß hinter der langen Motorhaube und den markanten drei Scheibenwischern. Letztes Jahr kam der spätere Rennsieger übrigens noch mit seinem persönlichen McLaren P1 an die Strecke (siehe Galerie).

Ollie Bearman kutschierte seine Freundin Alicia Torriani im legendären Ferrari Dino zur Rennstrecke.
Italienischer Rechtslenker
Auch Ollie Bearman rollte in einem Klassiker zur Strecke. Der Haas-Pilot lieh sich einen Ferrari Dino aus. Im Gegensatz zum E-Type handelte es sich beim Italiener aber um einen britischen Rechtslenker. Dass Bearman ein Fan legendärer Sportwagen aus Maranello ist, hatte er uns schon letztes Jahr im Interview verraten. Sein absolutes Traumauto ist der Ferrari F40.
Gegenüber den beiden Legenden aus den 60er- und 70er-Jahren sahen die anderen Piloten fast ein bisschen blass aus. Natürlich erregten auch der Aston Martin Valkyrie von Fernando Alonso oder die knallblaue G-Klasse von George Russell Aufsehen. Esteban Ocon hat zwar einen von Mansory veredelten Lamborghini in der Garage stehen. In Silverstone tuckerte der Franzose aber ganz bescheiden mit einem Roller zum Fahrerlager.












