Formel 1: Barcelona-Ergebnis nachträglich geändert

Strafen für Antonelli & Colapinto
Barcelona-Ergebnis nachträglich geändert

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.06.2026
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Fernando Alonso - Aston Martin - Formel 1 - GP Barcelona 2026
Foto: Clive Rose via Getty Images

Für die Fans ist es frustrierend, aber mittlerweile ist es fast schon zu einem gewohnten Ritual in der Formel 1 geworden. Immer wenn den FIA-Kommissaren während des Rennens nicht genügend Informationen zu einer strittigen Szene vorliegen, verlagern sie die Untersuchung auf die Zeit nach der Zieldurchfahrt, um in Ruhe eine Entscheidung zu treffen.

Interessanterweise wurden in Barcelona gleich zwei Streitfälle wegen Vergehen unter gelber Flagge angekündigt. Lewis Hamilton und Franco Colapinto gerieten ins Visier der Schiedsrichter, weil sie zu schnell am havarierten Aston Martin von Fernando Alonso vorbeigerast sein sollen.

Im Fall von Hamilton zeigte ein kurzer Blick auf die Onboard-Aufnahmen und die Telemetrie-Daten offenbar, dass hier kein strafbares Vergehen vorlag. Bei Colapinto war der Fall nicht so klar. Der Argentinier wurde nach dem Rennen ins Büro der FIA-Stewards geladen, wo der Pilot zusammen mit seinem Team Stellung zu den Vorwürfen nehmen durfte.

Neben Telemetrie-Daten, Video-Aufnahmen und der Zeitnahme analysierten die Kommissare den Funkverkehr. Am Ende kannten die Regelhüter keine Gnade. Sie erkannten zwar, dass Colapinto die Gefahrenstelle wahrgenommen und einen Tick verlangsamt hatte, dass die Temporeduzierung aber nicht ausreichend gewesen sei.

Franco Colapinto - Alpine - Formel 1 - GP Barcelona 2026
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Racing Bulls profitiert von Colapinto-Strafe

Was die Strafe anging, fiel das Urteil mit zehn Strafsekunden und einem Strafpunkt für das Sünderkonto noch relativ milde aus. Bei Vergehen mit gelben Flaggen sind die Schiedsrichter normalerweise erbarmungslos. Der Maßnahmenkatalog hätte hier auch noch härtere Konsequenzen zu bieten gehabt.

Die zehn Sekunden, die nachträglich bei Colapinto addiert wurden, freuten vor allem das Racing-Bulls-Team. Sowohl Liam Lawson als auch Arvid Lindblad rückten je einen Platz auf, was drei Extra-Punkte für das Team-Konto bedeutete. Colapinto rutschte von Rang acht auf Position neun zurück.

Bei der Revision der Pit-Lane-Speeding-Strafen von Pierre Gasly in Monaco war es übrigens genau andersherum. Hier profitierte Alpine und die beiden Racing-Bull-Piloten verloren nachträglich die Plätze. Im engen Kampf um Rang fünf in der Teamwertung ist jeder Zähler wertvoll. Aktuell hat Alpine die Nase mit 57 zu 41 Punkten vorne.

Andrea Kimi Antonelli - Mercedes - Formel 1 - GP Barcelona 2026
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Antonelli-Strafe trotz Ausfall

Auch im Fall von Kimi Antonelli mussten die FIA-Kommissare Überstunden einlegen. Obwohl der Mercedes-Pilot vorzeitig ausfiel, war noch ein möglicher Track-Limit-Verstoß anhängig. McLaren hatte die FIA-Offiziellen während des Rennens informiert, dass der WM-Spitzenreiter zu oft neben der Strecke unterwegs war.

Und tatsächlich erkannten die Stewards nach Ansicht der Bilder, dass Antonelli insgesamt vier Mal ohne Grund außerhalb der weißen Linien fuhr. Den Regeln entsprechend wurde eine Fünf-Sekunden-Strafe ausgesprochen, die sich aber wegen des Elektrik-Defekts nicht mehr auf das Ergebnis auswirkte.

Im Urteil stellten die Schiedsrichter fest: "Die Stewards erkennen an, dass der Fahrer die schwarz-weiße Flagge erst nach dem vierten Verstoß erhielt, da ein früherer Verstoß erst später erkannt wurde." Dies habe aber keine Auswirkung auf die Regelgültigkeit. Die Fahrer seien verpflichtet, die Streckenlimits zu jeder Zeit einzuhalten. Die Sportkommissare sprachen die Empfehlung aus, das aktuelle Verfahren noch einmal zu überprüfen, um Piloten schneller vor einer Strafe zu warnen.

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