Max Verstappen - GP Belgien 2022 xpb
Kevin Magnussen - Haas - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2022
Kevin Magnussen - Haas - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2022
Kevin Magnussen - Haas - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2022
Liam Lawson - Alpha Tauri - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2022 37 Bilder

Sieg trotz Strafe: Kann Verstappen gewinnen?

Ausgangslage wie in Ungarn Kann Verstappen noch gewinnen?

GP Belgien 2022

Max Verstappen ist der Dominator von Spa. Doch wenn der Lokalmatador nach der Motorenstrafe am Sonntag auf die oberste Stufe des Podiums klettern will, braucht er wohl auch etwas Glück. Teamchef Christian Horner setzt eher auf Sergio Perez, der das Rennen vom zweiten Platz in Angriff nehmen will.

Im vergangenen Jahr reichten Max Verstappen zwei Bummelrunden im Regen hinter dem Safety-Car, um am Ende den Siegerpokal abzustauben. In diesem Jahr macht ihm Red Bull die Aufgabe etwas schwieriger. Nach der Motorenstrafe muss der Weltmeister von Rang 15 losfahren. Obwohl er im Qualifying mit einem riesigen Vorsprung Bestzeit gefahren war und alle K.O.-Runden angeführt hatte, steht nun Carlos Sainz auf der Pole Position.

Im Q3 konnte Verstappen sogar auf den zweiten Run verzichten und damit den Motor schonen und einen Satz frischer Reifen sparen. Entsprechend lobende Worte hatte der Pilot für seinen Dienstwagen übrig: "Das Auto war dieses Wochenende von Beginn an sehr gut. Wir haben dann vor dem Qualifying noch kleinere Änderungen vorgenommen. Dann wurde es sogar noch besser."

Auf die Frage, in welchen Passagen das Auto besonders stark sei, grinste Verstappen nur: "Auf den Geraden und in den Kurven." Im Rennen können sich die vielen holländischen Fans auf den Tribünen schon auf ein Feuerwerk freuen. "Mit der Pace, die wir im Auto haben, will ich natürlich schnell nach vorne kommen. Das Podium ist das Minimalziel", blickte Verstappen nach vorne.

Fans - Max Verstappen - GP Belgien 2022
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Die Fans von Max Verstappen können sich auf eine Aufholjagd freuen.

Verwegen aber nicht ausgeschlossen

Normalerweise sollten ihm die ersten beiden Plätze aber verwehrt bleiben. Die Aufholjagd dürfte viel Zeit kosten. Und in Sachen Rennpace ist der Unterschied zu Sainz und Perez, die in der ersten Reihe stehen, nicht groß genug. Doch einem Verstappen in dieser Form muss man alles zutrauen. Mit dem Sieg in Ungarn bewies der WM-Spitzenreiter vor der Sommerpause, dass er auch von zweistelligen Startplätzen gewinnen kann. Damals ging es von Rang zehn los.

"Wir stehen jetzt noch etwas weiter hinten. Aber vom Prinzip ist es das gleiche", gab sich der Lokalmatador optimistisch. Für einen Sieg braucht Verstappen wohl etwas Hilfe. Auf erneute Strategie-Fehler von Ferrari wie in Budapest sollte er aber nicht hoffen. Eher wahrscheinlich ist ein Safety-Car zur rechten Zeit. Mit mehr Kiesbetten in den Auslaufzonen sollte sich die Wahrscheinlichkeit von Neutralisationen erhöhen.

Teamchef Christian Horner warnt aber auch: "Max muss erst einmal die erste Runde überleben. Dann sehen wir weiter." Bei der Taktik stehen Red Bull alle Möglichkeiten offen. Verstappen konnte sich trotz seiner dominanten Quali-Vorstellung zwei frische Sätze weicher Reifen für den Sonntag sparen. Auf mögliche Siegchancen von Verstappen angesprochen, antwortete Sportchef Helmut Marko grinsend: "Das ist etwas verwegen. Wir wollen ja nicht übermütig werden. Aber ausschließen würde ich es auch nicht."

Sergio Perez - Max Verstappen - GP Belgien 2022
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Wenn Sergio Perez schnell an Sainz vorbeikommt, dürfte es für Verstappen schwer werden.

Perez attackiert direkt am Start

Während Verstappen einen konservativen Start im Mittelfeldgetümmel andeutete, will Teamkollege Sergio Perez gleich auf den ersten Metern volles Risiko gehen. "Ich hoffe, dass ich früh an Carlos vorbeikomme und dann meine eigene Pace fahren kann. Ich werde voll attackieren", gab der Mexikaner als Marschplan aus.

Teamchef Horner war gar nicht so unglücklich, dass sein Schützling das Quali-Duell gegen Sainz verloren hat: "Auf jeder anderen Strecke würde ich sagen, dass die Pole Position besser ist. Aber hier ist der Windschatten in der ersten Runde mit geschlossenem DRS so wirkungsvoll, dass Checo direkt eine gute Chance hat." Perez selbst fügte an: "Wenn es durch die Eau Rouge geht, will man das Feld nicht anführen."

Ein Fragezeichen schwebt noch über der Longrun-Pace von Red Bull. Im Freitagstraining fraß der RB18 die Reifen. Und am Sonntag soll die Asphalttemperatur bei sonnigen Verhältnissen noch einmal deutlich nach oben gehen. Das könnte für die Fans des Energy-Drink-Rennstalls eine böse Überraschung geben.

Marko hat das Thema Reifenverschleiß genau im Blick: "Wir haben ein paar Änderungen vorgenommen. Heute war es schon nicht mehr so schlimm wie am Freitag. Wir gehen auf jeden Fall optimistisch ins Rennen." Auch Perez hofft, dass die Gummis einigermaßen halten und ihn zum vierten Grand-Prix-Sieg tragen: "Der Longrun, den wir im dritten Training durchgeführt haben, hat uns viele Erkenntnisse gebracht. Das müssen wir morgen in eine gute Rennpace ummünzen."

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