Aston Martin CALLUM Vanquish 25 by R-Reforged Re-Forged
Aston Martin CALLUM Vanquish 25 by R-Reforged
Aston Martin CALLUM Vanquish 25 by R-Reforged
Aston Martin CALLUM Vanquish 25 by R-Reforged
Aston Martin CALLUM Vanquish 25 by R-Reforged 32 Bilder

Aston Martin Vanquish 25 by Callum

Ian Callum legt bei seinem Entwurf von 1998 nach

Designer Ian Callum hat kürzlich bei Jaguar aufgehört. Jetzt überarbeitet er einen Aston Martin, den er selbst mal designt hat. Eine erste Ankündigung gab es im Herbst 2019, jetzt ist die Neugestaltung mit dem Serienmodell beendet.

Anfang Juni 2019 hängte Jaguar-Chefdesigner Ian Callum nach 20 Jahren seinen Job an den Nagel. Er berät die britische Marke zwar weiterhin in Design-Fragen, wendete sich aber einem eigenen Projekt zu, dass er im September 2019 vorgestellt hatte: Der Aston Martin Vanquish 25 by Callum ist die Korrektur eines eigenen Entwurfs aus den 1990er-Jahren.

Vor seiner Zeit bei Jaguar arbeitete Callum als Chef-Designer beim britischen Studio TWR Design. Dort war er für das Design des Aston Martin DB7 mitverantwortlich, entwarf den Aston Martin Vanquish V12 und den DB9 – die beiden letztgenannten Modelle sind in der öffentlichen Wahrnehmung bis heute fälschlicherweise als Entwürfe des dänischen Designers Henrik Fisker bekannt. Ian Callum hat sich seinen Vanquish vorgenommen – dessen Studie hat er 1998 vorgestellt – und das damalige Design nachgebessert. Seinerzeit sei das Design perfekt gewesen, beschwichtigt Callum – aber inzwischen gäbe es Verbesserungs-Spielraum.

Aston Martin Vanquish 25 by Callum (2019)
Reforged Callum
Die Kohlefaser-Mittelkonsole ist vollkommen neu.

Viele neue Details

Mit dem Segen von Aston Martin versehen, heißt das erneuerte Modell Vanquish 25, wobei die 25 für die Anzahl der zu bauenden Exemplare steht. Und Callum betreibt einen hohen Aufwand: Der Aston Martin Callum Vanquish 25 by R-Reforged weist jetzt 350 Technik-, Material- und Design-Änderungen auf. Die britische Spezialfirma R-Reforged zerlegt den Vanquish komplett, überholt einzelne Teile und baut ihn wieder zusammen. Callums Änderungen finden sich eher im Detail: Neue LED-Schweinwerfer, neuer Grill, neue Stoßfänger, Kohlefaser-Einfassungen für die Seitenfenster, Kohlefaser-Kiemen in den Seitenschwellern und neue in den Heckdiffusor integrierte Endrohre frischen die Optik auf. Die Nebelscheinwerfer sind zugunsten von Luftöffnungen für die Bremsen verschwunden und auch die alten Außenspiegelkappen im Boxhandschuh-Design hat Callum neu gezeichnet.

Aston Martin Vanquish 25 by Callum (2019)
Reforged Callum
Am oberen Ende der Mittelkonsole thront eine abnehmbare Uhr des englischen Luxusuhren-Herstellers Bremont.

Dem Innenraum rückt Ian Callum intensiver zu Leibe: Die komplett neue Kohlefaser-Mittelkonsole beherbergt einen Bildschirm. An ihrem oberen Ende thront eine abnehmbare Uhr des englischen Luxusuhren-Herstellers Bremont. Auch die Skalen der anderen Instrumente stammen von dem Uhrenbauer. Die Sitze bekommen Bezugsstoffe in einem modernen Design, in die Kopfstützen ist als Reminiszenz an Callum ein durchbrochenes leuchtend orangefarbenes "C" gestickt. Hinter den Vordersitzen gibt es keine Notsitze mehr, sondern Platz für ein Maßkoffer-Set des englischen Lederwarenherstellers Mulberry.

Aston Martin Vanquish 25 by Callum (2019)
Reforged Callum
Die originalen Proportionen des Vanquish hat Ian Callum bewahrt.

Stärkerer Motor

R-Reforged belässt es beim Um- und Wiederaufbau nicht bei einer Erneuerung verschlissener Teile – der V12-Motor bekommt auch ein bisschen mehr Leistung. Durch eine neue Motorsteuerungs-Software, neue Nockenwellen, ein Karbon-Luftsammlersystem und eine neue Edelstahl-Abgasanlage steigt die Leistung um 60 auf, je nach Modell, bis zu 608 PS. Außerdem bekommt der Kunde neue Optionen zur originalen elektrohydraulischen Halbautomatik. Wahlweise wird ein Sechsgang-Handschaltgetriebe oder eine neue Sechsstufen-Automatik verbaut.

Neue Karbon-Bremsen steuert Aston Martin bei, hinzu kommen andere 20-Zöller von Michelin. Das Fahrwerk wurde mit voll einstellbaren Bilstein-Dämpfern, härteren Stabilisatoren und einer Zehn-Millimeter-Tieferlegung sowie einer um mehr als 60 Millimeter verbreiterten Spur neu abgestimmt. So soll sich der Vanquish 25 jetzt wie ein aktueller Sportwagen fahren.

Für einen Vanquish 25 ruft Ian Callum 550.000 Pfund (umgerechnet aktuell zirka 607.697 Euro) auf – das Spenderfahrzeug ist immerhin schon im Preis mit drin. Im Juli 2020 wurde der Aston Martin Callum Vanquish 25 by R-Reforged in Produktspezifikation vorgestellt. Der Produktionsstart der ersten Kundenfahrzeuge wurde auf September 2020 datiert. Die erste Charge von Autos ist für Europa und Lateinamerika bestimmt.

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Fazit

Ian Callum erfüllt sich einen Traum: Er ist einer der wenigen Designer, der die Chance hat, seinen über 20 Jahre alten Entwurf nachzubessern. Dabei kommt mit dem Aston Martin Vanquish 25 ein ansehnlicher Reise-Sportler heraus. Und nicht nur die moderne Optik dürfte den ein oder anderen Kunden überzeugen – allein schon der Tausch der elektrohydraulisch gesteuerten Halbautomatik gegen eine moderne Automatik könnte den Umbau lohnen. Die Kosten von über einer halben Millionen Euro pro Exemplar dürfte die wenigsten Interessenten abschrecken.

Aston Martin Vanquish
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