Audi Q5 Q6 E-tron auto motor und sport
Audi Q4 Sportback e-tron concept
89. Geneva International Motor Show, 04.03.2019, Palexpo - Stefan Baldauf, Guido ten Brink / SB-Medien
SPERRFRIST 26.09.2020 6.00 Uhr Audi Q5 Sportback 2020
SPERRFRIST 26.09.2020 6.00 Uhr Audi Q5 Sportback 2020 10 Bilder

Audi Q6 E-Tron (2022)

Neuer Q5 wird elektrisch

Der Unterbau von Audis SUV diente auch dem Porsche Macan als Basis. Der kommt 2022 als E-Auto, ein technisch verwandter Audi folgt etwa ein halbes Jahr später. Als Q5 oder Q6 E-Tron.

Als Porsche 2014 seinen kleineren SUV herausbrachte, nutzte der den Unterbau des Audi Q5. Zwar fassten die Zuffenhausener vieles an, um ihr Modell markentypisch sportlicher zu machen, aber die Verwendung der Plattform aus dem Modularen Längsbaukasten (MLB) sparte viel Geld. Und der Macan wurde schnell Porsches meistverkauftes Modell. 2019 erhielt er ein Facelift.

Inzwischen tüftelt Porsche längst am Nachfolger – der 2022 laut offizieller Aussage des Herstellers mit Elektroantrieb anrollen soll. Verbrenner-Fans müssen aber keine Angst haben, Porsche hat bestätigt, dass das Verbrenner-Modell nach einer weiteren Überarbeitung noch ein paar Jahre weiter vom Band laufen darf.

Porsche E-Macan
E-Auto

Macan steht auf von Porsche und Audi entwickelter Plattform

Die Elektro-Version des Macan baut auf der Premium Plattform Electric (PPE) auf, die Porsche und Audi gemeinsam entwickelt haben und wird das erste PPE-Auto im ganzen Konzern. Bislang galt ein intern E6 genanntes viertüriges Coupé im Format des A5 Sportback als mutmaßlich erster PPE-Audi.

Angesichts der engen Verwandtschaft zwischen Macan und Q5 sowie der gemeinsamen Entwicklungsarbeit an der technischen Basis des Nachfolgers wäre aber naheliegend, dass auch Audi eine Elektroversion des Q5 auf die Straße rollt. Wie auto motor und sport aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfuhr, wird der Q5 oder eher Q6 E-Tron tatsächlich kommen. Allerdings etwa ein halbes Jahr nach dem Porsche-Pendant, vermutlich also noch 2022. Der aktuelle Q5 II erschien 2016 und hat sein Facelift bereits hinter sich (Juni 2020). Ein Nachfolger wäre also eher Ende 2023 oder 2024 fällig, denn der Marktstart der 2. Generation erfolgte erst im Januar 2017.

Wichtig: Wie den Macan wird es auch den Q5 auch weiter als Verbrenner geben. Wie neu der dritte Q5 (Start 2024) gegenüber dem zweiten wird? Vermutlich werden sich die Änderungen in Grenzen halten, denn der MLB braucht höchstens Überarbeitungen am Hinterwagen. Dort muss auch im Verbrenner Platz für eine große Batterie sein, denn eine Plugin-Hybrid-Variante (PHEV) muss künftig eher mehr als 100 Kilometer Reichweite haben. Das Design wird sich freilich der Linie anpassen, wie man sie vom neuen Q3 kennt.

Namensfrage – Q5 E-Tron oder Q6 E-Tron

Auch beim elektrischen Q5 dürften die Überraschungen beim Design ausbleiben: E-Tron und Q4 E-Tron machen vor, wie ein E-SUV von Audi aussieht. Die beiden waren auch der Grund, warum die Notwendigkeit für eine Elektroversion des Q5 nicht recht auf der Hand lag: Der Q4 E-Tron auf Baisis von VWs Modularen Elektrobaukasten (MEB) ähnelt zwar in den Abmessungen dem Q3, soll aber im Innenraum dank der Packaging-Vorteile des E-Antriebs den aktuellen Q5 übertreffen.

Audi Q4 Concept Genf 2019
E-Auto

Der neue Q5 bleibt bei den Maßen etwa gleich, die E-Version anscheinend auch. Sie wird demzufolge innen sowohl mehr Platz bieten als der Q4 E-Tron und als der Q5 mit Verbrennungsmotor oder PHEV. Und könnte an den E-Tron heranreichen. Da trifft es sich gut, dass der schon 2018 auf den Markt kam; ein Nachfolger wäre also in klassischen Modellzyklen 2025 fällig. Dann könnte der erste Serien-Elektro-Audi, der technisch noch aus der Verbrennerwelt kommt, in Rente gehen. Der elektrische Q5 würde dann übernehmen und so produktionstechnisch Geld sparen, weil E-Autos auf eigenen Plattformen einfacher zu bauen sind. Außerdem kämen die Macan-Stückzahlen wieder zur Skalierung hinzu.

Audi Q4 Sportback e-tron concept
Audi
Vom MEB-SUV Q4 E-Tron hat Audi im Sommer 2020 bereits die Coupé-Variante names Sportback vorgestellt.

Die Modellbezeichnung des PPE-SUV von Audi ist noch nicht geklärt: Offenbar sollen die elektrischen "Q"-Modelle künftig die geradzahligen sein, wie beim Q4 E-Tron, der mit ein Grund sein dürfte, warum die Coupé-Varianten von Q3 und Q5 "Sportback" heißen. Allerdings scheint es mit der Bezeichnung Q6 namensrechtliche Probleme zu geben – offenbar schon länger: Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch daran, dass der E-Tron anfangs auch unter der Bezeichnung Q6 durch die Medien geisterte.

Fazit

Audi erweitert seine Modellpalette um elektrische SUVs. Nach Q4 und Q4 Sportback wird es auch von Q5 und Q5 Sportback Nachfolger mit E-Antrieb geben. Die bisherige technische Verwandtschaft zum Porsche Macan gibt’s auch beim E-Antrieb. Das hilft, die Entwicklungskosten auf größere Stückzahlen zu verteilen. Der Verbrenner bleibt aber bei Audi wie bei Porsche im Programm – zu viele Märkte sind noch längst nicht reif für rein elektrische SUVs.

Marken mit eigenen Architekturen für Elektroautos werden daher künftig in etlichen Segmenten zweigleisig fahren: Mit einem Elektroauto und einem Verbrenner bzw. PHEV, die sich in Bezeichnung und Außenabmessungen stark ähneln, aber technisch nichts miteinander zu tun haben. Dafür sind beide konsequent um ihren Antrieb herum entwickelt.

Audi Q6
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