03/2020, BAC Mono 2020 Briggs Automotive Company
03/2020, BAC Mono 2020
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03/2020, BAC Mono 2020 15 Bilder

BAC Mono (2020)

Jetzt kommt das Basismodell des Karbon-Renners

Auto Salon Genf 2020

Die heiße R-Version kennen wir schon. Jetzt schiebt die Briggs Automotive Company einen abgespeckten Mono hinterher. Viel schwächer und billiger ist der jedoch nicht.

Eigentlich stellen Autohersteller zuerst die 0815- und dann die Sportversionen ihrer Modelle vor. Bei der Briggs Automotive Company (BAC) läuft die Sache andersherum. Die Briten enthüllten im vergangenen Sommer beim Festival of Speed in Goodwood zuerst den heißen Mono R (mehr zu diesem Auto lesen Sie hier) und zeigen jetzt die Standardvariante des straßenzugelassenen einsitzigen Leichtbau-Renners.

Nur 15 kg schwerer und 8 PS schwächer

Viel schwerer als der Mono R ist der Neuling allerdings nicht: Er bringt 570 Kilogramm auf die Waage – und damit lediglich 15 mehr als der extremere Zwilling. Zur geringen Eigenmasse tragen einige Detail-Maßnahmen bei. Die Felgen zum Beispiel werden in einem neuen Verfahren aus innovativen Materialien gefertigt, was deren Gewicht auf 2,2 Kilogramm pro Exemplar senkt – 35 Prozent weniger als bisher. Zudem sind alle Oberflächen im Vergleich zum Vorgänger dünner geworden. Mehr als 40 Teile stammen aus dem 3D-Drucker, und die verwendeten Karbon-Parts verfügen über eine neue, noch leichtere Struktur in der Kohlefasern. Apropos: Das Lenkrad und auf Wunsch die Cockpit-Seitenwände bestehen aus dem ebenso festen wie leichten Werkstoff.

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Briggs Automotive Company
Das verwendete Karbon verfügt über eine neue Struktur innerhalb der Kohlefasern.

Ein Hauptunterschied zeigt sich beim Motor. Beim Mono R kommt ein 2,5-Liter-Vierzylinder-Saugmotor zum Einsatz, beim normalen Mono ist es ein 2,3-Liter-Vierzylinder mit Turboaufladung – ein Novum in der Firmengeschichte. Die Charakteristik der jeweils von Mountune optimierten Triebwerke mag unterschiedlich sein, die Leistungsausbeute ist es jedoch kaum. Den 337 PS des Mono stehen 345 PS des Mono R gegenüber, das Leistungsgewicht ist mit 1,7 statt 1,6 Kilogramm pro PS nur geringfügig schlechter. Das Turbo-Triebwerk liefert ein maximales Drehmoment von mehr als 400 Newtonmetern und erfüllt nicht nur die neue Euro 6d-Abgasnorm, sondern auch die jüngsten Geräuschvorschriften. Den Sprint von null auf 60 mph (96,6 km/h) soll der neue BAC Mono in 2,7 Sekunden absolvieren. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 274 km/h an.

Flacher, länger und aerodynamisch optimiert

Es mag im ersten Moment nicht so wirken, aber das Design des 2020er BAC Mono ist im Vergleich zum Vorgänger völlig neu. Der Einsitzer ist nun 20 Millimeter flacher und 25 Millimeter länger als zuvor. Die anders gestaltete Front mit markanter Haifisch-Nase samt mittig angebrachter Scheinwerfer optimiert die Aerodynamik ebenso wie die neuen Kotflügel und der Heckflügel. Die Seitenkästen fallen jetzt breiter aus, um den Mittelmotor mit mehr Kühlluft versorgen zu können. Dafür ist das Heck nun schmaler, die Leuchten arbeiten grundsätzlich mit LED-Technik und die Außenspiegel sind an Doppelstreben aufgehängt.

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Die Seitenkästen sind nun breiter als zuvor. Dafür ist das Heck schmaler gestaltet.

Natürlich hat BAC auch Fahrwerk, Bremsen und andere Fahrdynamik-Parameter im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Die neue Aufhängungs-Geometrie mit zweifach verstellbaren Öhlins-Dämpfern soll vor allem das Eintauchen des Vorderwagens bei harten Bremsmanövern verhindern. Die von AP Racing stammende Leichtbau-Bremsanlage übernimmt der neue Mono von der R-Version. Den Schwerpunkt des Autos haben die Briten gesenkt, indem sie die Batterie und den Tank neu positioniert haben. Kontakt zur Fahrbahn halten eigens auf den Kompromisslos-Sportler angepasste Pirelli Trofeo R-Reifen.

Der neue BAC Mono ist kaum schwerer und langsamer als die R-Version – und folgerichtig nicht viel billiger. 165.950 Pfund (gut 190.000 Euro) kostet der Neuling. Mono R-Kunden müssen für ihr neues Spielzeug mindestens 190.950 Pfund (ungefähr 219.000 Euro) an die Briggs Automotive Company überweisen.

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Nein. Das sind nur Erwachsenen-Spielzeuge ohne wirklichen Nutzen.

Fazit

Ob sich die knapp 30.000 Euro Aufpreis des R-Modells im Vergleich zum neuen Basis-Mono lohnen? Diese Frage könnte sich schnell selbst beantworten, denn der Mono R wird höchstens 30 mal produziert. Beim Standard-Mono ist keine Limitierung bekannt, und sozialverträglicher ist er mit seinem sauberen und leiseren Turbomotor allemal.

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