Bentley Continental GT Speed Convertible Cabrio Bentley Motors
Bentley Continental GT Speed Convertible Cabrio
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Bentley Continental GT Speed Convertible Cabrio 21 Bilder

Bentley Continental GT Speed: W12-Aufbäumen bis 335 km/h

Bentley Continental GT Speed Der W12-Brecher kommt auch als Cabrio

Im neuen Continental GT Speed liefert der Zwölfzylinder 659 PS und maximal 900 Newtonmeter. Der Neuling wird die einzige Möglichkeit für EU-Bürger sein, das W12-Triebwerk auch künftig im Continental GT zu erleben. Die Fahrdynamik soll von einigen Tricks profitieren.

Bentley-Experten ahnen es beim ersten Blick auf die Daten: Im neuen Continental GT Speed kommt der berühmte W12-Motor in der Spezifikation des Kleinserien-Roadsters Bacalar zum Einsatz. Folgerichtig leistet der doppelt aufgeladene Sechsliter-Zwölfzylinder im Neuling 659 PS – 24 PS mehr als im Standard-W12, der seit etwa zwei Jahren hierzulande nicht mehr angeboten wird. Beim maximalen Drehmoment (900 Newtonmeter) herrscht Gleichstand zwischen den Modellvarianten.

Zwar macht der Speed seinem Namen alle Ehre, aber viel schneller als ein normaler Continental GT ist er nicht. Die Beschleunigung von Null auf Hundert absolviert er mit 3,6 Sekunden eine Zehntelsekunde flotter; beim Topspeed packt er zwei km/h (335 statt 333) hinzu. Die Cabrio-Version des neuen Continental GT Speed benötigt für den Standard-Sprint 3,7 Sekunden und erreicht ebenfalls eine Höchstgeschwindigkeit von 335 km/h.

Einige Fahrdynamik-Tricks

Für das neu abgestimmte Acht-Gang-Doppelkupplungsgetriebe versprechen die Briten doppelt so schnelle Schaltzeiten wie beim normalen Continental GT. Zudem soll es akustische Höhepunkte beim Herunterschalten und Starten des Motors geben. Insgesamt will Bentley den Klang etwas versportlicht haben, ohne dass der Continental GT Speed wirklich laut geraten sei. Die Zylinderabschaltung, bei der bei überschaubarer Leistungsabfrage einzelne Motorbänke komplett deaktiviert werden, soll den Spritverbrauch im Zaum halten.

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Um Handlichkeit und Fahrdynamik zu verbessern, setzt Bentley bei seinem Top-Coupé nicht nur auf Allradantrieb, sondern auch Allradlenkung. Bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten schlagen die hinteren in entgegengesetzter Richtung zu den vorderen Rädern ein; bei hohem Tempo agieren sie gleichsinnig. Als maximalen Einschlagswinkel nennt Bentley etwa fünf Grad.

Sogar Drifts sind möglich

Obendrein soll der neue Bentley Continental GT Speed fahrdynamisch von der neu abgestimmten Traktionskontrolle und Drehmomentverteilung per Torque Vectoring profitieren. Hinzu kommt ein erstmals bei Bentley eingesetztes elektronisches Hinterachs-Differenzial. Auch die Dreikammer-Luftfederung mit adaptiver Dämpfer-Kennung hat Bentley überarbeitet; freilich ohne das hohe Komfortniveau der Baureihe dabei über Gebühr zu vernachlässigen. Aber ein bisschen rabaukig darf der neue Speed schon sein; vor allem im Sport-Modus, in dem der Allradantrieb heckorientiert ausgelegt ist. Technik-Vorstand Matthias Rabe zufolge sind bei ausgeschaltetem Stabilitätsprogramm sogar Drifts möglich.

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Die Allradlenkung soll sich positiv auf die Handlichkeit bei niedrigem Tempo auswirken.

Leichter ist die Topversion dagegen nicht geworden; hier liegt sie auf dem Niveau des Standard-Continental GT W12. Ein wenig Gewicht an den richtigen Stellen spart jedoch ein, wer die optionale Karbon-Keramik-Bremsanlage wählt. Trotz üppig dimensionierter Scheiben und Sättel (vorne mit zehn, hinten mit vier Kolben) soll sie gegenüber den herkömmlichen Stoppern insgesamt 33 Kilogramm wegrationalisieren. Den nötigen Platz schaffen neu gestaltete Räder im 22-Zoll-Format, die Bentley in drei Farbtönen anbietet.

Dunkle Karosserie-Akzente

Subtile Sportlichkeit ist auch beim Design angesagt. Die frontseitigen Gitter in der Kühlermaske und im Frontstoßfänger des Continental GT Speed sind schwarz gehalten. Die Seitenschweller zeigen sich etwas stärker ausmodelliert und diverse Plaketten verdeutlichen, dass es sich hier um den schnellsten verfügbaren Bentley-Sportler handelt. Dieser erhält aufpreisfrei zudem die "Juwelen"-Deckel für die Einfüllstutzen des Tanks und Ölreservoires.

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Eine zentrale Design-Änderung ist der schwarze Kühlergrill des Continental GT Speed.

Das Verdeck des Cabrios lässt sich in 19 Sekunden und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h öffnen und schließen. Beim Stoffdach sind Kombinationen aus sieben Außen- (darunter eine moderne Interpretation des traditionellen britischen Tweeds) und acht Dachhimmel-Farben möglich. Für den nötigen Frischluft-Komfort sorgt eine Nackenheizung. Im Unterschied zum eingangs erwähnten Bacalar verfügt das Bentley Continental GT Speed Cabrio über Fondsitze.

Markteinführung im dritten Quartal

Über Einstiegsleisten mit Speed-Schriftzug geht es hinein ins etwas anders eingerichtete viersitzige Interieur, in dem zuvorderst die Zweifarbigkeit auffällt. Leder und Alcantara gibt es im Überfluss, wobei sich Letzteres bis zum Lenkrad erstreckt. Wie üblich bei Bentley bietet auch diese Version des Continental GT vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten in puncto Farbgebung und Materialien. Erwähnenswert sind hier ein neues Aluminium-Finish für die Mittelkonsole und die gestickten Speed-Schriftzüge auf den Kopfstützen. Und natürlich das Kofferraumvolumen von 358 Litern (beim Coupé).

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Das Interieur präsentiert sich zweifarbig in Leder und Alcantara; die Materialauswahl ist riesig.

Bentley hat die Auftragsbücher für den neuen Continental GT bereits geöffnet, nennt aber bisher keine Preise. Im dritten Quartal 2021 soll die Auslieferung beginnen, und das auch auf dem deutschen Markt. Wann die Cabrio-Version verfügbar sein wird, ist bisher noch nicht bekannt. Mehr Power als im Speed dürfte es beim Continental GT in absehbarer Zeit übrigens nicht geben: "Wir denken derzeit nicht über eine weitere Performance-Version des Continental nach", sagt Matthias Rabe.

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Fazit

Objektiv betrachtet ist der neue Bentley Continental GT Speed kaum schneller als die normale W12-Version. Für Kunden in der EU ist der Neuling künftig jedoch die einzige Möglichkeit, einen Zwölfzylinder-Continental zu fahren – und das bei Bedarf auch offen. Ob das Modell fahrdynamisch hält, was die Entwickler versprechen, wird sich zeigen. Tief in die technische Trickkiste haben sie auf jeden Fall gegriffen.

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