09/2019, Bugatti Bébé II Bugatti
09/2019, Bugatti Bébé II
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09/2019, Bugatti Bébé II 20 Bilder

Bugatti Bébé II (2019)

Dieser Type 35 kostet nur 30.000 Euro

Bugatti kann auch klein: Das haben Ettore und Jean Bugatti 1926 bereits bewiesen, als sie für Ettores jüngsten Sohn Roland zu seinem vierten Geburtstag einen Type 35 im Maßstab 1:2 bauten.

Nun, zum 110-Jahr-Jubiläum, besinnt sich Bugatti auf seine Tradition und legt erneut eine Miniatur-Version des Type 35 auf. Der Bébé II aus dem 3D-Drucker ist dabei eine etwas modernisierte Version des Originals. So kommt das auf 500 Exemplare limitierte Modell auf 75 Prozent der Größe des originalen Type 35. Es ist 2,80 Meter lang, einen Meter breit, wiegt ohne Fahrer 230 Kilogramm und verfügt über eine verstellbare Pedalerie. Entsprechend können sowohl Kinder als auch Erwachsene damit fahren.

Mit Update ohne Tempo-Begrenzung

Apropos fahren. Der Bébé II verfügt wie die erste Version über einen batteriebetriebenen elektrischen Hinterradantrieb. Allerdings kommt die moderne Version mit austauschbaren Lithium-Ionen-Batterien (mit 1,4 oder 2,8 kWh und bis zu 30 Kilometern Reichweite) und einem Sperrdifferential sowie mit einem regenerativen Bremssystem daher. Im Kids-Modus gibt es zwei Antriebsarten, je nach Größe und Gewicht der Zöglinge. Das Modell leistet bis zu 1 kW und ist auf 20 km/h begrenzt. Im Erwachsenen-Modus liegt die Leistung bei 4 kW und die Top-Speed bei 45 km/h.

Optional ist auch ein „Speed-Key“-Update wie beim Chiron zu haben. Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist damit aufgehoben, die Leistung steigt – beim Bébé II auf 10 kW. Drei Versionen werden angeboten: Der Bébé II mit einer Karosserie aus Verbundwerkstoffen, der Bébé II Vitesse mit Kohlefaserkarosserie und „Speed Key“ und der Bébé II Pur Sang mit handgefertigter Aluminiumkarosserie und „Speed Key“.

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Das Cockpit des Bébé II, der zusammen mit dem Spezialisten „The Little Car Company“ entsteht, verfügt über das typische Bugatti-Armaturenbrett aus gedrehtem Aluminium, einen Ledersitz, eine maßstabsgetreue Nachbildung des Vierspeichen-Lenkrads aus dem Type 35 sowie über Instrumente im Bugatti-Design. Die Karosserie ist in traditionellem französischen Racing Blue lackiert, allerdings können die Kunden auch anderen Farben auswählen. Die Achtspeichen-Aluminiumfelgen sind maßstabsgetreue Nachbildungen mit modernen Michelin-Reifen. An jedem Rad sorgen moderne Bremsen für die Verzögerung. Die hohle Vorderachse des Originals wurde nachgebaut, ebenso wie die Radaufhängungen und der typische Lenkmechanismus. Im Gegensatz zum Modell, das auf dem Genfer Autosalon 2019 ausgestellt wurde, hat der Serien-Bébé auch wieder Scheinwerfer.

Silber an der Front

Zu Beginn der Bébé-Entwicklung wurde übrigens ein 1924er Typ 35 Lyon Grand Prix-Wagen digital gescannt, damit jedes Teil maßstabsgetreu nachgebaut werden kann. So ist es durchaus gerechtfertigt, dass auf der Motorhaube des Bébé II das Bugatti-Logo prangt, das ebenso wie beim Chiron aus 50 Gramm reinem Silber besteht. Jedes Fahrzeug dieser limitierten Serie ist mit einem nummerierten Schild versehen. In allen 2019 bestellten Fahrzeugen erinnert zudem eine Plakette an das Firmenjubiläum der Marke Bugatti.

Die Preise beginnen bei 30.000 Euro (zuzüglich Steuern und Auslieferung). Aktuell drehen erste Prototypen ihre Runden. Die Produktion startet bei der Little Car Company im Frühjahr 2020 und soll bis 2021 laufen. Zwar ist die 500er-Serie längst ausverkauft (das war sie schon drei Wochen nach der Präsentation), aber via E-Mail oder auf der Website kann man sich noch immer registrieren. Für den Fall, das jemand anderes sein Interesse zurückzieht. Oder das Bugatti weitere historisch bedeutende Modelle im Kleinformat auflegt. Die jüngste Pressemitteilung zum Bébé II legt dies nämlich nahe.

Bébé Bugatti
Bugatti
Der Ur-Bébé: Das Modell wurde später in einer kleinen Auflage für Bugatti-Kunden gefertigt.

Übrigens: Der Bébé I war nicht nur ein handgefertigtes Einzelstück für den kleinen Roland Bugatti. Besucher waren von dem Kinder-Bugatti so begeistert, dass das Unternehmen ein Jahr später eine Kleinserie von 500 Stück bis 1936 produzierte. Wegen der geringen Stückzahl ist der Bébé I ein gefragtes Sammlerstück und komplettiert jede Bugatti-Sammlung.

Fazit

Bugatti legt eines seiner berühmtesten Modelle neu auf – im Kleinformat und mit Elektroantrieb. Der Bébé II dürfte genau das richtige Spielzeug für Heranwachsende und Erwachsene sein, die sonst schon alles haben. Wir wünschen ihnen viel Freude damit.

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