07/2020, Bugatti Bébé II Bugatti
07/2020, Bugatti Bébé II
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09/2019, Bugatti Bébé II
09/2019, Bugatti Bébé II 31 Bilder

Bugatti Bébé II: Spielzeug-Bugatti ist bis zu 70 km/h schnell

Spielzeugauto Bugatti Bébé II (2020) Bis zu 70 km/h schnell und 68.000 Euro teuer

Bugatti kann auch klein: Das haben Ettore und Jean Bugatti 1926 bereits bewiesen, als sie für Ettores jüngsten Sohn Roland zu seinem vierten Geburtstag einen Type 35 im Maßstab 1:2 bauten.

Rund um sein 110-Jahr-Jubiläum besinnt sich Bugatti auf seine Tradition und legt erneut eine Miniatur-Version des Type 35 auf. Der Bébé II aus dem 3D-Drucker ist dabei eine etwas modernisierte Version des Originals. So kommt das auf 500 Exemplare limitierte Modell auf 75 Prozent der Größe des originalen Type 35. Es ist 2,80 Meter lang, einen Meter breit, wiegt ohne Fahrer 230 Kilogramm und verfügt über eine verstellbare Aluminium-Pedalerie mit dem berühmten "EB"-Logo. Entsprechend können sowohl Kinder als auch Erwachsene damit fahren.

Mit Update ohne Tempo-Begrenzung

Apropos fahren. Der Bébé II verfügt wie die erste Version über einen batteriebetriebenen elektrischen Hinterradantrieb. Allerdings kommt die Neuinterpretation mit austauschbaren Lithium-Ionen-Batterien (mit 1,4 oder 2,8 kWh und bis zu 50 Kilometern Reichweite) und einem Sperrdifferenzial sowie mit einem regenerativen Hydraulik-Bremssystem daher. Außerdem verfügt der Miniatur-Bugatti über verstellbare Dämpfer.

Den Bugatti Bébé II gibt es in mehreren Antriebsarten, je nach Größe und Gewicht der Zöglinge. Im Anfänger-Modus leistet er bis zu einem kW und ist auf 20 km/h begrenzt. Im Profi-Modus liegt die Leistung bei vier kW und der Top-Speed bei 45 km/h. Optional ist auch ein "Speed-Key"-Update wie beim Chiron zu haben. Die Geschwindigkeitsbegrenzung (nun sind sogar 70 km/h möglich) ist damit aufgehoben, die Leistung steigt – beim Bébé II auf zehn kW. Von null auf 60 km/h geht es je nach Gewicht des Fahrers in nur sechs Sekunden, laut Bugatti fallen in dieser Version bis zu 828 Newtonmeter über die Hinterräder her.

Bis zu 58.500 Euro Nettopreis

Drei Versionen werden angeboten: Der 34.800 Euro teure Bébé II mit einer Karosserie aus Verbundwerkstoffen, der Bébé II Vitesse (50.460 Euro) mit Kohlefaserkarosserie und "Speed Key" sowie der Bébé II Pur Sang. Auch er verfügt über den "Speed Key", seine Aluminiumkarosserie wird in 200 Arbeitsstunden handgefertigt. Letzterer kostet 67.860 Euro und richtet sich an Sammler. (Alle Preise verstehen sich mit 16 Prozent Mehrwertsteuer.)

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Das Pebble-Beach-Sondermodell 2019

Das Cockpit des Bébé II, der zusammen mit dem Spezialisten "The Little Car Company" entsteht, verfügt über das typische Bugatti-Armaturenbrett aus gedrehtem Aluminium, einen Ledersitz, eine maßstabsgetreue Nachbildung des Vierspeichen-Lenkrads (mit Schnellentriegelung) aus dem Type 35 sowie über Instrumente im Bugatti-Design. Allerdings gibt es nun statt einer Tank- eine Batteriestandsanzeige, und wie im Veyron informiert ein Instrument über die aktuelle Leistungsabgabe.

Silber an der Front

Die Karosserie ist in traditionellem französischen Racing Blue lackiert, allerdings können die Kunden auch anderen Farben auswählen. Die Achtspeichen-Aluminiumfelgen sind maßstabsgetreue Nachbildungen mit modernen Michelin-Reifen. Die hohle Vorderachse des Originals wurde nachgebaut, ebenso wie die Radaufhängungen und der typische Lenkmechanismus. Im Gegensatz zum Modell, das auf dem Genfer Autosalon 2019 ausgestellt wurde, hat der Serien-Bébé Scheinwerfer, die mit LED-Technik arbeiten.

07/2020, Bugatti Bébé II
Bugatti
Im Gegensatz zum Prototypen, der 2019 in Genf gezeigt wurde, erhält die Serienversion LED-Scheinwerfer.

Zu Beginn der Bébé-Entwicklung wurde übrigens ein 1924er Typ 35 Lyon Grand Prix-Wagen digital gescannt, damit jedes Teil maßstabsgetreu nachgebaut werden kann. So ist es durchaus gerechtfertigt, dass auf der Motorhaube des Bébé II das Bugatti-Logo prangt, das ebenso wie beim Chiron aus 50 Gramm reinem Silber besteht. Jedes Fahrzeug dieser limitierten Serie ist mit einem nummerierten Schild versehen. In allen 2019 bestellten Fahrzeugen erinnert zudem eine Plakette an das Firmenjubiläum der Marke Bugatti.

Einige Exemplare sind wieder verfügbar

Die Produktion bei der Little Car Company startet in diesen Tagen und soll bis 2021 laufen; die ersten Autos werden in Kürze ausgeliefert. Schnell war die 500er-Serie ausverkauft, aber inzwischen sind einige Käufer abgesprungen, sodass erneut Exemplare verfügbar sind. Zusätzlich zum Auto erhalten alle Besitzer eines Bébé II eine Mitgliedschaft im "The Little Car Club" und im Bugatti Owners Club. Damit dürfen sie an Veranstaltungen teilnehmen, die unter anderem auf bekannten Rennstrecken stattfinden.

Bébé Bugatti
Bugatti
Der Ur-Bébé: Das Modell wurde später in einer kleinen Auflage für Bugatti-Kunden gefertigt.

Übrigens: Der Bébé I war nicht nur ein handgefertigtes Einzelstück für den kleinen Roland Bugatti. Besucher waren von dem Kinder-Bugatti so begeistert, dass das Unternehmen ein Jahr später eine Kleinserie von 500 Stück bis 1936 produzierte. Wegen der geringen Stückzahl ist der Bébé I ein gefragtes Sammlerstück und komplettiert jede Bugatti-Sammlung.

Fazit

Bugatti legt eines seiner berühmtesten Modelle neu auf – im Kleinformat und mit Elektroantrieb. Der Bébé II dürfte genau das richtige Spielzeug für Heranwachsende und Erwachsene sein, die sonst schon alles haben. Wir wünschen ihnen viel Freude damit.

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