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Bugatti Centodieci
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Bugatti Centodieci 28 Bilder

Bugatti Centodieci

8 Mio-Hommage an den EB110

Bugatti besinnt sich auf seine Tradition und legt mit dem Centodieci (übersetzt: „110“) einen streng limitierten Supersportwagen auf, der eine Hommage an den legendären Bugatti EB110 aus den 1990er-Jahren darstellt.

Wenngleich der EB110 im italienischen Campogalliano damals vom Band rollte, so wird der Centodieci am Stammsitz im französischen Molsheim gefertigt. Er soll extremer und sportlicher als der Divo und eleganter als der La Voiture Noire daher kommen.

W16-Motor statt V12

Chef-Designer Achim Anscheid stand bei dem Projekt vor der Herausforderung das Design des sehr flachen und keilförmigen EB 110 in die Neuzeit zu transferieren, ohne sich vom historischen Vorbild zu sehr einvernehmen zu lassen. Dazu musste der Designer auch noch die modifizierte Technik des Chiron – insbesondere die aerothermischen Anforderungen – in eine stimmige Optik fassen.

Bugatti Centodieci leaked
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Links Bugatti EB110, rechts Bugatti Chiron

So entstand ein Modell, das über einen flachen und natürlich hufeisenförmigen Kühler verfügt. Der Frontspoiler ist pfeilförmig ausgeprägt, dessen unterer Splitter nahezu zu schweben scheint. Auffällig ist das deutlich kleinere Hufeisen, dass den EB 110 zitiert. Auf der Motorhaube prangt der Markenschriftzug, der von extrem schlitzförmigen und am Ende nach hinten ragenden LED-Scheinwerfern flankiert wird. Gänzlich aufgelöst haben die Designer das typische C-Element an der B-Säule, das alle modernen Bugattis tragen. Stattdessen ist die Form an dieser Stelle kantiger – fünf runde Einsätze in einer Raute saugen die Frischluft für den 16-Zylinder-Motor an.

Centodieci mit Leistungsgewicht von 1,13 Kilo pro PS

Am Heck verlässt das Design dann die Hommage an den EB110, auch um den Abluftstrom des Motors optimal zu halten. Dieser darf sich zwar wie beim Vorbild hinter einer transparenten Abdeckung präsentieren, die heiße Luft atmet er jedoch über zahlreiche Öffnung aus. Ein einziges großes Lüftungsloch kaschieren die Designer mit acht doppelreihigen LED-Heckleuchten. Darunter kommt ein Diffusor für den Abtrieb zum Einsatz sowie zwei übereinander angeordnete schwarz matt eloxierte Auspuffendrohre.

Als Reminiszenz an den Urvater ist der riesige Heckspoiler fest montiert, dessen Anstellwinkel aber einstellbar bleibt. Ganz im Gegenteil zum V12-Motor des EB110 verbaut Bugatti im Centodieci den bekannten 8,0 Liter großen W16-Motor. Er leistet nunmehr 1.600 PS bei 7.000/min. Das Leistungsgewicht liegt bei 1,13 Kilo pro PS.

Bugatti Centodieci
Bugatti Centodieci
1:44 Min.

Nur zehn Kunden dürfen den Centodieci kaufen

Für den Spurt auf 100 km/h nimmt sich der Supersportler 2,4 Sekunden Zeit, 200 km/h sind nach 6,1 Sekunden erreicht und die 300-km/h-Marke fällt nach 13,21 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Bugatti mit 380 km/h an, wobei hier ein elektronischer Riegel den Vortrieb begrenzt. Im Vergleich zum Chiron wiegt der Centodieci 20 Kilo weniger, dank leichterer Scheibenwischer und Karbon-Stabilisatoren. Um einiges leichter wird auch der Kontostand von maximal zehn Kunden ausfallen, die müssen bei einer Lieferzeit von zwei Jahren acht Millionen Euro zuzüglich Steuer aufbringen.

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Der EB110 kostet damals ab 582.000 D-Mark

1991 schuf Roman Artioli mit dem Bugatti EB110 eine Supersportwagen der Superlative – ohne einen Vorgänger. Entsprechend frei waren Technik und Optik. Befeuert von einem 3,5-Liter-V12 und mit vier Turboladern bestückt, reichte der die Wucht von 560 bis 811 PS permanent auf alle vier Räder. In 3,3 Sekunden ging es auf Tempo 100, Top-Speed ist auch für heutige Verhältnisse mit 351 km/h ein Spitzenwert. Bis 1995 entsteht der Supersportwagen in Handarbeit im italienischen Campogalliano. Lediglich 128 Modelle wurden aufgebaut und blieben bei einem Preis von mindestens 450 Millionen Lira beziehungsweise 550 Millionen Lira für den EB110 GT oder den EB110 SS einem sehr exklusiven Kundenkreis vorbehalten.

Bugatti-Werk Campogalliano: Hier entstand der Bugatti EB 110

Bugatti EB-100-Werk Campogalliano
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Fazit

Und wir dachten, nach dem La Voiture Noire ist das Ende der Preis-Fahnenstange erreicht. Weit gefehlt. Im 8 Millionen Euro Verkaufspreis zuzüglich Steuern haben zehn Kunden die Möglichkeit, sich ein automobiles Denkmal in die Garage zu stellen. Inwieweit die Marke Bugatti mit dem inzwischen recht durchgenudelten W16-Motor und 1.600 PS noch Kunden auch auf lange Sicht locken kann, bleibt dahin gestellt. Auch scheint das Thema Leichtbau mittlerweile an seine Grenzen zu stoßen. Was bleibt? Design, das können und konnten sie bei Bugatti – und Tradition. Da gibt es sicher noch einige Modelle in der Firmengeschichte, die man modern interpretieren kann – aber wann kommt denn nun der erste elektrische Bugatti?

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