Mercedes S-Klasse Drive Pilot Ausstattung eingeschränkt Mercedes-Benz
Mercedes Drive Pilot - autonomes Fahren nach Level 3
Mercedes S-Klasse Drive Pilot Ausstattung eingeschränkt
Mercedes S-Klasse Drive Pilot Ausstattung eingeschränkt
Mercedes S-Klasse Drive Pilot Ausstattung eingeschränkt 8 Bilder

Autonomer Drive Pilot verträgt nicht jede Ausstattung

Drive Pilot „kostet“ Ausstattung Autonome S-Klasse lenkt hinten nicht mit

Die Mercedes S-Klasse fährt autonom nach Level 3. Aber nur, wenn ein paar Ausstattungs-Details nicht mitgekauft werden.

Wer sich ab Mitte 2022 von seiner neuen Mercedes S-Klasse autonom mit Level 3 über die Autobahn fahren lassen will, findet es wahrscheinlich wenig überraschend, dass es dafür diverser zusätzlicher Häkchen im Konfigurator bedarf. Den so genannten Drive Pilot wird es im Verbund mit dem großen Fahrassistenz-Paket geben. Der finale Preis für dieses Paket steht noch nicht fest. Anders sieht es mit den zu erwartenden Zusatzkosten aus. Denn damit die Level-3-Autonomie aber tatsächlich funktioniert, braucht die S-Klasse weitere "Updates".

Zusätzliche Konfigurator-Häkchen

Ein Teil der zusätzlichen Sensorik steckt im so genannten Park-Paket mit Remote-Parkfunktion. Damit kann das Fahrzeug per Smartphone-Fernsteuerung und später auch komplett eigenständig in Parklücken fahren – ohne dass jemand hinterm Steuer sitzt. Kostenpunkt: 1.844,50 Euro. Darin integriert und für den Drive Pilot ebenfalls verpflichtend: Die 360-Grad-Kamera aus dem Park-Paket, das sonst 1.130,50 Euro kostet. Weil vor allem die Frontkamera jederzeit einen idealen Blick auf die Straße haben muss, muss der Drive Pilot auch zwingend mit dem adaptiven Scheibenreinigungssystem "Magic Vision Control" kombiniert sein. 464,10 Euro kostet das System, das mit intelligenten beheizten Wasserführungen in den Scheibenwischern auch hartnäckige Verschmutzungen beseitigen kann.

Mercedes S-Klasse Drive Pilot Ausstattung eingeschränkt
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Ohne das adaptiven Scheibenreinigungssystem "Magic Vision Control" wird der Drive Pilot von Mercedes nicht zu bestellen sein.

Drive Pilot mit Ausstattungs-Unverträglichkeit

Bislang musste man im Konfigurator "einkaufen", um an die Drive-Pilot-Funktion zu kommen. Es gibt aber auch den gegenteiligen Effekt. Nach einer Meldung von mbpassion.de verträgt sich der autonome Fahrer wohl (noch) nicht mit der extrem praktischen, aber für den Computer noch sehr schwer steuerbaren Allradlenkung. Damit wird des S-Klasse-Einkaufswagen um 1.547 Euro leichter. Außerdem müssen noch zwei Scheiben-Features (zumindest vorerst) draußen bleiben: Die beheizbare Frontscheibe (690,20 Euro) sowie die dunkel getönten Scheiben ab der B-Säule (464,10 Euro). Die beheizbare Frontscheibe spart im Winter die lästige Eiskratzerei, allerdings ist die fast unsichtbare Heizung eben nur fürs menschliche Auge fast unsichtbar und könnte damit zum Problem für die Front-Kamera werden.

Mercedes Drive Pilot
Tech & Zukunft

Ob es durch den Drive Pilot noch zu weiteren Einschränkungen bei der Wahl der S-Klasse-Ausstattung kommt und ob das alles auch für den Mercedes EQS gilt, der ebenfalls nach Level 3 autonom fahren soll, ist noch unklar. Auf Nachfrage von auto-motor-und-sport.de bestätigte Mercedes-Benz, dass es in Kombination mit dem Drive Pilot zu Einschränkungen bei den Ausstattungspaketen kommen wird: "Aufgrund der hohen Komplexität des Systems sind zur Markteinführung des Drive Pilot technisch begründete Einschränkungen bei der Kombination von Sonderausstattungen sowohl für die S-Klasse als auch für den EQS nicht auszuschließen. Zeitnah nach der Markteinführung werden schrittweise weitere SA-Kombinationen freigegeben, jedoch wie bei bereits heute verfügbaren Ausstattungspaketen, werden nicht alle Kombinationen möglich sein." Dass die Integration des Level-3-Systems kein Zuckerschlecken ist, liegt in der Natur der Sache. Weil während der Level-3-Fahrt die Verantwortung vom Fahrer aufs Fahrzeug übergeht, setzt Mercedes alles daran, sämtliche technischen Störquellen zu eliminieren. Muss das für immer so bleiben? Ganz sicher nicht.

Grundsätzlich gilt: Prinzipiell muss der Fahrer auch bei aktiviertem Drive Pilot stets übernahmebereit bleiben, hat aber zehn Sekunden Zeit, die Fahrzeugsteuerung manuell zu übernehmen. Schlafen oder sogar auf den Beifahrersitz umzusteigen, ist nicht möglich. Um das sicherstellen zu können, überwachen die Kameras von Fahrer-Display und MBUX-Interieur-Assistent die Bewegung von Kopf und Augenlidern.

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Hat ja keiner gesagt, dass das autonome Fahren ein Kinderspiel wird. Mercedes hat zwar die Level-3-Zulassung für S-Klasse (und EQS), bis das System aber wirklich auf der Straße ist, wird es noch bis Mitte 2022 dauern. Aktuell ist das Drive-Pilot im Konfigurator nämlich noch gar nicht bestellbar.

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