Erlkönig Mercedes-AMG G 63 4x4² Stefan Baldauf
Erlkönig Mercedes-AMG G 63 4x4²
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Erlkönig Mercedes-AMG G 63 4x4² 24 Bilder

Erlkönig Mercedes-AMG G 63 4x4²

Hardcore-G-Modell 2.0

Der Mercedes G 4x4² kehrt zurück – und er kommt diesmal unter dem AMG-Label auf den Markt. Zumindest legen dies die Fotos eines fast ungetarnten Prototypen nahe.

Als G 500 4x4² zeigte die alte G-Klasse kurz vor ihrem Karriereende noch einmal allen, was sie im Gelände drauf hat. Ursprünglich als Showcar für den Genfer Autosalon 2015 konzipiert, kam der Hardcore-Offroader etwas später tatsächlich auf den Markt. Die fast eine Viertelmillion Euro teure Modellvariante wurde schnell zur Legende und zum Sammlerstück – und bekommt in Kürze einen Nachfolger. Zumindest sind die Fotos unseres Erlkönig-Jägers, der einen fast ungetarnten Prototypen erwischt hat, ein diese These stützendes Argument.

Untrügliche AMG-Insignien

Anders als der Vorgänger, der zwar mit AMG-Motor antrat, aber offiziell als G 500 firmierte, darf die Neuauflage wohl das Label der hausinternen Sport- und Veredelungs-Abteilung tragen. Untrügliches Zeichen dafür sind die Frontschürze im klassischen AMG-Look und die noch abgeklebten seitlichen Embleme. Auf die Sidepipes des normalen G 63 verzichtet der neue 4x4² allerdings; diese würden schließlich die Geländegängigkeit beeinträchtigen.

Erlkönig Mercedes-AMG G 63 4x4²
Stefan Baldauf
Die vordere Stoßstange verrät es: Der neue 4x4² dürfte offiziell als AMG kommen.

Und die wird, das zeigen die Erlkönig-Fotos eindeutig, mit zahlreichen Maßnahmen optimiert. Selbstverständlich mit einer üppigen Höherlegung der Karosserie und ziemlich robust wirkenden Felgen, die mit grobstolligen Reifen ummantelt sind. Die Räder drehen sich in breiteren Radhäusern, zwischen denen sich speziell gestaltete Einstiegshilfen befinden. Das Dach trägt ein ausladendes Rack mit Trittleiter und Zusatzbeleuchtung. Anders als bei der normalen G-Klasse verzichtet das an der Heckklappe angebrachte Reserverad auf eine Abdeckung. Dafür zeigen sich hier mehrere robuste Bügel.

Antrieb aus dem Mercedes-AMG G 63

Antriebsseitig sollte es keine großen Überraschungen geben: Wie der Vorgänger dürfte auch der neue 4x4² über den bekannten Vierliter-Biturbo-V8 aus dem AMG-Regal verfügen. Der leistet im Standard-G 63 satte 585 PS und verteilt maximal 850 Newtonmeter auf alle vier Räder. Das dürften auch die Daten der Offroad-Ableitung sein, die sich kräftemäßig damit deutlich über den alten G 500 4x4² erhebt (422 PS und höchstens 610 Newtonmeter). Sollte es doch ein Motor-Tuning geben, dann dürfte sich das eher im überschaubaren Bereich abspielen.

Da der Power-Kraxler bereits komplett ohne Tarnkleid unterwegs ist, dürfte es bis zur offiziellen Vorstellung und Markteinführung nicht mehr lange dauern. Preislich wird er sich angesichts des neuen AMG-Adelstitels und des empfindlichen Leistungszuwachses oberhalb des Vorgängers einordnen. Unsere Prognose: Zwischen 250.000 und 300.000 Euro dürften es schon werden.

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Fazit

Der alte Mercedes G 500 4x4² löste bei vielen wohlhabenden Offroad-Fans den "Will-ich-haben-Effekt" aus und war folgerichtig im Handumdrehen ausverkauft. Das dürfte auch der Neuauflage bevorstehen, die aber vor allem außerhalb Deutschlands ihre Fans finden wird. Der Mittlere Osten, Russland und Nordamerika sind die Hauptabsatzmärkte des Hardcore-Offroaders.

Mercedes G-Klasse
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