Ginetta Akula

Kohlefaser-Renner mit über 600 PS

Ginetta Akula Foto: Ginetta
Auto Salon Genf 2019

Der britische Sportwagenbauer Ginetta bringt ein neues Modell an den Start. Der Akula getaufte Supersportler wird aus Karbon gefertigt und leistet über 600 PS.

Ginetta ist eine kleine, aber feine Sportwagenmanufaktur aus Leeds. Nur selten rollen die Briten ein wirklich neues Modell auf die Straße. Jetzt ist es wieder soweit. Ginetta hat auf dem Genfer Autosalon einen neuen Supersportwagen vorgestellt. Bis zur Premiere blieb der Sportwagen namenlos. Jetzt ist klar – er heißt Ginetta Akula. Akula stammt aus dem Russischen und steht für Hai. Auch die russischen Atom-U-Boote tragen diesen Namen.

Ginetta Akula Foto: Ginetta
Akula ist russisch und heißt Hai.

Sechsliter-V8 mit über 600 PS

Der neue Ginetta Akula baut auf einem Kohlefaser-Chassis auf. Auch die Karosserie wird aus diesem edlen und leichten Werkstoff geformt. Befeuert wird der neue Ginetta Akula von einem frei saugenden, längs eingebauten V8-Motor, der vor den beiden Passagieren als Front-Mittelmotor sitzt. Der sechs Liter große Achtzylinder mit 90 Grad Bankwinkel und aus dem Vollen gefrästen Aluminiumzylinderblock soll von einem Rennaggregat abstammen und wird bei Ginetta selbst gefertigt. Als Leistung werden über 600 PS angegeben. Das maximale Drehmoment soll bei 700 Nm liegen. Gekoppelt wird der Achtender mit einer sequenziellen Sechsgang-Schaltbox, die per Paddels am Karbonlenkrad geschaltet wird. Angetrieben werden über eine Karbon-Kardanwelle ausschließlich die Hinterräder. Da Ginetta traditionell auf Leichtbau steht, ist es wenig überraschend, das das neue Supercar trocken nur 1.150 Kilogramm auf die Waage bringt. Die Achslastverteilung geben die Briten mit 49 % vorn und 51 % auf der Hinterachse an.

02/2019, Ginetta Supercar Foto: Ginetta

Beim Fahrwerk setzt der Akula-Supersportwagen auf Renntechnologie. Rundum kommen Pushrod-Aufhängungen mit voll einstellbaren Federelementen zum Einsatz. Vorne stecken 19-Zoll-Leichtmetallfelgen auf der Achse, hinten wurden Felgen mit 20 Zoll Durchmesser verbaut. Aufgezogen sind Reifen der Größe 275/35ZR19 vorn und 305/30ZR20 hinten. Hinter den Zentralverschlussfelgen sorgt eine Karbon-Keramik-Bremsanlage für Stopp-Power.

675 Liter großer Kofferraum

Fahrer und Beifahrer sitzen in direkt ins Monocoque geformten Karbonsitzschalen und werden von einem integrierten FIA-Überrollkäfig geschützt. Um die Ergonomie anzupassen kann die Pedalerie verstellt werden. Ansonsten dominieren im Cockpit Karbon, Alcantara und Aluminium. Das Ginetta Supercar kann aber auch Alltag. Der Kofferraum fasst sate 675 Liter Gepäck. Zur Ausstattung zählen neben ABS und Traktionskontrolle auch eine Rückfahrkamera, beheizte Front- und Heckscheibe, Parksensoren, eine Lichtautomatik, eine Klimaanlage sowie eine induktive Ladeschale für Mobiltelefone.

Die Optik des Ginetta Akula folgt den Rennwagenvorgaben. Das Coupé trägt eine lange Schnauze, kurze Überhänge und ausgestellte Radläufe. Die Motorhaube zeigt sich stark perforiert, auf dem Heck sitzt ein üppig dimensionierter Spoiler. Auch sonst öffnen sich überall Be- und Entlütungsöffnungen. Der Unterboden ist vollverkleidet. Unter dem Strich sollen die Aerodynamikmaßnahmen bei Tempo 160 rund 380 Kilogramm Abtrieb generieren.

Vom Ginetta Akula sollen im ersten Produktionsjahr (2020) nur 20 Exemplare gefertigt werden. 60 % davon sollen bereits verkauft sein. Als Preis nennt Ginetta rund 400.000 Pfund – umgerechnet rund 465.000 Euro.

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