06/2021, Niels van Roij Daytona Shooting Brake Hommage Niels van Roij Design
06/2021, Niels van Roij Daytona Shooting Brake Hommage
RM Auctions Sotheby's Monaco Sale 2016, Auktion, Versteigerung, Ferrari 599 GTO
06/2021, Niels van Roij Daytona Shooting Brake Hommage
06/2021, Niels van Roij Daytona Shooting Brake Hommage 15 Bilder

Niels van Roij Daytona Shooting Brake Hommage

Niels van Roij Daytona Shooting Brake Hommage Ferrari mit Kombi-Heck kommt zum Jahresende

Autodesigner und Coachbuilder Niels van Roij setzt sein nächstes Projekt wieder auf Basis eines italienischen Sportwagens um. Das Vorbild stammt aus den 70ern.

Erst zu Jahresbeginn sorgte Niels van Roij mit dem Breadvan Hommage auf Basis des Ferrari 550 Maranello für Aufsehen. Doch nach dem Projekt ist vor dem Projekt, und nach dem Breadvan ist vor dem Shooting Brake. Auch das nächste Modell des Autodesigners und Coachbuilders ist eine Ferrari-Neuauflage, die im Auftrag eines Autoenthusiasten als Einzelstück umgesetzt wird. Seit Mai 2019 arbeitet der Niederländer an seinem Daytona Shooting Brake Hommage. Zum Jahresende 2021 soll er fertig sein.

06/2021, Niels van Roij Daytona Shooting Brake Hommage
Niels van Roij Design
Die Dachlinie formt über den Insassen eine Kuppel, bevor sie ganz sanft gen Heck abfällt.

Als Vorbild dient – wie auch beim Breadvan – ein historisch besonders wertvoller Ferrari. Diesmal ist es ein Shooting Brake auf Basis des 365 GTB/4 Daytona mit der Chassis-Nummer 15275. Das Einzelstück wurde in den Siebzigerjahren vom amerikanischen Architekten und Immobilienmakler Bob Gittleman und dem US-Ferrari-Importeur Luigi Chinetti in Auftrag gegeben. Allerdings nicht – welch Sakrileg! – bei einer italienischen Karosserieschmiede, sondern bei der britischen Firma Panther Westwinds, die den Shooting Brake nach Chinettis Entwürfen fertigte. Der Legende um das Auto tat das keinen Abbruch. Bei Oldtimer-Auktionen war der Shooting Brake stets ein Highlight.

Das Basisauto? Wohl ein Ferrari 599!

Zum Basisfahrzeug macht Niels van Roij bisher recht schwammige Angaben – wahrscheinlich, um dessen Hersteller nicht zu verärgern. Etwas verklausuliert heißt es, dass es sich um einen "zweisitzigen Gran Turismo mit V12-Frontmotor" handelt, der "von einem italienischen Automobilhersteller von 2006 bis 2013 produziert wurde". Die Beschreibung passt exakt auf den Ferrari 599. Eine naheliegende Wahl, schließlich steht der Sportwagen in einer direkten Ahnenreihe mit dem einstigen Basismodell Ferrari 365 GTB/4 Daytona.

RM Auctions Sotheby's Monaco Sale 2016, Auktion, Versteigerung, Ferrari 599 GTO
RM Auctions
Als Basis für den Shooting Brake dient wahrscheinlich der Ferrari 599, hier in der GTO-Version.

Auch zur finalen Technik und zum Design des Daytona Shooting Brake Hommage hält sich Niels van Roij bislang bedeckt. Wahrscheinlich bleibt der Sechsliter-V12 unangetastet; so war es auch beim Breadvan. Sollte der Ferrari 599 GTB als Basisauto dienen, liefert der Motor demnach 620 PS und maximal 608 Newtonmeter. Fest steht zudem: Das Auto wird ein speziell angefertigtes Exterieur (O-Ton: "an fast jedem einzelnen Karosserieteil") und Interieur aufweisen sowie die historische Vorlage modern interpretieren.

Vor dem fertigen Auto kommt das Tonmodell

Die Formgebung entspricht noch nicht dem finalen Stand. Derzeit entsteht erst das Tonmodell in Originalgröße. Wie die bisher veröffentlichten Bilder zeigen, kommen an mehreren Stellen unterschiedliche Gestaltungs-Optionen infrage. Klar ist aber, dass der Daytona Shooting Brake Hommage eine flache und spitze Front erhält, welche das Design des Vorbilds aufgreift. Um die beim Original so prägnante Haifischnase zu modellieren, musste die Truppe um Niels van Roij die Vorderkante der Motorhaube um rund zehn Zentimeter nach oben versetzen. Auch jenes Leuchtenband, das die beiden Scheinwerfer miteinander verbindet, interpretiert das Hommage-Modell neu.

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Die Front trägt das charakteristische Leuchtenband des 70er-Jahre-Vorbilds.

Seitlich zeigen sich prägnante Luftauslässe in den vorderen und Lufteinlässe in den hinteren Kotflügeln, welche neu modelliert wurden. Hinzu kommen einige lichtbrechende Kanten und Sicken in der komplett aus Aluminium gefertigten Karosserie sowie große Räder. Die Dachlinie formt über den beiden Insassen eine Kuppel, bevor sie ganz sanft nach hinten abfällt. Auch den Winkel der B-Säule hat Niels van Roij angepasst.

Ferrari mit "Schmetterlings-Heckscheiben"

Wie beim Breadvan zeigt sich das Heck umfangreich verglast, wobei sich die seitlichen Fenster wie beim Vorbild nach oben aufklappen lassen werden. Niels van Roij nennt sie "Schmetterlings-Heckscheiben". Im Gegensatz zum Breadvan rücken beim Shooting Brake die Auspuff-Endrohre nach innen. Zudem weist dieser horizontal ausgerichtete und eckig gestaltete Heckleuchten auf, die hinter der Glasklappe untergebracht zu sein scheinen.

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Niels van Roij scheint mit Einzelstücken auf Ferrari-Basis, die sich optisch an historischen Modellen der Sportwagenschmiede orientieren, für sich eine optimale Nische gefunden zu haben. Bis das Auto fertig ist, will der Designer und Coachbuilder die Öffentlichkeit über die sozialen Medien über den Fortschritt des Projekts informieren.

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