Ford Ranger T1-Rallye NWM Ford Castrol Team Ford Performance South Africa
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SUV

Ford baut radikalen Ranger Rallye-Pickup für Dakar

NWM Ford Castrol Team T1-Ranger Ford baut radikalen Rallye-Pickup

Das südafrikanische NWM Ford Castrol Team hat einen neuen Rallye-Ranger entwickelt. Der Bolide leistet 408 PS und könnte bei der Dakar-Rallye antreten.

Die südafrikanische Ford Motorsport-Abteilung geht ab sofort mit einem neuen Boliden auf Punktefang. Der vom NWM Ford Castrol Team entwickelte Ford Ranger entspricht dem neuen FIA T1+ Reglement, das erheblich größere Freiräume bei der Konstruktion erlaubt als das bisherige T1-Regelwerk. Zur auch für uns relevanten Nachricht macht das der Umstand, dass diese T1+ Klasse Teil der internationalen FIA World Rally-Raid Championship ist und auch für die legendäre Rallye Dakar Gültigkeit besitzt.

Ersteinsatz bei der Südafrikanischen Meisterschaft

Aktuell startet das Team bei der Südafrikanischen Rallye-Raid-Meisterschaft (SARRC), doch die Einhaltung der T1+ Regeln machen das Auto natürlich auch für internationale Einsätze interessant. Das nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass Erzrivale Toyota mit einem T1-Hilux Pickup die letzte Rallye Dakar gewonnen hat, unter maßgeblicher Verantwortung des südafrikanischen Toyota Gazoo Motorsportteam.

Die wichtigste Reglementsänderung für T1+ ist die Genehmigung für größere Reifen und längere Federwege, mit denen die Allrad-Fahrzeuge wieder bessere Chancen gegenüber den zuvor dominierenden 2WD-Buggys erhalten sollen, welche in dieser Hinsicht bislang bevorzugt waren und deshalb auf Highspeed-Etappen deutlich besser zurecht kamen. Entsprechend steht der neue Ford Rallye-Ranger nun auf 37-Zoll-Reifen (zuvor 32 Zoll) und verfügt über einen um 70 auf satte 350 Millimeter erhöhten Federweg.

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Eine Besonderheit sind die nach vorne oben öffnenden Türen.

Die Karosserie des offiziell NWM T1+ EcoBoost Ford Ranger benannten Rallye-Fahrzeugs besteht aus Kohlefaser und Aramid und verfügt über ungewöhnliche, nach vorne oben öffnende "Schmetterlingstüren". Wie bei Rallyeautos üblich ist die Karosserie zwar dem Serienfahrzeug nachempfunden, technisch hat das Auto mit einem Serien-Ranger allerdings bis auf Leuchten und Kühlergrill nichts gemeinsam. Basis ist das bereits im letzten Jahr eingesetzte T1-Fahrzeug, bei dem die Radaufhängung und die Antriebswellen auf die neuen größeren Reifen und höheren Federwege angepasst wurden.

Im Video: Der Hauptkonkurrent Toyota Hilux T1+

Durch die jetzt breitere Spur wächst die Außenbreite des Rallye-Ranger auf 2,3 Meter (+ 300 mm), die Federn/Dämpfer stammen von BOS Suspension. Hier wurde von Doppeldämpfern auf Einzeldämpfer mit größerem Durchmesser umgerüstet.

Neben zahlreichen Änderungen am Fahrwerk musste das NWM-Team auch Lösungen finden, um die viel größeren Reserveräder unter dem Auto unterzubringen, da das Reglement nur noch die Mitnahme von zwei statt drei Reserverädern erlaubt. Der Wechsel auf 17-Zoll-Felgen ermöglichte auch den Wechsel zu größeren 355-mm-Bremsscheiben, die die 328-mm-Versionen des letzten Jahres ersetzen. Die vorderen Bremsscheiben sind luftgekühlt, während die hinteren sowohl luft- als auch wassergekühlt sind.

3,5-Liter-Biturbo mit 408 PS

Das Mindestgewicht wurde reglementskonform um 150 auf 2.000 Kilo erhöht. Unverändert zum Vorjahresmodell bleibt dagegen der 3,5-Liter-V6-Benziner mit Doppelturbo-Aufladung. Er bringt es auf eine Maximalleistung von 408 PS und auf 600 Newtonmeter Drehmoment. Weil die Höchstgeschwindigkeit im neuen Reglement auf 170 km/h reduziert wurde (zuvor 180 km/h), wurde auch die Getriebeübersetzung entsprechend angepasst.

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Die Höchstgeschwindigkeit ist jetzt auf 170 km/h limitiert.

Das erste Rennen der Saison 2022 ist das "Mpumalanga 400" am 25. und 26. März, das in der landschaftlich reizvollen Gegend von Dullstroom stattfindet. Danach sind sechs weitere Einsätze bis November geplant. Bei einem erfolgreichen Abschneiden des neuen Rallye-Rangers könnte es durchaus möglich sein, dass Ford Südafrika selbst oder Kundenteams mit diesem Gerät bei der kommenden Rallye Dakar antreten.

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Fazit

Natürlich hat der neue Rallye-Ranger, den die südafrikanische Ford Motorsport-Abteilung präsentiert, mit einem Serienmodell eher wenig zu tun. Für das Image von Modell und Marke ist der 408-PS-Berserker aber dennoch ein echter Kracher. Spannung gewinnt das Thema durch den extrem erfolgreichen Rallye-Hilux des südafrikanischen Gazoo Racing Team von Toyota, der die diesjährige Rallye Dakar gewinnen konnte. Dass die beider Erzrivalen nicht nur in Südafrika, sondern auch international mit ihren Power-Pickups gegeneinander antreten, wäre wünschenswert.

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