Porsche 911 Belgian Legend Edition Jacky Ickx Porsche
Porsche 911 Turbo (992)
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Porsche 911 Turbo (992) 34 Bilder

Porsche-Chef Blume: Elfer bleibt ein Verbrenner

Porsche 911 (992) Elfer bleibt vorerst ein reiner Verbrenner

Porsche-Chef Blume bescheinigt dem Elfer eine Zukunft mit Verbrennungsmotor. Irgendwann kommt aber eine Hybrid-Version des 911 auf den Markt.

Dass Porsche eine Hybrid-Version seines legendären Sportwagens auf die Räder stellen will, ist nicht ganz so neu. Bereits Anfang des Jahres erklärte Michael Steiner bei Porsche als Vorstand für Forschung und Entwicklung zuständig, man sei mit dem Gewicht der Batterie für einen Sportwagen wie den 911 nicht zufrieden. "Die Plattform ist auch für Hybrid-Antriebsstränge gemacht, sagte er britischen Medien, "und wir haben einige Prototypen, aber in Sachen Gewicht ist das noch nicht gut". Rund 100 Kilo wiegt der Hybrid-Elfer mehr.

Auch 911-Baureihen-Chef Frank Walliser sagte: "Die Elektrifizierung des 911 ist sehr tricky. Wenn ich das Fahrzeuglayout als 2+2-Sitzer, den großen Kofferraum vorne und den Heckmotor betrachte, ist es sehr schwierig eine angemessene Elektrifizierung zu bringen, ohne den Charakter und die Optik des 911 zu zerstören". Entsprechend sei auch mit einem vollelektrischen Porsche 911 nicht vor 2030 zu rechnen.

Dies untermauerte jetzt erneut Porsche-Chef Oliver Blume in einem Interview mit Bloomberg: "Lassen Sie mich klar sein, unser Symbol, der 911, wird noch lange einen Verbrennungsmotor haben. Der 911 ist ein Konzept des Autos, das für den Verbrennungsmotor vorbereitet ist. Es ist nicht sinnvoll, es mit reiner Elektromobilität zu kombinieren. Wir glauben an speziell entwickelte Autos für die Elektromobilität." Eine Hybrid-Version könnte indes schon zum Ende des Produktzyklus des Elfers ab 2026 zu den Käufern können.

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Performance-Version mit rund 700 PS?

Aus gut unterrichteten Kreisen heißt es, derzeit werde an diversen Optionen gearbeitet. Eine Plugin-Version ist noch nicht komplett vom Tisch, wenngleich eine Mild-Hybrid-Version favorisiert wird. Hier spielt weniger die elektrische Reichweite zum Beispiel für die Einfahrt in urbane Umweltzonen als der Performance-Gedanke im Vordergrund. Entsprechend soll der 911 mit Elektrounterstützung auf rund 700 PS und 1.000 Nm Drehmoment kommen.

Neben dem Porsche 911 als Hybrid steht auch die Elektrifizierung der 718-Modelle an. Auch hier ist noch nicht klar, ob die Zuffenhausener auf Plugin-Hybride oder ebenfalls auf Mildhybrid zur Leistungssteigerung setzen. Übrigens: Aktuell ist mit 650 PS der Turbo das stärkste Modell der 911-Baureihe – ihn sehen Sie in der Fotoshow.

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Es ist schwierig in das bestehende Layout eine Elektrifizierung zu implementieren, die die Balance und auch den Sportwagencharakter des Elfers nicht zerstört. 100 Mehr-Kilo sind dabei schon ein extremer Wert – und auch klar, die Zufahrt zur Umweltzone steht auf der Prio-Liste von Porsche eher auf Platz 2. Wer den Elfer elektrifiziert, muss das über Leistung machen, Sportlichkeit in den Vordergrund rücken und vor allem, die Optik des legendären Sportwagens unangetastet lassen.

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