Ferrari hatte den 550 Maranello von 1996 bis 2001 im Programm. Das GT-Modell mit Frontmotor und Hinterradantrieb wurde zunächst nur als Coupé und ab 2000 dann in einer extrem limitierten Sonderserie auch als Cabrio mit dem Beinamen Barchetta angeboten. Die offene Variante wurde anlässlich des 70. Geburtstags von Pininfarina entwickelt. Weltweit wurden davon nur 448 Exemplare gefertigt.
Targa-Dach aus Aluminium
Ein weiterer runder Geburtstag bringt jetzt eine weitere Karosserievariante des 550. Touring Superleggera feiert 100 Jahre Firmenbestehen und legt dazu eine neue Version seines Restomod-Modells auf Basis des Ferrari 550 von 2024 auf. Wurde seinerzeit die Optik modernisiert und der Antrieb gekräftigt, so gibt es jetzt zusätzlich eine komplett neue Dachkonstruktion. Wie es der Name Veolce12 Aperta bereits andeutet, sprechen wir von einer offenen Variante. Anders als der nur mit einem Notverdeck ausgerüstete Barchetta setzt der Aperta auf eine Targa-Konfiguration mit einem feststehenden Aluminium-Überrollbügel und zwei herausnehmbaren Aluminium-Dachelementen. Der Rest der modernisierten Karosserie besteht aus Kohlefaserlaminat. Änderungen gegenüber der Veloce12-Coupé-Variante von 2024 gibt es dabei unterhalb der Gürtellinie nicht.
Neu gestaltet wurde natürlich, wie schon erwähnt, der Dachbereich. Neu ist aber auch die hinter dem Targa-Bügel umlaufende Heckscheibe. In der Heckansicht erinnert der Veloce12 Aperta so fast an ältere Corvette-Modelle. Unter den neuen Kofferraumdeckel passen noch 327 Liter Gepäck. Werden dort allerdings die Dachteile abgelegt, so schrumpft das Volumen auf 233 Liter. Touring Superleggera liefert zur optimalen Raumausnutzung gleich das maßgeschneiderte Kofferset.
Motor, Fahrwerk und Bremsen optimiert
Wie schon beim Veloce12 wird auch im Aperta der 5,5 Liter große V12-Saugmotor nachgeschärft. Mit einem neuen Ansaugsystem und in Kombination mit einem Sportauspuff soll der Zwölfender 510 PS und 760 Nm Drehmoment an das manuelle Sechsganggetriebe liefern. Damit soll der Aperta in 4,4 Sekunden von null auf 100 km/h spurten und maximal 290 km/h schnell sein. Den Durchschnittsverbrauch für den nach Euro 2 eingestufte Targa gibt Touring Superleggera übrigens mit 22,9 Liter an.
Für eine optimierte Straßenlage sorgen dabei eine verstärkte Brembo-Bremsanlage sowie ein komplett überarbeitetes Fahrwerk, mit elektronisch geregelten Dämpfern, die sich vom Cockpit aus steuern lassen. Für ein luxuriöses Ambiente sorgen viel Leder, Alcantara und Aluminium.
Preis und Auflage
Mögliche Produktionszahlen oder auch Preise für sein jüngstes Projekt nennt Touring Superleggera noch nicht. Ab er schon das auf 30 Exemplare limitierte Veloce12 Coupé sollte im Jahr 2024 schon 690.000 Euro kosten – und zwar nur für den Umbau. Ein Spenderfahrzeug und Steuern kommen da noch dazu. Damit dürfte auch der Veolce12 Aperta ein äußerst exklusives Modell werden.












