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VW Multivan T7
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VW Multivan T7 46 Bilder
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VW-Bus T7 (2021): Fotos, Daten, Design, Motoren

Neuer VW T7 (2021) Multivan wird breiter & flacher

VW stellt im Juni 2021 die neue Generation des VW Bus vor. Derzeit testen die Wolfsburger noch das neue Modell inklusive der Plug-in-Hybrid-Version, geben aber nach und nach erste Daten und Bilder frei.

Seit 2015 ist der VW T6 in Deutschland am Start, dabei ist der VW Bus nichts anderes als eine Faceliftversion des T5, der bereits seit 2003 mit einer eigens entwickelten Plattform auf dem Markt ist. Mit dem T6 hatte VW dem Modell einige optische Änderungen verpasst, so unter anderem eine neue Frontpartie mit veränderten Scheinwerfern und eine modifizierte Heckklappe sowie andere Heckleuchten. Auch im Innenraum gab es ein Update – hier spendierte VW dem T6 einen neuen Armaturenträger, ein neues Lenkrad sowie diverse neue Assistenzsysteme.

T7 nur in geringen Stückzahlen

Mit dem bereits präsentierten T6.1. spendiert VW dem Bus eine weitere üppige Überarbeitung. Neben einer neuer Front sowie zahlreichen Komfort- und Sicherheits-Features kommt auch eine rein elektrische Variante an den Start, die über 138 km Reichweite ermöglicht. Hier kooperiert VW mit Tuner Abt, der dank seines Engagements in der Formel E Erfahrung mit Elektroantrieben hat. In erster Linie richtet sich der Elektro-Bulli mit unterschiedlichen Batteriekapazitäten an Handwerker oder Lieferdienste.

Fahrbericht: VW T6.1 Multivan

VW Multivan T6.1
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Doch zurück zum VW T7: VW Nutzfahrzeuge (VWN) hatte unlängst angekündigt, den kommenden T7 ausschließlich mit konventionellen Antrieben und Plug-in-Hybrid-Antriebssträngen auszurüsten. Eine rein elektrische Version des T7 soll es nicht geben. Zudem peilt das Unternehmen an, vom T7 rund 25.000 Einheiten pro Jahr zu produzieren.

VW T7 steht auf MQB – T6.1 wird weiter gebaut

Aber warum keinen Elektro-T7 und nur eine vergleichsweise niedrige Stückzahl? Volkswagen stellt die neue Generation des Bus auf die MQB-Plattform. Auf dieser Basis lassen sich einfacher und kostengünstiger diverse Karosserieformen und Antriebs-Varianten aufbauen. Dazu liefert der MQB das 48-Volt-Bordnetz, Update-Möglichkeiten für die Elektronik-Architektur und den Modularen Infotainmentbaukasten. Auch der VW Caddy-Nachfolger nutzt die Plattform. Der Nachteil des MQB: Die Plattform ist nicht für den harten Einsatz als Nutzfahrzeug ausgelegt – daher bleibt der VW T6.1 auch nach der Markteinführung des T7 als Nutzfahrzeug und California im Programm. Als reiner Elektrobus stehen dann ab 2023 der ID. Buzz sowie dessen Cargo-Versionen zur Auswahl. Dieser E-Bus basiert dann auf dem Modularen Elektrobaukasten der Marke.

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VW T7: Kastig, funktionell mit Allrad

Die erste Designskizze des Multivans zeigt, was schon seit Wochen und Monaten die Erlkönige preis gaben: Die Motorhaube fällt länger aus, die Fahrgastkabine erscheint zurückversetzt und die Überhänge werden größer. Die längere Front ist den zusätzlichen Nebenaggregaten, der Technik für diverse Assistenzsysteme (Radar, etc.) und Batterien (48-Volt-Bordnetz) geschuldet. Zudem erlaubt der MQB eine elektrisch betriebene Hinterachse und somit den optionalen Allradantrieb. Insgesamt wächst der T7 in der Breite und beim Radstand deutlich, die Höhe wird niedriger ausfallen.

An der Front verbaut VW schmale Scheinwerfer im ID-Stil mit LED-Lichtbändern. In der Mitte einer weiteren Spange, die über die gesamte Fahrzeugbreite reicht, prangt das neue VW-Logo. Motorhaube und Windschutzscheibe bilden fast eine Fläche. Augenfällig: die A-Säule mit Dreiecksfenster sowie der schwungvolle Außenspiegelträger. Außerdem fällt in der Seitenansicht die wohl wieder optionale zweite Schiebetür und das leicht abfallende Dach auf – das mündet in einem Dachkantenspoiler. Am Heck gibt es auf den Erlkönig-Bildern noch eine weitere Änderung zu erkennen. Die Leuchten sind senkrecht ausgeführt und ragen ein wenig in die Seiten hinein. Insgesamt dürfte hier wohl das Design des ID. Buzz Pate gestanden zu haben. Mit seiner deutlich Pkw-haften Linie und dem dynamischeren Dachverlauf dürfte der VW T7 auch eine Alternative für Sharan-Kunden sein.

ID-Front und Buzz-Klon

Die neuesten Erlkönig-Bilder zeigen neben der Tankklappe auf der Fahrerseite in der Höhe des hinteren Radkastens auch die Klappe im Kotflügel der Beifahrerseite. Erstere könnte der Buchse für den Plugin-Hybrid sein. Der nach hinten gerückte Tankdeckel auf der Beifahrerseite dient zum betanken mit konventionellem Kraftstoff. Der T7 als Plug-in-Hybrid übernimmt wohl die Technik seiner GTE-Vettern, fraglich ist aber noch, ob statt des Benziners hier nicht doch ein Diesel an Bord ist.

Erlkönig VW T7 Hybrid
Stefan Baldauf
Erster Blick in den T7.

Freier Durchgang ohne Schaltknauf und Handbremse

Unser erster Blick in das Cockpit des VW T7 zeigt ein digitales Display hinter dem Lenkrad. Hier bedient sich der T7 bei der Pkw-Range. Als weiteres Detail zeigt sich ein leicht gebogenes Cockpitdach sowie ein Bildschirm in der Mittelkonsole. Dieser dürfte zur Steuerung der Navigation- und Infotainment-Systeme dienen.

Unterdessen hat VW auch Zeichnungen vom Interieur freigegeben. Der Fahrer greift in das typische VW-Lenkrad mit drei Speichen und kleinem Pralltopf. Das digitale Cockpit ist zur Mitte hin mit einem weiteren 10 Zoll Touchscreen ausgerüstet, das Layout kennt man bereits vom VW Caddy. Hier wird gegen Aufpreis eine 360-Grad-Darstellung des Fahrzeugs angezeigt, um das Parken und Rangieren zu erleichtern. Auch der Handbremshebel ist in der neuen Generation als elektronische Parkbremse ausgeführt. Der neue Multivan ist übrigens ausschließlich und serienmäßig mit Shift-by-wire-DSG erhältlich. Entsprechend werden die Schaltsignale elektronisch übermittelt, der Fahrer wählt die Fahrstufen lediglich über einen kleinen Schalter in der Instrumententafel neben dem Lenkrad. Somit bleibt der Platz zwischen den vorderen Sitzen frei.

Das Sitzsystem

Die Funktionalität im Innenraum des Multivan hat VW in der neuen Generation noch weiter überarbeitet und verfeinert. So kommt das Modell nur noch mit Einzelsitzen auf den Markt. Die durchgehende Rücksitzbank in der dritten Sitzreihe wurde komplett abgeschafft. Stattdessen verbaut VW in der zweiten und dritten Reihe leichtere Einzelsitze, die einfach ein- und ausbaubar sind. Zudem können sie über ein neu entwickeltes Schienensystem verschoben werden. Der mittlere Sitz kann stufenlos bis kurz vor die erste Sitzreihe gleiten. Entsprechend ist Platz für langes und sperriges Ladegut wie Räder oder Surfboards.

Panoramadach und Schiebetüren

Die Sitze selbst verfügen über integrierte Kopfstützen. Der verschiebbare Mittelsitz erhält einen Dreipunktsicherheitsgurt. Die Lehnen erscheinen stark, die Sitzflächen bieten starke Wangen, die Polster sind dick. Auch können die Sitze einzeln umgeklappt werden. Außerdem bietet VW im Multivan auch wieder einen Tisch an – wie seit 1985. Dieser ist dank des neuen Schienensystems ebenfalls sehr flexible positionierbar und kann überall angedockt werden. Mehr Details dazu folgen.

Die erste Designskizze zum Interieur zeigt ein vorderes Sonnendach sowie ein riesiges Panorama-Dach, das sich über die gesamte Dachlänge zieht. Auf beiden Seiten gibt es Schiebetüren, die über den Griff im Scheibenrahmen zu öffnen sind. Dazu fallen die Fensterbrüstungen der Türen sehr breit aus.

Fazit

VW hat mit dem Bus gleich drei Ziele zu verwirklichen: Sie müssen die Handwerker und Wohnmobilisten mit viel Zuladung befriedigen, sie müssen auf die Elektromobilität eine Antwort haben und sie dürfen die alteingesessene Bus-Kundschaft nicht vergraulen. Diese Ziele unter einen Hut zu bringen gelingt VW, dem Meister der Baukasten-Effizienz beim VW Bus, schlichtweg nicht. Wer viel und schwer zu transportieren hat, greift also zum 6.1.irgendwas, wer sich und seine Horde transportieren will, kauft den neuen T7 und wer zudem elektrisch und lifestylig unterwegs sein möchte, muss bis 2022 warten.

VW Bus
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