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Erlkönig VW ID.Buzz Stefan Baldauf
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VW ID. Buzz (2022): So sieht der Elektro-Bus aus

VW ID. Buzz (2022) Neuer Elektro-Bus erstmals im Video

Volkswagen bringt 2022 mit dem ID. Buzz einen rein elektrischen Bus auf den Markt. Nun hat unser Erlkönig-Jäger das Modell erstmals fotografiert – inklusive Innenraum.

Bereits seit Wochen testet Volkswagen unter der bekannten Bus-Karosserie Antriebs- und Technik-Elemente für den ID.Buzz. Wir haben nicht nur die ersten Bilder vom Innenraum, sondern auch erste Fotos vom ID.Buzz mit der Serienkarosse – hier jedoch als Handwerker Cargo-Version.

Optik

Der VW ID. Buzz orientiert sich an der 2017 vorgestellten Studie und übernimmt außerdem das aktuelle Elektro-Auto-Design der Marke. Entsprechend ist die Frontmaske geschlossen, die LED-Scheinwerfer wecken Erinnerungen an ID.3 oder ID.4 und zwischen ihnen läuft ein beleuchtetes LED-Band. Kurze Überhänge, ausgestellte Radhäuser und eine Front, die nahezu ansatzlos in die Windschutzscheibe übergeht, zeichnen den ID. Buzz in der Serienversion aus. Die Ladebuchse ist am Kotflügel der Fahrerseite untergebracht, der Außenspiegel steht weit zurückversetzt vor dem großen Fensterdreieck. Am Heck zeigen sich schmale Rückleuchten sowie ein beschirmtes Heckfenster. Im Vergleich zum T6 sieht der Buzz filigran aus.

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Abmessungen

Das Modell im Serientrimm dürfte deutlich breiter als der aktuelle T6 ausfallen. Die Länge liegt bei 4,7 Meter, zum Vergleich, die Studie war knapp fünf Meter lang. Damit positioniert sich der ID. Buzz deutlich unter dem mindestens 4,9 langen VW T7 und zwischen VW Sharan und VW Touran. Noch fraglich ist, ob VW noch einen längeren Buzz mit vergrößertem Radstand in den Dimensionen der Studie auflegt. Übrigens, im Frunk sollen 200 Liter Platz finden, ins Heck passen rund 600 Liter hinein.

Interieur

Da der VW ID. Buzz auf dem MEB basiert liegt es nahe, dass VW auch den Modularen Infotainment-Baukasten (MIB) verwendet. Auf unseren exklusiven Innenraum-Bildern ist das Cockpit des Buzz schon sehr gut zu erkennen. Es zeigt, fast wie bei der Studie ein kleines leicht geschwungenes Cockpit-Display hinter dem Dreispeichenlenkrad.

VW I.D. Buzz Elektro-Bus
VW
Die Studie des VW ID.Buzz sah ein ausfahrbares Lenkrad vor.

Daneben hat VW ein weiteres Display im Querformat platziert, das weit in den Innenraum ragt. Darunter verbauen sie eine Tastenleiste zur Steuerung der Klimaautomatik und des Infotainmentsystems. Letzteres lässt sich per Gesten- und Sprachsteuerung bedienen. Womöglich ist auch eine Gesichtserkennung implementiert, die den Fahrer erkennt und individuelle Einstellungen vornimmt. Auch eine Head-up-Display mit Augmented Reality ist an Bord. Eine Mittelkonsole gibt es ähnlich wie beim VW T7 nicht.

Technik und Antriebe

Der VW ID. Buzz, dessen Serienbezeichnung noch nicht feststeht, basiert auf dem Modularen Elektro-Baukasten (MEB) von VW. Batterie-Pack und die Antriebseinheiten sind im Boden platziert, wodurch der E-Bus einen komplett ebenen Ladeboden aufweist. Noch unklar sind die Motorisierungen und die Akku-Größen. Gerüchten zufolge sind zwei Batteriegrößen mit 60 und 100 kWh geplant. Die kleinere Akku-Einheit ist für bis zu 300 WLTP-Kilometer gut, der große Akku bietet über 500 Kilometer Reichweite. Vermutlich gibt es noch ein weiteres Batteriepack.

Porsche Taycan, Illustration
Alternative Antriebe

Ab 2022 wirkt zunächst nur ein vermutlich 150 kW starker Elektromotor auf die Hinterachse, deutlich später steht eine Allrad-Version mit einem zusätzlichen E-Motor (ebenfalls 150 kW stark) für die vordere Achse an.

Weitere Modelle

Ab 2025 ist der ID.Buzz auch als voll autonomes Modell bei der Ridepooling-Tocher Moia am Start. Die Technologie stammt von US-amerikanischen Spezialisten Argo AI. Als weiteres wesentlich konkreteres Modell bietet VW eine Nutzfahrzeugversion an. Der ID. Buzz Cargo wurde 2018 auf der L.A. Auto Show präsentiert und wird frühestes 2023 auf den Markt kommen. Das geschlossene Modell verfügt ebenfalls über eine Schiebetür und ist im Inneren auch dank des flachen Bodens einfach individualisierbar.

I.D. Cargo
E-Auto

Modellbezeichnung

Noch ist kein Name für die Serienversion des VW ID. Buzz fixiert. Volkswagen hatte sich unlängst die Namen Samba und E-Samba schützen lassen. Damit würde das Unternehmen einen legendären Modellnamen wiederaufleben lassen. Unterdessen scheint bei VW auch der Name der Studie Favorit zu sein, schließlich heißt Buzz im Englischen "Surren" oder "Brummen"

Studie ID. Buzz

Der VW ID. Buzz, den Volkswagen auf der L.A. Auto Show 2017 zeigte, verfügte im Gegensatz zur Budd-E-Studie (CES 2016) über einen zweiten Elektromotor. Somit hat der Elektro-Bus Allradantrieb. Die beiden E-Motoren leisten jeweils 150 kW und sind mit einer elektrischen Kardanwelle gekoppelt. Die Systemleistung gibt VW mit 275 kW (374 PS) an. Damit soll der I.D. Buzz in knapp fünf Sekunden von Null auf 100 km/h spurten, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 160 km/h begrenzt. Per Schnelllader soll die 111 kWh große Batterie in 30 Minuten zu 80 % wieder aufgeladen werden können. Der MEB-Baukasten lässt als Antrieb aber auch einen 200 kW starken Heckmotor und eine nur 83 kWh große Batterie zu.

VW Budd-E Studie
E-Auto

Beim Design lehnt sich der 4,94 Meter lange, 1,98 Meter breite und 1,96 Meter hohe I.D. Buzz eher an der Microbus-Studie als an den Budd-E an. Natürlich wird auch die Designikone T1 zitiert, von dem die Studie nicht nur die Zweifarbenlackierung erbt. Hinten trägt der I.D. Buzz praktische Schiebetüren, die den langen Radstand (3,30 Meter) gut nutzen, vorne sind es konventionell angeschlagene Türen. Dank des Elektroantriebskonzepts bietet der Buzz zwei Kofferräume. Unter der Fronthaube finden 200 Liter Gepäck Platz, im Heck können zwischen 660 und 4.600 Liter Ladegut gebunkert werden. Die hintere Ladekante liegt 600 mm hoch. Die Sitzlandschaft lässt sich vielfältig konfigurieren. Der Fahrersitz lässt sich drehen, die Sitze der zweiten Reihe lassen sich verschieben und zusammenklappen, die dritte Sitzreihe kann zur Liegefläche umgebaut werden.

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Fazit

VW bringt 2022 mit dem ID. Buzz den VW Bus als reines E-Modell auf den Markt. Auf Basis des Modularen Elektrobaukastens soll der E-Bus innen viel Platz auch dank des flachen Bodens bieten. Optisch orientiert sich das Modell an der gleichnamigen Studie, die für viel Aufsehen gesorgt hat. Neben dem ID. Buzz, dessen Name noch nicht feststeht, hat VW unlängst den neuen T7 präsentiert.

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