03/2020, Zenvo TSR-S Facelift Zenvo Automotive A/S
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03/2020, Zenvo TSR-S Facelift 16 Bilder

Zenvo TSR-S Modellpflege (2020)

Hypercar erhält Mildhybrid-System

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Der dänische Kleinserien-Hersteller Zenvo ergänzt das Getriebe des 1.193 PS starken Sportwagens TSR-S um ein Elektromodul. Außerdem gibt es massenweise Karbon.

Zenvo gönnt der straßenzugelassenen Version seines Rennstrecken-Brenners TSR eine Modellpflege. Die zentrale technische Änderung beim TSR-S betrifft das Getriebe: Die selbstentwickelte sequenzielle Siebengang-Box mit Wippenschaltung wird um ein Hybrid-Modul ergänzt, das natürlich nicht vorrangig die Aufgabe hat, den Spritverbrauch zu senken. Im Gegenteil: Beim Beschleunigung soll der kleine E-Motor ein bisschen mitboosten. Außerdem lässt sich so eine ausgeklügeltere Traktionskontrolle integrieren. Zusätzlich bietet das neue Getriebe dem Fahrer die Möglichkeit, am Lenkrad zwischen einem Straßen- und einem Rennstrecken-Schaltmodus hin und her zu wechseln. Das Elektro-Element fungiert obendrein als achter Vorwärts- sowie Rückwärtsgang.

Spezielles Karbon für 15 kg Gewichtsersparnis

Das Gewicht des TSR-S senkt Zenvo, indem der Hersteller den Einsatz von Karbon intensiviert. Neu sind beispielsweise die hauseigenen Räder mit sichtbarer und offenporiger Kohlefaser, die aus vielen einzelnen Fragmenten bestehen und sich mit Logos, Wasserzeichen oder Wunschfarben individualisieren lassen. Auch die Karbon-Einlagen im Schwellerbereich sind auf diese Weise gefertigt. In Kombination soll das Material 15 Kilogramm im Vergleich zum Vorgänger mit Aluminium-Teilen sparen. Das Trockengewicht des TSR-S gibt Zenvo mit unter 1.500 Kilogramm an.

03/2020, Zenvo TSR-S Facelift
Zenvo Automotive A/S
Die Felgen und Seitenteile auf Höhe des Schwellers fertigt Zenvo aus einem speziellen Karbon.

In seinen Grundfesten basiert der TSR-S auf dem bereits 2007 mit dem ersten Zenvo vorgestellten Karbon-Chassis, das jedoch optimiert wurde. So wurden das Fahrwerk neu abgestimmt und die Aerodynamik mit Feinschliff versehen. Nicht zu übersehen ist der mächtige Heckspoiler, der sich nicht nur vielfach einstellen lässt und als Luftbremse dient, sondern während der Fahrt auch seine Position ändert. Dazu gibt es eine neue Schürze und Splitter vorn, die vorderen Radhäuser tragen Entlüftungskiemen. Das Heck bekam einen neuen Diffusor spendiert und der Motor schnorchelt nun über eine neue Dachhutze Frischluft.

700 oder 1.177 PS per Knopfdruck

Erhalten geblieben ist der von Zenvo selbst entwickelte V8-Motor mit 5,8 Liter Hubraum und zwei Kompressoren. Das Flatplane-Triebwerk mit flacher Kurbelwelle leistet auch nach der Modellpflege 1.193 PS. Von Null auf Tempo 100 soll der Zenvo TSR-S in 2,8 Sekunden spurten, 200 km/h werden nach 6,8 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit steht elektronisch abgeregelt bei 325 km/h an.

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Der doppelt aufgeladene 5,8-Liter-V8 leistet weiterhin 1.193 PS.

Verzögert wird der Zenvo TSR-S per Karbon-Keramik-Stoppern mit 395er Scheiben vorn und 380er Discs hinten. Vorne drehen sich auf 20-Zoll-Felgen 245/35er Reifen, hinten werden 325/30er Pneus auf 21-Zoll-Felgen montiert.

Auch nach der Modellpflege behält Zenvo sein schmales Produktionsvolumen von nur fünf TSR-S-Exemplaren pro Jahr bei. Kein Wunder, wenn zwei Mitarbeiter allein mit der Fertigung einer Karbon-Felge eine Woche beschäftigt sind. Der Nettopreis liegt bei 1,45 Millionen Euro; deutsche Kunden müssen also 1.725.500 Euro für einen aufgefrischten Zenvo TSR-S zahlen.

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Fazit

Dass der Zenvo TSR-S ein Hightech-Sportwagen ist, war schon immer klar. Doch das heißt nicht, dass nicht auch ein solches Auto weiter optimiert werden kann. Was die Modellpflege-Maßnahmen letztlich bringen, werden aber nur wenige Auserwählte überprüfen können.

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