auto motor und sport Logo
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

McLaren baut Hypercar Speedtail (BP23)

F1-Nachfolger mit drei Sitzen

McLaren Speedtail Foto: McLaren 15 Bilder

McLaren baut ein neues Hypercar: Der BP23 kommt 2019. Damit baut die Sportwagenschmiede aus Woking einen Nachfolger des F1. Hyper-GT nennen die Briten ihr neues Werk, von dem es 106 Stück geben soll. Jetzt haben die Briten den Namen verkündet – der BP23 heißt Speedtail.

25.07.2018 Andreas Haupt, Andreas Of Powered by

McLaren entwickelt einen Sportwagen, der unter anderem in der Sitzanordnung Anleihen beim legendären F1 nimmt. Ein Hyper-GT, wie die Briten so schön schreiben, ist ein Grand Tourer, der nicht nur schneller als alle Konkurrenten sein soll. Jetzt hat dieser Hyper GT auch endlich einen Namen bekommen. Der neue McLaren wird Speedtail heißen. Auch wird er den Speedrekord des F1 wohl einstellen. Denn der BP23, so sein Deckname, soll 391 km/h schnell sein und damit 5 km/h schneller als der McLaren F1. Der Hyper GT kommt von der McLaren Special Operations – kurz MSO - und wird in der McLaren Ultimate Series einsortiert. Hinter MSO verbirgt sich die Veredelungsschmiede des britischen Herstellers.

F1-Nachfolger heißt Speedtail und kommt 2019

„Eine Hybrid Antriebseinheit wird es zu einem der kraftvollsten McLaren machen, der jemals geschaffen wurde“, sagt McLaren-Chef Mike Flewitt. Ende Juli hatte Flewitt noch gesagt: „Wir lieben den F1, aber wir werden nicht noch einen machen.“ Die ersten Exemplare sollen Anfang 2019 zu den Kunden kommen. Die können sich nicht nur die Farbe aussuchen, sondern auch Bedienelemente maßschneidern lassen, teilt McLaren mit. Seine Premiere wird der McLaren Speedtail aber noch Ende 2018 feiern.

McLaren BP23 Innenraumskulptur Foto: McLaren
Der BP23 kommt als Dreisitzer.

Wie beim F1 soll der Fahrer des McLaren Speedtail in zentraler Position sitzen, die beiden Passagiere jeweils flankierend etwas zurückversetzt. Hinter den Beifahrern erheben sich sogenannte Airdomes. Wie das aussehen wird, visualisiert jetzt eine Skulptur, die künftige McLaren BP23-Besitzer bereits jetzt ausgehändigt bekommen. Dieses rund 3,6 Kilogramm schwere und 400 x 205 x 80 mm große Kunstobjekt zeigt den dreitizigen Innenraum des Hyper-GT. Die komplette Skulptur wird aus dem Vollen gefräst und dann 30 Stunden von Hand auf Hochglanz poliert. Analog zum Speedtail (BP23) ist auch die Skulptur auf 106 nummerierte Einheiten limitiert.

Für das neue Layout rüstet McLaren sein bekanntes Carbon-Monocoque um – genannt Monocell oder Monocage, wie es in der weiterentwickelten Variante im P1 heißt. Auch der bekannte Schnorchel soll auf das Dach des F1-Nachfolgers gepresst werden. Die McLaren-typischen Flügeltüren öffnen und schließen erstmals elektrisch unterstützt.

4,0-Liter-Biturbo-V8 mit wenigstens 720 PS

Ebenso klar, dass McLaren auf seinen neuen 4,0-Liter-Biturbo-V8 setzen wird. Das spart Geld. Das Aggregat treibt den neuen 720er an. Im Speedtail wird der Biturbo-V8 Teil eines Hybridantriebs, wird also elektrisch unterstützt.

McLaren BP23 Centre Seat Development Mule Foto: McLaren
Der Fahrer wird in der Mitte sitzen, die beiden Passagiere daneben.

Zwischen 1993 und 1997 legte McLaren 106 Exemplare seines F1 auf. 64 Modelle entfielen auf die Standardversion mit V12 und 627 PS. Drei auf den F1 GT und 28 auf den nach FIA-Regeln im GT1-Rennsport eingesetzten F1 GTR. Dazu gab es sechs Prototypen und fünf LM-Versionen. Das Straßenwagen-Projekt trieb der damalige F1-Designer Gordan Murray voran. 106 Exemplare soll es auch vom Speedtail geben – die sind aber alle bereits ausverkauft. Die Nachfrage soll das Angebot bereits jetzt um das dreifache übersteigen. Der Stückpreis soll bei 2,3 Millionen Euro liegen.

F1: Schnellster Sportwagen mit Saugmotor

McLaren F1 wird 20Jubiläum für die Mutter aller Supersportwagen

Der McLaren F1 hängt auch heute noch in den Köpfen der Sportwagen-Fans. Wie ein BMW M1. Oder ein Porsche Carrera GT. Windschlüpfrig und leistungsstark zog der Supersportwagen seiner damaligen Konkurrenz davon. 386 km/h Topspeed – noch heute gilt der F1 als der schnellste Sportwagen mit Saugmotor. Noch.

Neuester Kommentar

Hat jetzt schon den alten NoS-Rekord pulverisiert. Die genaue Zeit wird man im Sommer 2025 oder so kommunizieren.

Guest 29. Juli 2018, 20:21 Uhr
Neues Heft