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Zukunftspläne von Subaru

Elektrifizierte Antriebe mit Boxermotor

07/2018, Subaru STEP Zukunftsplan Foto: Bernd Conrad 9 Bilder

Ein neuer Boxermotor, elektrifizierte Antriebe bis hin zum reinen Elektroauto und neue Modelle. Subaru hat die kommenden Jahre skizziert. Manches bleibt dabei aber im Unklaren.

12.07.2018 Bernd Conrad

Subaru wird in Europa, und somit auch in Deutschland, als Nischenhersteller wahrgenommen. Kein Wunder: Von über einer Million Autos, die jährlich gebaut werden, wird ein Großteil in den USA und Kanada verkauft. Im laufenden Geschäftsjahr plant Subaru mit 1,1 Millionen Fahrzeugen, wovon 770.000 in Nordamerika auf die Straße kommen sollen. Subaru Deutschland berichtet für das erste Halbjahr 2018 die Zahl von 3.714 Neuzulassungen, womit man auf dem Niveau des Vorjahres (gesamt 2017: 7.440 Neuzulassungen) liegt. Im Produktionsverbund von Subaru sind schlicht und einfach nicht mehr Autos für Europa vorgesehen, was trotz der überschaubaren Stückzahl teilweise für lange Lieferfristen sorgt.

3.714 Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2018

Unter den 3.714 Subaru in den Monaten Januar bis einschließlich Juni 2018 finden sich 396 Einheiten mit Dieselmotor. Der eigens entwickelte Boxer wird aktuell nur noch im Forester angeboten, zuletzt flog er mit dem Modelljahreswechsel auch beim Outback aus dem Programm. Die Umstellung des Selbstzünders auf die Abgasnorm Euro 6d-TEMP wäre für die geringen Verkaufszahlen nicht mehr wirtschaftlich darstellbar gewesen.

In Zukunft wird auch Subaru auf eine teilweise Elektrifizierung der Modellpalette setzen. Das hat der Hersteller jetzt im Rahmen einer Strategiepräsentation für die kommenden Jahre angekündigt. 2018 wurden mit dem XV und dem verwandten Impreza die ersten Modelle auf Subarus neuer Plattform, die künftig sämtliche Modelle der Marke tragen soll, vorgestellt. In den USA wird aktuell ein siebensitziges SUV-Modell namens Ascent auf gleicher Basis eingeführt, der Nachfolger des auch bei uns erhältlichen Forester kommt dort in Kürze und bei uns 2019 zu den Händlern.

Mit Impreza und XV begann eine Modelloffensive

Toyota Prius als Organspender Erster Plug-in Hybrid von Subaru

Das sieht Subaru als Startschuss für eine Modelloffensive, die über die nächsten Jahre für Wachstum sorgen soll. In jedem Jahr will man ein neues Modell zeigen, einen genauen Fahrplan bleiben die Planer aktuell aber schuldig.

Für das Jahr 2024 stellt die Präsentation die Vorstellung eines „global strategisch wichtigen SUV“ vor. Darin dürfte dann auch ein neuer Boxermotor mit Turbolaufladung und kleinerem Hubraum arbeiten, der Anfang der 2020er Jahre die aktuellen Antriebseinheiten ablösen soll Der Downsizing-Motor dürfte auch den Platz des Verbrenners in Hybriden und Plug-in Hybriden von Subaru einnehmen, die ebenfalls Anfang des kommenden Jahrzehnts auf den Markt kommen sollen. Auch ein reines Elektroauto ist geplant

Wie bereits berichtet kommt in den USA schon Ende 2018 ein erster Plug-in Hybrid auf den Markt, der wohl auf dem aktuellen XV (in den USA als Crosstrek verkauft) basiert. Hierbei nutzt Subaru die Hybridtechnik des Toyota Prius. Toyota ist Anteilseigner von Subaru.

Enge Zusammenarbeit mit Toyota

07/2018, Subaru STEP Zukunftsplan Foto: Bernd Conrad
Der Subaru BRZ wird baugleich auch als Toyota GT86 verkauft.

Die Zusammenarbeit beider Firmen hat auch das Sportwagenduo Subaru BRZ / Toyota GT86 hervorgebracht. Das kleine Coupé mit Hinterradantrieb wurde weitgehend von Subaru entwickelt und wird dort auch gebaut. Dem Zukunftsplan von Subaru ist zu entnehmen, dass dies auch beim Nachfolger der Fall sein wird. Außerdem soll in den Bereichen Connected Cars und weiteren Zukunftstechnologien eng mit Toyota zusammengearbeitet werden.

Im Jahr 2020 möchte Subaru automatisiertes Fahren nach Level 2, also zum Beispiel einen Autobahnassistenten anbieten. Bei dieser Stufe steuert der Computer das Fahrzeug, der Mensch muss das Geschehen jedoch ständig überwachen und bereit sein, das Kommando wieder selber zu übernehmen. Für 2024 planen die Japaner eine Automation nach Level 4, wobei als Einsatzgebiet das selbsttätige Ein- und Ausparken des Fahrzeugs genannt wird.

Auch dabei soll stets ein Allradsystem das Auto antreiben. Der Markenkern bei Subaru soll also nicht verwässert werden. Gut möglich ist aber, dass man bei den Hybridmodellen auf einen elektrischen Allrad setzt, bei dem der Elektromotor die Hinterachse zuschaltet.

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