Ein Instagram-Video zeigt den Mazda 767B #203 im Fahrerlager von Laguna Seca, dann schlagen Flammen aus dem Prototyp. Crew-Mitglieder rennen heran und löschen das Feuer mit Feuerlöschern. Der Vorfall passierte bei der Monterey Motorsports Pre-Reunion, einer Auftakt-Veranstaltung zur Monterey Car Week.
Niemand verletzt
Das Rennteam meldet, dass sich niemand verletzt hat. Gleichzeitig streicht die Crew alle weiteren Fahrten im Rahmen der Rolex Motorsports Reunion. Der 767B ist mindestens für den Rest der Woche außer Gefecht.
"Er wird wieder singen"
Die Mannschaft betont den historischen Wert des Autos und den emotionalen Stellenwert im Team. Sie restauriert #203 erneut und bringt ihn zurück. Das Team formuliert es so: "restored once more, and sing again" – auf Deutsch: "Er wird noch einmal restauriert – und wird wieder singen."
Brandursache unbekannt
Die Ursache des Brandes ist unbekannt. Der 767B hatte bereits ein paar Runden auf der Strecke gedreht, weshalb ein Öl- oder Kraftstoffaustritt als wahrscheinlich gilt. Heiße Komponenten im Antriebsbereich könnten die Flüssigkeiten entzündet haben. Die genauen Schäden scheint das Team noch zu untersuchen.
Ghost Riders Squad fährt den 767B regelmäßig
Der 767B gehört dem Rennteam Ghost Riders Squad und taucht häufig bei Track-Events in den USA auf. Das Auto lebt also – seine Betreiber gehen damit allerdings auch das Risiko eines Verlustes wegen Zerstörung ein. Das zeigte bei den 767B-Modellen bereits ein anderer Vorfall: 2015 verunglückte ein anderer Mazda 767B beim Goodwood Festival of Speed und schlug in der Molecomb-Kurve in Strohballen ein. Es gab keine Verletzten, aber das Auto war stark zerstört.
767B als Schritt Richtung 787B-Le-Mans-Sieg
Mazda entwickelte den 767 (ab 1988) als Nachfolger des 757 für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans und die IMSA-GTP-Klasse. Die Japaner setzten dabei auf den 13J-Vierrotor-Wankel mit zirka 600 PS. 1989 überarbeitete Mazda das Auto zum 767B, ließ es unter anderem bei den 24 Stunden von Daytona antreten und schickte es erneut nach Le Mans. 1991 gewann dann der deutlich jüngere 787B die 24 Stunden von Le Mans. Einen 777B hat Mazda nie aufgelegt – die Japaner empfanden den Entwicklungssprung vom 767B zum 787B als groß genug, um die 777B auszulassen. Gerüchteweise galt den Namensgebern die 777 mit "Nana-Nana-Nana" als im Japanischen auch als zu unbequem auszusprechen.

Für den Antrieb ist im Mazda 767B ein Wankelmotor zuständig - im Bild der für Messungen geöffnete Motor des 787B.
Mazda zeigte den R26B-Wiederaufbau
Im April erlaubte Mazda einen Blick hinter die Kulissen der Vermessung des Wankelmotors eines der 1991er-Le-Mans-Autos: Ein kurzes Video zeigt, wie Spezialisten den Vierrotor-R26B zerlegen, vermessen und wieder aufbauen. Wie Ghost Riders Squad, so hält auch Mazda seine Rennwagen fahrfähig und lässt sie nicht als reine Museumsstücke enden. Für den 767B hat Ghost Riders Squad eine vollständige Restauration und ein Comeback versprochen.












