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Electric Brand X-Bus: Modulares E-Auto kommt 2022

Electric Brand X-Bus Dieses kleine E-Auto kann Camper oder Kipper!

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Das deutsche Unternehmen Electric Brand aus Izehoe entwickelt mit dem X-Bus ein modulares Elektroauto für den gewerblichen und privaten Einsatz. Im zweiten Halbjahr 2021 soll die Serienfertigung beginnen, auf den Markt kommt das Modell dann Mitte 2022.

Zugelassen wird der X-Bus, der zuvor noch als "eBussy" firmierte, in der Leichtfahrzeugklasse L7e – wie z.B. auch der Renault Twizy. Im Fahrgestell wird eine Batterie mit 10 bis 30 kWh Speicherkapazität eingebaut, die Kobaltfreie Lithium-Ionen-Zellen kommen von den Produzenten Samsung SDI und Sanyo. Der modulare Aufbau sieht bis zu 24 Akkupakete mit jeweils 1,25 kWh vor.

Der Elektroantrieb mit vier Radnaben-Motoren von Schaeffler soll eine maximale Leistung von 15 kW (20 PS) bringen und den X-Bus auf 100 km/h beschleunigen. Als Peak-Power liegen 56 kW (76 PS) an. Das Drehmoment beträgt 1.000 Nm. Die Reichweite gibt der Hersteller je nach Akku und Aufbau mit bis zu 600 Kilometer an. Solarzellen am Fahrzeug sollen unter idealen Wetterbedingungen pro Tag 13 kWh Strom für den Antrieb erzeugen können. Der Verbrauch liegt übrigens angeblich nur bei 5 – 10 kW pro 100 Kilometer.

Die AC-Ladezeit mit 220 Volt beträgt zwei bis fünf Stunden, mit 11 kW deutlich kürzer. Dazu will das Unternehmen noch eine Akku-Tausch-Infrastruktur aufbauen, die den Batterietausch innerhalb von wenigen Minuten ermöglicht.

Nur 3,95 Meter lang

Den X-Bus soll es in acht verschiedenen Aufbauten geben. Als Bus, Kipper, Koffer, Universal, Pick-up sowie Pick-up mit Doppelkabine, Cabrio und Camper. Die Ausgangsbasis soll mit einer Länge von 3,95 Metern kompakt genug für den innerstädtischen Verkehr sein. Die einzelnen Aufbauten können das Fahrzeug verlängern. Der Umbau soll einfach vonstattengehen. Einen unter der Woche für den gewerblichen Transport eingesetzten Kipper könnte man also am Wochenende als kleinen Bus für den Personentransport einsetzen, ohne das Grundfahrzeug zu wechseln.

Mit dem Modul-Fondkabine, das hinter der ersten Sitzreihe eine zweite ermöglicht und einem Kofferraummodul, entsteht ein klassischer Bus mit zwei Seitentüren und großer Heckklappe. Durch Umklappen der zweiten Sitzreihe und der Beifahrersitzlehne wird diese Variante zum Raumwunder mit mehr als drei Kubikmeter Ladevolumen.

7/2020, eBussy
emobs
Ein Fahrgestell mit Pritsche könnte am Wochenende in einen kleinen Bus umgebaut werden.

Der Campingbus bietet eine 2,10 Meter lange und 1,30 Meter breite Liegefläche. Für ihn ist ein Preis von 28.800 Euro angekündigt. Der Basis-X-Bus als Kabine mit Fahrgestell soll bei unter 20.000 Euro starten. Außerdem bietet Electric Brand neben der Straßen-Version noch ein Geländefahrgestell mit 10 mm mehr Bodenfreiheit an.

Im X-Bus finden maximal drei Personen Platz, bis zu 1.000 Kilo Zuladung sind möglich. Der X-Bus ist 3,96 Meter lang, 1,64 Meter breit und 1,96 bzw. 203 m hoch. Der Radstand beträgt 2,20 Meter.

150.000 X-Busse in fünf Jahren

Das Unternehmen plant den Start der Serienfertigung am Produktions-Standort in Izehoe im ersten Halbjahr des Jahres 2022. Die Stückzahl der produzierten X Bus in den nächsten fünf Jahren gibt der Hersteller mit über 200.000 Stück an.

Beim Vertrieb setzen die Planer auf bestehende Strukturen, bestehenden Autohäuser sollen die Fahrzeuge von Electric Brand als zusätzliche Marke mit ins Programm nehmen. Schon heute sollen es in Deutschland circa 80 Standorte sein, die für den Verkauf der Elektroautos bereit sind.

Fazit

Deutsche Elektroauto-Start-ups hatten es in letzter Zeit nicht einfach. Der gefeierte Streetscooter wird eingestellt, E-Go führt eine Insolvenz in Eigenverwaltung durch. Sono Motor hinkt den selbst gesteckten Zeitplänen hinterher.

Der X-Bus spricht vornehmlich Gewerbekunden an, das modulare Aufbaukonzept verspricht aber eine hohe Flexibilität bis hin zum keinen Campervan für private Käufer. Zusammen mit der Vertriebsexpertise in bestehenden Autohäusern könnte das dem X-Bus zum Erfolg verhelfen.

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