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Ford Mustang Mach-E: Probleme mit der 12-V-Batterie

Akkuprobleme beim Ford Mustang Mach-E Im Tiefschlaf wegen der 12-Volt-Batterie

Einige amerikanische Mustang Mach-E-Fahrer können ihr Elektroauto nicht fahren, obwohl der Akku voll geladen ist. Schuld sind die Software und die "kleine" Zwölf-Volt-Batterie.

Ford und seine elektrifizierten Autos, das ist bisher eine Geschichte voller Stolpersteine für den US-Hersteller. Beispiele gefällig? Wegen Brandgefahr durften die Besitzer eines Kuga Plug-in-Hybrids ihre Autos zeitweise nicht mehr aufladen; als Folge verhängte Ford einen Verkaufsstopp, musste deren Batterien tauschen und verhängte ein freiwilliges Entschädigungs-Programm. Ein solches gab es auch für mehrere tausend US-Kunden des Elektro-SUVs Mustang Mach-E, da sich dessen Marktstart aufgrund mehrerer Probleme enorm verzögerte.

Hauptakku voll, Zwölf-Volt-Akku leer

Doch auch einige Autos, die sich bereits in Kundenhand befinden, machen Sorgen. Wie Ford der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bereits bestätigte, kann sich beim Mustang Mach-E die Zwölf-Volt-Batterie entladen, während der "große" Hochvolt-Traktionsakku aufgeladen wird. Was zu der kuriosen Situation führt, dass sich das Elektroauto nicht starten und fahren lässt, obwohl der Hauptakku genügend Energie bereithält.

Ford Mustang Mach-E, Interieur
Frank Ratering
Irgendwo hinter dem Front-Kofferraum befindet sich die Zwölf-Volt-Batterie.

Doch warum brauchen E-Fahrzeuge den schweren und unhandlichen Akku-Quader überhaupt noch, wo sie doch über einen riesigen Energiespender verfügen, mit dem sie sogar mehrere hundert Kilometer am Stück fahren können? Die "kleine" Bleisäure-Batterie ist in Elektroautos weiterhin installiert, weil sie die Funktionen mit Niedrigspannung mit der nötigen Energie versorgt; beispielsweise die Zentralverriegelung, das Innenlicht oder die Instrumente. Ist sie "tot", lässt sich das Auto nicht starten – genau wie bei einem herkömmlichen Verbrenner-Modell.

Fremdstarten ist theoretisch möglich

Bei E-Autos wie dem Ford Mustang Mach-E zieht sich der Zwölf-Volt-Akku seine Energie mangels Lichtmaschine aus der Traktionsbatterie. Doch unter bestimmten Umständen, beispielsweise bei sehr kalten Temperaturen, verhindert dies eine fehlerhafte Programmierung der Kontroll-Software für den Antriebsstrang, sobald das Auto am Ladekabel hängt. Mit dem Ergebnis, dass sich der Elektro-SUV nicht starten lässt. Besitzer eines Mustang Mach-E berichten in Foren, dass die mit dem Auto verbundene App anzeigt, dass sich der Ford unter diesen Umständen im "Tiefschlaf"-Modus befindet.

fact
Fremdstarten wäre theoretisch möglich, aber mit großem Aufwand verbunden.

Theoretisch könnten andere Autos – ebenfalls auf bekannte Art und Weise – zwar Starthilfe geben. Aber dies wäre mit erheblichem Aufwand verbunden, da der Zwölf-Volt-Akku tief im Auto versteckt untergebracht ist und dazu der vordere Kofferraum geöffnet werden muss, der jedoch mithilfe der Batterie elektrisch ver- und entriegelt wird. Ford rät jedoch davon ab; stattdessen sollen betroffene Mustang Mach-E-Besitzer ihre Autos in die Vertragswerkstatt bringen. Dort erhalten sie nicht nur Starthilfe, sondern auch direkt eine neu programmierte Software für mehrere Steuergeräte. Die entsprechenden Updates soll es später auch "over the air" geben.

Aktuell ist unklar, wie viele Exemplare des Mustang Mach-E von dem Akkuproblem betroffen sind. Ford spricht von einer "kleinen Anzahl" an Autos, die vor dem 3. Februar 2021 produziert wurden. Danach gebaute Autos sollen den Fehler nicht mehr aufweisen. Gleiches gilt für EU-Fahrzeuge. Das oben beschriebene Software-Update wird auf alle nach Europa exportierten Mach-E vor der Auslieferung auf den jeweiligen Einzelmärkten aufgespielt. Dies geschieht noch im Hafen von Antwerpen, wo die in Mexiko gebauten Mustang Mach-E erstmals europäisches Festland befahren.

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Fazit

Mit entladenen Zwölf-Volt-Batterien hatte wahrscheinlich jeder Autofahrer schon einmal zu kämpfen. Dass dieses Problem auch bei High-Tech-Elektroautos auftreten kann, wirkt im ersten Moment allerdings überraschend. Und dass ausgerechnet der Mustang Mach-E davon betroffen ist, fügt dem holprigen E-Auto-Start der Marke Ford ein weiteres kurioses Kapitel hinzu.

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