Suzuki Swace, Exterieur Dino Eisele
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Suzuki Swace, Exterieur 12 Bilder

Suzuki Swace 1.8 Hybrid im Test

Suzuki Swace 1.8 Hybrid im Test Corolla mal anders

Neu im Angebot der Japaner: ein leicht modifizierter Toyota Corolla Kombi mit Hybridantrieb. Test.

Kleine Bastelanleitung für angehende Autobauer: Man nehme einen Toyota Corolla TS mit dem 1.8er-Hybridantrieb, verpasse ihm eine neue Frontschürze, eine erweiterte Serienausstattung, streiche sämtliche Aufpreis-Extras und -Linien außer den Lackfarben und überklebe die Toyota- mit Suzuki-Emblemen – mal mehr, mal weniger diskret. Fertig ist der Suzuki Swace.

Wie er sich so fährt? Trommelwirbel: genauso wie sein Toyota-Genspender. Das Fahrwerk federt prinzipiell ordentlich, reicht kurze Stöße aber schon mal in die Sitze weiter. Die Lenkung ist gemütlich abgestimmt, liefert jedoch ausreichend Gefühl für den Hybrid-Kombi, der am Limit höchstens mal sanft ins Untersteuern abgleitet. Sportfest feiern andere. Das wird umso deutlicher, wenn man den Hybridantrieb fordert. Der schubst den 1.444 Kilogramm schweren Swace kraft seines E-Motors locker von der Ampel weg, schaltet rasch den 1,8-Liter-Sauger zu.

Dabei hält das CVT-Getriebe den Verbrenner mangels Drehmoment sehr häufig bei konstant hohen Drehzahlen. Um 1,4 Sekunden verfehlt er die Werksangabe auf 100 km/h, und bis 140 km/h nimmt er sich behutsame 28,4 Sekunden – was lange währt, wird vielleicht mal gut, aber nicht unbedingt schnell. Entsprechend unwohl fühlt sich der Swace auf der Autobahn, auch weil sein serienmäßiger Adaptivtempomat auf freier Strecke bisweilen einfach mal grundlos abbremst oder ganz ausfällt.

Geräumig, aber tragschwach

Suzuki Swace, Interieur
Dino Eisele
Die dürftigen 391 Kilogramm Zuladung passen nicht recht zum geräumigen Ladeabteil (596 - 1.606 Liter).

Moderat bewegt gefällt der Antrieb mit geringem Verbrauch (Ecorunde: 5,1 l/100 km) und entspannter Arbeitsweise – gerade im nur kurzzeitig nutzbaren Elektro-Modus. Das Platzangebot entspricht gutem Klassenstandard, und auf den angenehm gepolsterten Vordersitzen fühlt man sich gut aufgehoben. Für Menschen ab 1,85 Meter Körpergröße wird der Kopfraum jedoch knapp im Fond, und die dürftigen 391 Kilogramm Zuladung passen nicht recht zum geräumigen Ladeabteil (596 Liter). Besser gelungen wirkt die Mittelkonsole mit Touchscreen und analoger Klimasteuerung, weil sie in Blickrichtung und Reichweite des Fahrers orientiert und leicht zu bedienen ist.

Ab Werk erhält der Swace eine bessere Ausstattung als der Corolla, kostet aber auch mehr. In der "Team Deutschland"-Ausstattung liegt der Toyota bei 29.780 Euro, erreicht mit dem Technik-Paket (990 Euro) das Level des Suzuki, unterbietet ihn dann immer noch um 580 Euro – inklusive originaler Markenembleme.

Fazit

Wer es nicht eilig hat und nicht schwer transportiert, findet im Swace einen relativ sparsamen und gemütlichen Kombi, der bei Toyota aber günstiger zu haben ist – zumindest laut Preisliste.

Technische Daten

Suzuki Swace 1.8 Hybrid Comfort+
Grundpreis 31.350 €
Außenmaße 4655 x 1790 x 1460 mm
Kofferraumvolumen 596 bis 1606 l
Hubraum / Motor 1798 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 72 kW / 98 PS bei 5200 U/min
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
0-100 km/h 12,5 s
Verbrauch 3,4 l/100 km
Testverbrauch 6,6 l/100 km
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