BMW in der Krise: Diesen Modellen könnte es an den Kragen gehen

BMW in der Krise
Diesen Modellen könnte es an den Kragen gehen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.08.2026
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Mit der Neuen Klasse steht BMW am Anfang einer riesigen Umwälzung im Modellprogramm. Bis Ende 2027 wollen die Bayern 40 neue oder technisch überarbeitete Modelle an den Start bringen.

Bereits jetzt ist das Portfolio üppig aufgestellt. Es reicht vom 1er über 2er, 3er, 4er, 5er, 7er hin zu den X-Modellen 1, 2, 3, 5, 6 und 7 sowie dem iX, dem iX3, dem i3 und dem Super-SUV XM. Dabei werden viele Baureihen in unterschiedlichen Karosserievarianten sowie mit diversen Antriebsoptionen angeboten. Der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic hat aber schon angekündigt, dass man im Rahmen der anstehenden Sparbemühungen auch die Modellpolitik auf den Prüfstand stellen muss. Sprich: Es werden nicht alle BMW-Modelle oder Baureihenderivate eine Zukunft haben.

Z4, X4 und 8er bereits weg

Einen Teil der Streicharbeit hat bereits Ex-BMW-Chef Oliver Zipse eingeleitet. Die Produktion des BMW Z4 wurde Ende März 2026 bei Magna in Steyr eingestellt. Fans des Zweisitzers werden noch mit Bestandsfahrzeugen und einer Final Edition bedient. Einen Nachfolger für den Z4 wird es nach aktueller Entscheidungslage nicht geben. Bereits nicht mehr zu haben ist der BMW 8er. Hier endete die Produktion im April. Entfallen sind damit das Coupé, das Cabrio und auch das viertürige Gran Coupé. Letzte 8er-Zuckungen kommen nur noch in Form der Exklusiv-Modelle Speedtop und Skytop. Die von vielen erhoffte 8er-Fortsetzung in Form eines Alpina wird nicht kommen, weil eben der 8er als Basis fehlt. Die entsprechende Vision BMW Alpina Coupé-Studie gibt nur die Stoßrichtung für Alpina vor, wird aber nicht in ein konkretes Serienmodell münden.

Ebenfalls bereits entfallen ist das vom X3 abgeleitete X4 SUV-Coupé. Hier bringen die Bayern allerdings eine vom iX3 abgeleitete Variante unter dem Namen iX4, die diese Position, dann allerdings rein elektrisch auffüllt.

Fragezeichen hinter iX und XM

i und X bringt uns gleich zum nächsten möglichen Streichfall. Mit der Präsentation des neuen X5, der als iX5 auch rein elektrisch zu haben ist, bekommt der BMW iX eine starke hauseigene Konkurrenz. Beide haben in etwa das gleiche Format und die gleiche Zielgruppe. In den USA hat BMW den iX, allerdings maßgeblich beeinflusst durch die geänderten Rahmenbedingungen und den Wegfall der E-Auto-Förderung, bereits aus dem Programm gestrichen. Wie lange der im Frühjahr 2025 überarbeitete iX in Europa noch im Programm bleibt, ist ungewiss. Eine Anfrage dazu an BMW blieb bisher unbeantwortet. Mittelfristig werden aber der iX5 und ein iX7 als Teil der kommenden Neue-Klasse-Generation den iX ablösen.

Als potenzieller Streichkandidat wird bereits seit geraumer Zeit der BMW XM gehandelt. Hier sind vor allem die schwachen Absatzzahlen des Riesen-SUV ausschlaggebend. In den USA hält BMW mit einer massiven Preissenkung dagegen, in Europa wird die Auswahl reduziert. Ob das für eine langfristige Zukunft reicht, werden die Kunden entscheiden.

Quo vadis 2er AT und i4

Einen schweren Stand hat auch der BMW 2er Active Tourer (AT). Im margenstarken Kompaktsegment hat BMW mit X1 und X2 zwei erfolgreiche SUV-Modelle am Start, die dem 2er AT das Leben schwer machen. Die zweite Generation des 2er AT ging 2022 an den Start und dürfte entsprechend einen bis etwa 2028 ausgelegten Modellzyklus haben.

Entfallen könnte auch der BMW i4. Das Elektromodell galt bislang als rein elektrische Alternative für all diejenigen, die einen 3er mit E-Antrieb haben wollten. Der kommt jetzt allerdings in Form des neu vorgestellten i3, der das Neue-Klasse-Konzept schon vollständig umsetzt. Zudem werden von diesem auch wieder elektrische 4er abgeleitet. Das i4 Cabrio haben wir bereits als Erlkönig erwischt.

Fazit