Doppel-Rückruf VW Tayron: Airbag-Probleme, Diffusor kann abfallen

Doppel-Rückruf VW Tayron
Airbag-Probleme, Diffusor kann abfallen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.06.2026
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Der Familien-SUV Tayron von VW ist aktuell von gleich zwei Rückrufmaßnahmen betroffen, die auf fehlerhafte Montage zurückzuführen sind. Konkret geht es um die Befestigungen des Heckdiffusors und der Kopfairbags in der zweiten Sitzreihe. Beide Rückrufe werden vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht.

Verkleidungsteil kann abfallen

Das Problemfeld des Heckdiffusors beschreibt das KBA nüchtern folgendermaßen: "Aufgrund eines Montagefehlers wurde der Heckdiffusor nicht ordnungsgemäß befestigt. Der Heckdiffusor kann sich während der Fahrt komplett vom Fahrzeug lösen und in den Verkehrsraum geraten." Dieses "in den Verkehrsraum geraten" bedeutet: Das Bauteil kann einfach abfallen und bei voller Fahrt auf der Straße landen und den nachfolgenden Verkehr gefährden.

Die zweite Rückrufaktion betrifft die hinteren Kopfairbags, hier beschreibt das KBA das Problem folgendermaßen: "Die Kopfairbags in der zweiten Sitzreihe wurden nicht korrekt montiert. Im Falle einer Auslösung besteht erhöhte Verletzungsgefahr durch die verminderte Schutzwirkung." Sowohl bei den Airbag-Problemen wie beim Heckdiffusor sind laut Behördenangaben keine Vorfälle mit Sach- und/oder Personenschäden bekannt.

Weltweit betroffene Fahrzeuge:

  • Kopfairbags: 4.478
  • Heckdiffusor: 11.568

Deutschlandweit betroffene Fahrzeuge:

  • Kopfairbags: 1.712
  • Heckdiffusor: 5.110

Bauzeitraum betroffener Modelle:

  • Heckdiffusor: 24.11.2024 – 21.05.2025
  • Kopfairbags: 18.12.2024 – 01.02.2025

Das KBA führt die Rückrufaktionen unter den Refererenznummern 15220R (Diffusor) und 14844R (Airbags). Die entsprechenden Rückrufcodes von VW sind 66A1 und 690X. In beiden Fällen wird in der Werkstatt die Befestigung der jeweiligen Bauteile überprüft und gegebenenfalls nachgebessert. Eine Anfrage von auto-motor-und-sport.de an VW unter anderem über Umfang und Dauer der Werkstattarbeiten blieb bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags unbeantwortet.

Betroffene Fahrzeughalter werden vom Hersteller über die Rückrufmaßnahme informiert, mit den genannten Rückrufcodes kann die Vertragswerkstatt Auskunft geben, ob das eigene Fahrzeug betroffen ist.

Fazit