Foxconn und EMP: Elektro-SUV aus Polen ab 2029

Foxconn und EMP
Elektro-SUV aus Polen ab 2029

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.06.2026
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Foxconn Foxtron Model B
Foto: Foxconn

Polen unternimmt einen neuen Anlauf für eine eigene Elektroautofertigung. Bereits im August 2020 wurde dazu mit ElectroMobility Poland (EMP) ein Joint-Venture von mehreren staatlichen Energieunternehmen gegründet. Infolge dessen hatte das Unternehmen unter dem Namen Izera zwei Designstudien vorgestellt. Als Technikpartner war seinerzeit noch Geely mit im Boot. 2023 sollte die Produktion in Polen anlaufen, wurde dann auf Ende 2025 verschoben. Bereits 2024 wurde allerdings das Projekt mit Geely eingestellt.

Foxconn als Partner

Im Mai 2026 verkündete der taiwanesische Auftragsfertiger Foxconn, dass man mit EMP eine strategische Partnerschaft geschlossen habe. Geprüft werden sollte die Entwicklung eines Produktions- sowie Forschungs- und Entwicklungszentrums für Elektrofahrzeuge in Polen. Foxconn erklärte seine EV-Plattformen sowie seine Entwicklungs-Expertise einzubringen, um eine KI-gestützte Fertigungsstätte aufzubauen.

Mitte Juni 2026 verkündete der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, der mit Foxconn auch über den Bau einer Halbleiterfabrik in Polen verhandelt, dass beim Thema Automobilbau wohl eine Entscheidung gefallen sei. Man werde mit Foxconn Jaworzno ein großes Zentrum aufbauen, das in das gesamte Industrie- und Technologieökosystem der Stadt und der Region eingebunden sein wird, sagte Tusk gegenüber Polskieradio. Geplant seien Elektro-Fahrzeuge, voraussichtlich drei Modelle der Mittelklasse, darunter SUVs.

Produktion ab 2029

Der Baubeginn für die Produktionsanlagen wurde auf das Frühjahr 2027 datiert. Voraussetzung sei allerdings die Unterzeichnung eines Joint-Venture-Vertrags mit dem taiwanischen Partner im Herbst. Die Produktion am Standort Jaworzno könnte dann 2029 anlaufen. Foxconn würde über seine Automobiltochter Foxtron die elektrischen Plattformen stellen. Langfristig soll ein wachsender Teil der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Polen durchgeführt werden. Nach Angaben von EMP soll die zweite Generation der Plattformen bereits zu rund 70 Prozent unter Beteiligung polnischer Ingenieure entstehen. Die Investition soll gemeinsam mit Foxconn finanziert werden.

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