Ganzjahresreifen: Der Reifenwechsel entfällt - leider nicht

Ganzjahresreifen
Der Reifenwechsel entfällt - leider nicht

ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.07.2026
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Reifen wechseln
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Autoclubs und Reifenhersteller empfehlen, die Räder in festen Abständen zwischen Vorder- und Hinterachse umzusetzen. Dadurch soll sich der Verschleiß gleichmäßiger verteilen und die Laufleistung der Reifen erhalten bleiben.

Der Grund liegt in der unterschiedlichen Belastung der Achsen. Vor allem bei Fahrzeugen mit Frontantrieb übernehmen die Vorderreifen den größten Teil der Lenk-, Brems- und Antriebskräfte. Sie verschleißen deshalb häufig schneller als die Hinterreifen. Werden die Reifen über Jahre hinweg nicht umgesetzt, kann sich dieser Unterschied weiter verstärken.

Wechselintervall richtet sich nach der Laufleistung

Als Orientierung nennt der ADAC einen Wechsel der Ganzjahresreifen nach etwa 10.000 bis 15.000 Kilometern. Wer häufig Kurzstrecken fährt oder ein schweres Fahrzeug bewegt, etwa ein Elektroauto, sollte die Reifen gegebenenfalls früher kontrollieren und tauschen lassen.

Wie die Räder getauscht werden, hängt von der Reifenbauart ab. Laufrichtungsgebundene Reifen wechseln in der Regel auf derselben Fahrzeugseite von vorne nach hinten. Bei anderen Reifen sind weitere Rotationsmuster möglich. Maßgeblich sind die Vorgaben des Reifen- oder Fahrzeugherstellers.

Reifen wechseln
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Zwei neue Reifen gehören auf die Hinterachse

Steht nur der Austausch von zwei Reifen an, empfehlen ADAC und Reifenhersteller, die neuen Reifen hinten zu montieren. Die bisher auf der Hinterachse gefahrenen Reifen wechseln nach vorne, sofern sie noch ausreichend Profil besitzen.

Diese Vorgehensweise dient der Fahrstabilität. Reifen mit der größeren Profiltiefe auf der Hinterachse können insbesondere auf nasser Fahrbahn mehr Seitenführung bieten und das Risiko eines instabilen Fahrverhaltens verringern.

Luftdruck und Profiltiefe nicht vergessen

Unabhängig von der Reifenrotation sollten Autofahrer den Reifendruck etwa einmal pro Monat sowie vor längeren Fahrten kontrollieren. Ein falscher Luftdruck erhöht den Verschleiß und kann das Fahrverhalten sowie den Kraftstoffverbrauch beeinflussen.

Ebenso empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick auf die Profiltiefe. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter. Der ADAC rät jedoch dazu, Reifen insbesondere vor der Wintersaison bereits deutlich früher zu ersetzen, weil ihre Haftung mit zunehmendem Verschleiß nachlässt.

Fazit