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Wegen Chipmangel: Auto-Lieferzeiten von bis zu 14 Monaten

Chip-Mangel Bis zu 14 Monate Lieferzeit für Neuwagen

Die Lieferzeiten für bestimmte Neuwagen werden immer länger, weil die Produktion aufgrund des Chip-Mangels stockt. Inzwischen gibt es bei einzelnen Modellen Wartezeiten von bis zu 14 Monaten.

Das zeigt eine Marktübersicht in der aktuellen Ausgabe von AUTO STRASSENVERKEHR (20/2021). Demnach müssen die Hersteller aufgrund der geringen Verfügbarkeit von Halbleitern – dem Hauptbestandteil von Mikrochips – entscheiden, welche Modelle sie produzieren und welche Bänder aktuell stehen bleiben. "Es wird gerade priorisiert, wo die Chips hingehen", sagt Philipp Sayler von Amende, Chef der Online-Neuwagenbörse carwow.de. Vor allem margenträchtige Modelle würden derzeit mit noch relativ kurzen Lieferzeiten angeboten. Darunter fallen natürlich volumenstarke Baureihen, aber auch Elektroautos. Bei diesen Baureihen liegen die Wartezeiten bei üblichen ein bis zwei Monaten.

Bei anderen Fahrzeugen beträgt die Lieferfrist jedoch schon über ein Jahr. Zwischen 12 und 14 Monaten wartet man derzeit auf die Audi-Modelle E-Tron GT und den Q4 E-Tron, den Dacia Spring und den Mercedes A 250 E. Acht oder neun Monate betragen die Lieferzeiten für Modelle wie den Citroën C4, Peugeot 3008, die BMW-Modelle I4 und IX, den Opel Zafira E Life, Audis E-Tron und das Model S von Tesla. Auf die elektrisch angetriebenen VW-Modelle ID.3 und ID.4 muss man aktuell ein halbes Jahr lang waren.

Besserung erst 2023 oder 2024 in Sicht

Zwar zieht die Halbleiterproduktion an, doch als die Fahrzeugproduktion während der Coronakrise stark einbrach, haben sich Hersteller aus der Kommunikations- und Unterhaltungselektronik Produktionskapazitäten reserviert. Die weltweite Halbleiterproduktion ist so stark ausgelastet, dass die Autoindustrie derzeit hinten in der Schlange steht. Die Marktbeobachter von Alix-Partners gehen davon aus, dass der Halbleitermangel 2021 zu einem Ausfall von rund vier Millionen Neuwagen führen wird – was einem Verlust von etwa 90 Milliarden Euro entspricht. Die Analysten von Gartner haben errechnet, dass mit einer Erholung frühestens für die Jahre 2023 oder 2024 zu rechnen ist.

Das hat auch Auswirkungen auf die Rabatte bei Neuwagen. Denn ist die Nachfrage höher als das Angebot, verlieren Nachlässe ihre Bedeutung – ein Trend, der gerade feststellbar ist. Denn nach Jahren hoher Abschläge stagnieren derzeit die Rabatte oder werden sogar zurückgefahren.

Mehr zu den aktuellen Lieferzeiten und eine große Übersicht zu den Wartezeiten zahlreicher Modelle lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von AUTO STRASSENVERKEHR, Heft 20/2021.

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Wegen der Halbleiterkrise sind Mikrochips Mangelware. Da sich die Autoindustrie nicht rechtzeitig mit Nachschub eingedeckt hat, stehen mittlerweile einige Bänder still und Autokäufer müssen in einigen Fällen über ein Jahr aufs neue Auto warten. Die Situation hat auch Einfluss auf die Preisnachlässen, die zum Teil stark schrumpfen.

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