Sticheleien gegen GM und Toyota: Ford-Chef fordert Strafen für US-Importeure

Sticheleien gegen GM und Toyota
Ford-Chef fordert Strafen für US-Importeure

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.07.2026
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Jim Farley - CEO Ford - Global Kickoff
Foto: Ford

Auf dem nordamerikanischen Markt regelt die Handelsbeziehungen zwischen den USA, Kanada und Mexiko das Freihandelsabkommen USMCA (United States–Mexico–Canada Agreement), das in seiner jüngsten Form am 1. Juli 2020 in Kraft getreten war. Am 1. Juli 2026 hatte die US-Regierung unter Donald Trump angekündigt, das Abkommen in seiner jetzigen Form nicht über 2036 hinaus verlängern zu wollen. Anstelle einer Verlängerung wollen die USA den Wirtschaftspakt mit Mexiko und Kanada künftig jährlich überprüfen. Ein neues Abkommen soll vor allem den USA bessere Konditionen sichern.

Mehr Vorteile für US-Produzenten

Auch wenn es bis zu einem neuen Freihandelsabkommen noch ein langer Weg ist, bringt sich Ford-Chef Jim Farley im Vorfeld der ersten Verhandlungsrunden bereits mit ersten Vorschlägen in Stellung. Gegenüber dem US-Sender CNBC forderte der Manager gleiche Wettbewerbsbedingungen für importierte Autos zu schaffen, die auf dem US-Markt angeboten werden. Farley erklärte, dass Unternehmen, die nicht in den USA produzieren mit gewissen Nachteilen belegt werden sollten. Im Gegenzug kann er sich aber auch Belohnungen für die Hersteller vorstellen, die, wie immer wieder von Donald Trump gefordert, in den USA fertigen. Konkreter wurde Farley aber nicht. Hintergrund ist der erhebliche Kostenvorteil, den eine Produktion in Ländern mit niedrigeren Lohnkosten mit sich bringt.

Ford hat nach eigenen Angaben im Jahr 2025 mehr als 2 Millionen Fahrzeuge in den USA gebaut und damit rund 80 Prozent des dortigen Fahrzeugabsatzes abgedeckt. Damit läge Ford an der Spitze aller Automobilhersteller. Ganz ohne Importe geht es aber auch bei Ford nicht. Rund 380.000 Modelle der Baureihen Bronco, Maverick und Mustang Mach-E wurden aus dem benachbarten Mexiko importiert. Das Verhältnis zwischen heimischer Produktion und Import läge aber immer noch bei 6:1, und darauf sei man stolz.

Spitze gegen GM und Toyota

Der Vorstoß Farleys dürfte sich gegen Wettbewerber GM richten. Der US-Autobauer war 2025 erneut der Spitzenreiter bei den US-Verkaufszahlen, gilt aber nach Toyota auch als größter Importeur. GM holte rund 1,17 Millionen Autos aus Südkorea und Mexiko in die USA. Dazu zählen beispielsweise beliebte Modelle wie Chevy Trax, Chevy Trailblazer, Buick Envista, Buick Encore GX, Chevy Silverado/GMC Sierra, Chevy Equinox, Chevy Blazer und GMC Terrain. Zusammen machten diese Fahrzeuge 41 Prozent des gesamten GM-Inlandsabsatzes im Jahr 2025 aus. Toyota, die Nummer 2 auf dem US-Markt, importierte 2025 rund 1,19 Millionen Fahrzeuge und damit 47 Prozent seines Inlandabsatzes.

Das aktuelle Freihandelsabkommen hatte übrigens Donald Trump in seiner ersten Präsidentschaft selbst auf den Weg gebracht und seinerzeit als das beste Abkommen, bezeichnet, das man jemals geschlossen habe.

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