VW T-Roc Cabrio läuft noch, aber nicht gut genug für Osnabrück

VW drosselt Produktion in Osnabrück
Was kommt nach dem T-Roc Cabrio?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.06.2026
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Volkswagen Werk Osnabrück
Foto: Volkswagen

Laut Medienberichten drosselt Volkswagen die Produktion im Werk Osnabrück. An dem ehemaligen Karmann-Standort baut der Autohersteller aktuell das T-Roc Cabriolet. Laut VW sinke saisonal bedingt die Nachfrage, der Werksurlaub werde deshalb um eine Woche verlängert, so NDR, KFz-Betrieb und Neue Osnabrücker Zeitung. Cabrios würden vor allem im Frühjahr und Sommer bestellt, im zweiten Halbjahr sinke die Nachfrage.

Betriebsrat und Aufsichtsrat fordern Perspektiven

Eine Sprecherin bestätigte laut NDR, dass es außerdem zusätzliche produktionsfreie Tage geben werde. Der Betriebsrat fordert für die 2.300 Beschäftigten eine "echte Perspektive". Olaf Lies (SPD), Ministerpräsident in Niedersachsen und Aufsichtsrat der Volkswagen AG, forderte laut NDR, "die Zukunftsfrage für den Standort Osnabrück dürfe nicht länger aufgeschoben werden. Die Beschäftigten bräuchten Klarheit und Perspektiven." Schon jetzt sei die Belegschaft durch die laut Betriebsrat "prekäre Lage" zu einer Vier-Tage-Woche gezwungen. Die Planung, dass die Produktionsvolumen bis September 2027 reichen, sei laut Betriebsrat "hinfällig", so kfz-betrieb.de. "Die Arbeit geht absehbar zur Neige", zitiert das Fachmagazin einen Sprecher des Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG.

Was passiert mit Osnabrück?

Bis ins kommende Jahr läuft die Produktion des T-Roc Cabrios, das noch auf dem Vorgängermodell des Kompakt-SUV basiert. Eine Produktion von Porsche 718-Modellen Cayman und Boxster endete im Oktober 2025. Was Volkswagen mit dem Werk vorhat, wenn das T-Roc Cabrio nicht mehr gebaut wird, ist weiterhin offen.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall war für den Standort im Gespräch, hat jedoch im März 2026 abgesagt. Laut einem Bericht der "Financial Times" könnte der israelische Iron-Dome-Hersteller Rafael Interesse am Werk Osnabrück haben. Bis Ende des Jahres soll eine Entscheidung fallen. Der ehemalige Karmann-Standort Osnabrück ist seit 2009 Teil des Volkswagen-Konzerns. Der 1901 gegründete Karosseriehersteller war schon davor mit VW verbunden, hatte vor allem Cabrios produziert und war 2009 in Insolvenz gegangen.

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