BMW i3 2019 (120 Ah) BMW
BMW i3 2019 (120 Ah)
BMW i3 2019 (120 Ah)
BMW i3 2019 (120 Ah)
BMW i3 2019 (120 Ah) 20 Bilder

BMW baut Elektroauto i3 weiter

Produktion in Leipzig läuft bis 2024 weiter

Der neue BMW-Chef Oliver Zipse gibt beim Konzernumbau Gas. Den i3 lässt er weiterbauen – ein klares Signal, wohin die Reise der Bayern geht. Und: In aufgefrischter Form soll der i3 dem neuen VW ID.3 technologisch überlegen sein.

BMWs Elektroauto i3 war bei seinem Produktionsstart 2013 seiner Zeit voraus. Aber gerade der wegweisende Leichtbau und die neue Plattform mit dem Einsatz von viel Karbon machten den Kleinwagen in der Produktion teuer. Deshalb gab es in letzter Zeit Gerüchte, BMW könnte den i3 einstellen.

Doch inzwischen hat der in Leipzig gebaute Elektriker wieder eine konkrete Perspektive. „Der i3 wird noch bis in das Jahr 2024 weitergebaut“, sagte Julian Friedrich, Sprecher des Werks in Leipzig, der „Leipziger Volkszeitung“. Zuvor betonte bereits der neue BMW-Chef Oliver Zipse in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.), dass der i3 schon jetzt eine Ikone sei. Dies sei bei einem gerade mal sechs Jahre alten Auto selten. Und weil Ikonen nach einer anderen Logik ticken, bekommen sie auch keinen Nachfolger im klassischen Sinne. Der i3 werde weiter gebaut und in Sachen Batterie und Bedienkonzept nochmal einen Sprung machen. Selbst dem neuen VW ID.3 werde der i3 technologisch überlegen sein, prophezeit Zipse.

BMW i3, Produktion, Montage
BMW
Der BMW i3 wird bereits seit 2013 in Leipzig gebaut.

In diesem Jahr habe der i3 bei den Verkäufen in Europa um 20 Prozent zugelegt – man wachse mit dem Elektroauto jedes Jahr. Die Investitionen sind längst abgeschrieben, jetzt verdiene man Geld. Da BMW in dem i3 noch Potential sieht, gebe man ihn nicht auf.

Letzte Modellpflege war 2018

Modellpflege bei einem Elektroauto heißt nicht unbedingt mehr Leistung; die Reichweite ist ein viel wichtigeres Thema. BMW legt jetzt beim i3 nun zum zweiten Mal nach: Der Lithium-Ionen-Akku im Fahrzeugboden wächst von 94 Amperestunden (Ah) auf 120 Ah. Gegenüber dem Ur-i3 verdoppelt sich damit die Kapazität. In Kilowattstunden hat der Akku nun mit 42,2 kWh gegenüber dem 2013 präsentierten Urmodell knapp 20 kWh dazugewonnen.

Reichweite und Ladezeit

Das Gewicht bleibt übrigens gleich, auch die Fahrleistungen ändern sich nicht: In 7,3 Sekunden beschleunigt der i3 von null auf 100 km/h. Das mit 184 PS um 17 PS stärkere S-Modell sprintet in 6,9 Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo. Die Reichweite steigt allerdings auf 359 Kilometer im NEFZ und 310 Kilometer nach WLTP. Im Alltag soll ein voller Akku laut BMW für 260 Kilometer reichen. Der Vorgänger mit 94 Ah kommt 200 Kilometer weit. Wichtig bei der i3-Architektur: Die Abmessungen des Akkus ändern sich nicht. Theoretisch wäre ein Akkutausch vielleicht möglich, beim vorigen Update von 60 auf 94 Ah hatte BMW diese Möglichkeit auch angeboten. Allerdings ließen nur zehn Kunden den größeren Akku einbauen, so dass es diese Option beim aktuellen Akku-Update nicht mehr gibt. In Europa wird es auch den Range Extender (REX) nicht mehr geben, zuletzt hat ein Viertel der europäischen Kunden den Benziner dazubestellt. In den USA liegt der Anteil bei 70 Prozent, hier wird es den i3 REX weiterhin geben.

BMW i3s, Exterieur
Hans-Dieter Seufert
BMW gönnte seinem Elektroauto 2018 eine umfassende Überarbeitung.

Mit dem serienmäßigen Kabel lädt der i3 an der Haushaltssteckdose mit 2,4 kW seinen Akku in 15 Stunden zu 80 Prozent. An der Wallbox dauert eine 80-Prozent-Ladung mit 11 kW 3,2 Stunden. Mit 50 kW-Gleichstrom ist der Akku in 42 Minuten zu 80 Prozent geladen.

Neue Farben und ein Sportpaket

Außer dem Akku bekommt auch die Ausstattung ein Update: Die LED-Scheinwerfer leuchten gegen Aufpreis adaptiv und mit Matrix-Fernlicht, das iDrive Business bekommt eine neue Menüstruktur mit Kacheln und Smartphones laden kabellos. Wer den i3 optisch auf den Stand der S-Version bringen will, kann dies mit dem neuen Sportpaket tun, das schwarze Radhausverbreiterungen samt breiterer Spur, 20-Zoll-Leichtmetallräder und ein Sportfahrwerk enthält.

Preise und Premiere

Die Preise bleiben gleich. Für den i3 verlangt BMW aktuell 37.550 Euro, der i3S steht mit 41.150 Euro in der Preisliste. Das neue Sportpaket für den i3 kostet 1.400 Euro. Die Produktion startet am 1. November, Premiere haben die modifizierten i3 und i3S während des Pariser Autosalons, der am 2. Oktober beginnt.

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Fazit

Lange bekam der BMW i3 nur viel Lob, jetzt gehen auch die Verkäufe kontinuierlich hoch. Klar, dass BMW dann sein kleines Elektroauto im Programm behält – wenn auch die Perspektive, dass es sogar fünf Jahre weitergeht, erstaunlich weit in die Zukunft gerichtet ist. Spannend ist die Ankündigung von BMW-Chef Oliver Zipse, dass der i3 nach weiteren Verbesserungen dem neuen VW ID.3 technologisch überlegen sein wird. Der Konkurrenzkampf um gute E-Autos nimmt weiter an Fahrt auf – dem Kunden kann das nur Recht sein.

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