Es war zunächst nur eine Skizze und ein Name auf dem Investoren-Tag von Stellantis im Mai 2026. Inzwischen verdichten sich aber die Informationen, was den neuen kleinen und vor allem günstigen Elektro-Mini von Fiat betrifft, der voraussichtlich Pandina heißen wird. Unter diesem Namen bietet Fiat zwar aktuell den klassischen Panda an, doch die Tage der seit 2012 angebotenen dritten Panda-Generation sind gezählt. Im vergangenen Jahr hatte Fiat angekündigt, dass der zum Pandina umgetaufte Panda voraussichtlich noch bis "mindestens" 2027 gebaut wird.
Made in Italy
Das würde zu den inzwischen bekannten Eckdaten des kommenden elektrischen Pandina passen. Denn der soll 2028 starten und in der jetzigen Pandina-Fabrik im süditalienischen Pomigliano d'Arco gebaut werden. Und zwar gemeinsam mit der "elektrischen Ente", der Neuauflage des Citroën 2CV, deren Ankündigung für richtig Furore bei den Liebhabern des klassischen Franzosen gesorgt hatte. Pandina und Ente werden sich die Plattform teilen und treten künftig in der angekündigten Fahrzeug-Klasse M1E an, bei Stellantis läuft die Entwicklung der dazu passenden Modelle unter der Bezeichnung "E-Car".
Dieses sogenannte "E-Car"-Programm zielt auf einfache, kosteneffiziente Elektrofahrzeuge ab, die in Europa produziert werden und vor allem im Einstiegssegment neue Käufer ansprechen sollen. Statt auf maximaler Leistung und aufwendiger Technik liegt der Schwerpunkt auf einer robusten Konstruktion, niedrigen Produktionskosten und einer alltagstauglichen Reichweite.
Kompakt und einfach
Die neue EU-Fahrzeugklasse M1E soll kompakte, leichte und besonders erschwingliche Elektroautos ermöglichen. Diskutiert werden Fahrzeuge mit einer Länge von etwa 3,50 bis 4,20 Metern sowie vereinfachte technische Vorgaben, um Entwicklungs- und Produktionskosten zu senken. Der Pandina würde damit als moderner Elektro-Kleinwagen genau in dieses Konzept passen und könnte gemeinsam mit seinem Schwestermodell von Citroën zu den ersten Fahrzeugen gehören, die nach diesen neuen Rahmenbedingungen entwickelt werden.

Auf dem Investorentag im Mai 2026 zeigte Stellantis eine Reihe geplanter Fiat-Modelle, darunter der rot-weiße "Pandina" in der Bildmitte.
Bei der Antriebstechnik dürfte der Fiat Pandina dem Konzept des elektrischen Citroën 2CV folgen. Erwartet wird eine Batterie mit einer Kapazität zwischen 25 und 35 kWh. Damit wären je nach Ausführung WLTP-Reichweiten von rund 200 bis 300 Kilometern realistisch. Im überwiegenden Stadtverkehr könnte die tatsächliche Reichweite aufgrund der günstigen Einsatzbedingungen höher ausfallen. Die Marke von 15.000 Euro als Basispreis wurde zuletzt von Stellantis als Ziel genannt.
Premiere in Paris
Bei der Motorisierung dürfte Fiat ebenfalls auf einen einfachen und kostengünstigen Aufbau setzen. Im Zusammenhang mit der geplanten EU-Fahrzeugklasse M1E werden derzeit Leistungsstufen von etwa 40 bis 50 PS für reine Stadtautos sowie stärkere Varianten für gemischte Einsatzprofile diskutiert. Für den Pandina erscheint daher – analog zum erwarteten Citroën-Schwestermodell – ein Elektromotor mit einer Leistung zwischen 60 und 90 PS als realistische Option. Offizielle technische Daten hat Fiat bislang jedoch nicht veröffentlicht. Die Premiere des elektrischen Pandina, zumindest in Form einer seriennahen Studie, dürfte auf dem Autosalon Paris im Herbst stattfinden.












