Opel Ampera-e Rückruf Akku Brandgefahr Opel / Patrick Lang
Opel Ampera-e Test
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Rückruf: Akku-Brand-Gefahr im Opel Ampera-e

Rückruf Opel Ampera-e wegen Brandgefahr Nicht nachts laden und nur draußen parken!

Der Opel Ampera-e hat Probleme mit dem Akku. Wegen Rauch-, Schmelz- und Brandgefahr, empfiehlt der Hersteller nur noch bis auf 90 Prozent zu laden – und das bitte nicht über Nacht. Anschließend sollten Besitzer das Fahrzeug draußen abstellen.

So ein Ärger. Da hat sich Opel endlich aus der Liason mit General Motors (GM) gelöst und nach Frankreich verabschiedet, da kommt GM wie eine eifersüchtige Ex-Freundin daher. Nicht, dass die Amerikaner jetzt in Rüsselsheim eine Szene machen würden, aber einen seit November andauernden Rückruf bescheren sie Opel dennoch. Dabei geht es um den Ampera-e, nachdem dessen Schwestermodell Chevrolet Bolt EV in den USA bereits zurückgerufen wurde. Ganz neu ist jetzt die Empfehlung das Fahrzeug nur noch tagsüber zu laden und nicht drinnen zu parken.

Ed Welburn GM-Jubil?um Retirement
GM
Das US-Schwestermodell des Ampera-e, den Bolt EV, ruft GM ebenfalls zurück.

Ein Restrisiko bleibt

Rund 1.489 Opel Ampera-e sind in Deutschland, 50.932 Chevrolet Bolt EV in den USA, betroffen. Es handelt sich um die Baujahre zwischen 2016 und 2019. Ein Opel-Sprecher sagte auto motor und sport auf Anfrage: "General Motors hat uns über ein Rauch-, Schmelz- und Verbrennungs-Risiko am Batterie-Pack des Chevrolet Bolt EV und des Schwestermodells Opel Ampera-e informiert. GM setzt die Untersuchungen fort und hat bereits eine Containment-Software entwickelt, die das Aufladen des Fahrzeugs auf 90 Prozent der vollen Kapazität begrenzt, um das Risiko zu mindern. Ampera-e-Kunden werden in Kürze über eine entsprechende Feldaktion informiert. Bis dahin empfehlen wir den Kunden, die maximale Aufladung über das Infotainment-System ihres Fahrzeugs zu begrenzen." In den USA wurde den Kunden zudem gesagt, sie sollen die Fahrzeuge nicht in der Garage oder nahe an einer Hauswand abstellen.

Gut, dass GM das Problem weiter untersucht, denn wenn nach einem Rückruf das Risiko für einen Fahrzeugbrand lediglich "begrenzt" anstatt behoben wird, ist das mittelfristig keine zufriedenstellende Lösung. Zumal es für die Kunden unbefriedigend sein dürfte, längere Zeit auf zehn Prozent der Batteriekapazität zu verzichten. Die verbauten Akkus stammen von LG Chem aus Südkorea. In unserer Bildergalerie erfahren Sie übrigens, wie sich der Ampera-e bei uns im Test geschlagen hat.

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Fazit

Auch wenn in Deutschland nicht viele Ampera-e verkauft wurden, sollten doch schleunigst die Ursache und eine umfassende Lösung des Problems gefunden werden. Den Akku nicht mehr voll zu laden und dennoch einem Brand-Risiko ausgesetzt zu sein, ist kein befriedigender Zustand.

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