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Chevrolet Silverado EV 2022 Weltpremiere Chevrolet
Chevrolet Silverado EV 2022 Weltpremiere
Chevrolet Silverado EV 2022 Weltpremiere
Chevrolet Silverado EV 2022 Weltpremiere
Chevrolet Silverado EV 2022 Weltpremiere 35 Bilder

Elektro-Pick-up Chevrolet Silverado EV: Infos, Daten, Preise

Chevrolet Silverado EV (2023) Elektro-Pickup Mit 664 PS und 640 Kilometer Reichweite

CES 2022

Auch Chevrolet wird einen elektrischen Pick-up bauen. Der Silverado EV bietet 640 Kilometer Reichweite sowie Allradlenkung. Jetzt hat Chevrolet das Modell auf der Messe CES in Las Vegas vorgestellt und Preise genannt.

Teslas Elektro-Pick-up Cybertruck erlangte mit einem Schlag weltweite Bekanntheit, weil er extrovertiert gezeichnet und technisch interessant ist. Ford hält mit der rein elektrisch angetriebenen Version seines legendären F-150 – Beiname "Lightning" – massiv dagegen. Hinzu kommen viele Start-ups, die auch etwas vom Zukunftsmarkt für elektrische Pick-ups abhaben wollen. Chevrolet hielt sich auf diesem Feld bisher zurück. Dann deutete der Hersteller erstmals in seinem Nachhaltigkeitsbericht 2019 einen E-Pickup an. Im Frühjahr 2021 folgte die offizielle Ankündigung, dass das Modell tatsächlich kommt.

Nun wurde auf der Messe CES in Las Vegas das Serienmodell in drei Varianten vorgestellt: Als schicker RST mit Luxus-Ausstattung, als Arbeitstier Silverado WT und als Offroad-Variante Trailboss. Gefertigt wird er im Montagewerk Factory Zero in Hamtramck, in dem auch der elektrische Hummer vom Band läuft. Mit dem teilt sich der Silverado auch die Ultium-Plattform. Viele echnische Daten nennt Chevrolet noch nicht, kündigt aber eine maximale Reichweite von 400 Meilen – umgerechnet rund 640 Kilometer – an.

Chevy hinkt Ford ein Jahr hinterher

Wer sich nach dem CES-Debüt einen baldigen Produktionsstart des Silverado EV erhofft hatte, wird von Chevrolet allerdings enttäuscht. Statt im Jahresverlauf 2022 soll die Fertigung des Elektro-Pickups erst zum Jahresbeginn 2023 anlaufen. Im Frühjahr 2023 startet der WT mit der Long Range Batterie, erst im Herbst 2023 debütiert dann der Silverado EV RST. Das ist vor allem in Hinblick auf den großen Rivalen Ford F-150 Lightning ärgerlich, dessen Großserien-Fertigung gerade anläuft und der sich damit einen Vorsprung von gut einem Jahr erarbeitet haben wird.

Chevrolet Silverado EV 2022 Weltpremiere
Chevrolet
Kommt als erstes: Die Nutzfahrzeugversion Silverado EV WT.

Der Silverado EV wird aber nicht nur von der Plattform, sondern auch von der Fahrwerks-Technik des Hummer profitieren, der bereits mit seinem "Crab Walk"-System auf sich aufmerksam machte. Ob sich beim Chevrolet auch die vorderen und hinteren Räder diagonal stellen lassen, um praktisch auf der Stelle wenden zu können, verraten die Amerikaner noch nicht. Bisher ist von einer optionalen Allrad-Lenkung die Rede, welche die Agilität ebenso verbessern soll wie die Wendigkeit und die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und im Hängerbetrieb. Diese wird im RST-Modell verfügbar sein.

Interieur mit großen Displays

Der Silverado EV setzt auf eine eher konservative Optik, ohne große Ausflüge ins futuristische. Markant sind die sehr niedrigen LED-Leuchten direkt an der Motorhaubenkante, die sich je nach Modellvariante über eine durchgehende LED-Leiste miteinander verbinden. Die Frontmaske weist unten noch Grillöffnungen auf, ist aber größtenteils geschlossen und je nach Variante in Wagenfarbe lackiert oder mit schwarzem Kunststoff ausgeführt.

Chevrolet Silverado EV 2022 Weltpremiere
Chevrolet
Im Komfortmodell Silverado RST gehen die Displays ineinander über.

Innen gibt es zwei Display-Varianten für den Silverado EV. Die einfacheren WT-Modelle für den kommerziellen Einsatz haben zwei getrennte großflächige Farbbildschirme für Instrumente und Infotainment. Bei den teureren RST gehen die Anzeigen ineinander über. Chevrolet wird den Silverado EV ausschließlich als Doppelkabiner mit Rücksitzbank anbieten. Unter der vorderen Haube befindet sich ein großer Stauraum, den Chevrolet als "eTrunk" bezeichnet, hier können außerdem Zubehöroptionen wie ein ausziehbares Schubladensystem integriert werden.

Ein Highlight des RST ist seine erweiterbare Ladefläche: Fahrerseitig lässt sich nach umlegen des Rücksitzens eine Durchreiche in der Kabinenrückwand aufklappen, um Ladung von bis zu 2,5 Meter Länge verstauen zu können. Als zweite Option lässt sich die Kabinenrückwand komplett aufklappen, um auch größere Transportstücke bewegen zu können. Außerdem bekommt der RST ein festes Glasdach, das sich über die gesamte Kabinenfläche spannt.

10/2021, Chevrolet Silverado EV Teaserbild Panorama-Glasdach
General Motors
Der Silverado EV kommt mit XL-Panorama-Glasdach und XXL-Widescreen.

Preise ab 40.000 Dollar

Chevrolet wird im Frühjahr 2023 zunächst mit dem Silverado EV WT, der Nutzfahrzeugvariante, beginnen. Das Premierenmodell bekommt die größte verfügbare Traktionsbatterie, die laut Chevrolet über 640 Kilometer Reichweite bieten soll. Im Herbst 2023 folgt dann das Topmodell RST in Vollausstattung, hier hat Chevrolet auch schon ein Preisschild angeklebt: 105.000 Dollar vor Steuern und Gebühren. Erst später, also ab 2024, soll dann die komplette Palette an Silverado EV ausgerollt werden, auch die WT Einstiegsversion mit einer kleineren Batterie (Daten noch nicht bekannt). Hier soll dann der Einstiegspreis bei 39.900 Dollar liegen.

Auch die Start-ups machen Druck

Sobald die Schlacht um den Elektro-Pick-up-Markt beginnt, ist es für Chevrolet klug, mit dabei zu sein. Schließlich erhalten aktuell nicht nur der Tesla Cybertruck und der elektrische Ford F-150 enorm viel Aufmerksamkeit. Im Netz feiern Leser auch andere Modelle, beispielsweise den R1T von Rivian, den Badger von Nikola, den XT von Atlis und viele andere neu gegründete Unternehmen, die elektrisch angetriebene Pick-ups planen.

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Chevrolet steigt spät, aber vielleicht nicht zu spät ins Rennen um die Marktanteile bei den Elektro-Pick-ups ein. Mit der Ultium-Plattform scheint die General-Motors-Marke von einer gesunden Basis profitieren zu können, die auch technische Spielereien wie die Allrad-Lenkung erlaubt. Mit 39.900 Dollar wird die Basisvariante rund 10.000 Dollar teurer als das aktuelle Silverado-Einstiegsmodell mit Verbrenner. Allerdings lässt sich Chevrolet damit noch Zeit, 2023 kommen erst zwei Topversionen (komerzieller WT im Frühjahr, luxusorientierter RST im Herbst). Erst im Jahr 2024 soll das komplette Programm verfügbar sein.

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