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08/2021, Opel Rocks-e Kleinstwagen Elektroantrieb Opel Automobile GmbH
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Opel Rocks-E: Kleinstwagen mit Elektroantrieb

Opel Rocks-E - Kleinstwagen mit Elektroantrieb Summ, summ, summ - Opel summ herum!

SUM statt SUV: Mit dem Rocks-E will Opel die Mobilität in Innenstädten neu definieren. Bereits 15-Jährige können den 2,41 Meter kurzen Zweisitzer fahren.

Wie lässt sich künftig individuelle Mobilität in Innenstädten gestalten? Bilden in Zukunft wirklich ausschließlich Fahrrad und E-Scooter das Rückgrat des urbanen Verkehrs? Wann ist es soweit, dass autonome People Mover "on demand" Menschen in der City vom Abhol- zum gewünschten Zielort bringen? Oder gelangen wir irgendwann nur noch durch die Luft von A nach B? Mal mehr und mal weniger realistische Szenarien gibt es in dieser Hinsicht viele. Von Verbrennungsmotoren angetriebene SUV kommen in fast keinem von ihnen vor.

Vielleicht treten ja bald die "SUM" an die Stelle der gerne für städtische Ausflüge genutzten Soft-Geländewagen? Diese Abkürzung verwendet Opel bei seinem neuen Modell, dem Rocks-E. Das steht für Sustainable Urban Mobility ("nachhaltige städtische Mobilität"), und der Rocks-E soll die "Antwort auf die Mobilitätsanforderungen unserer Zeit" sein. Unter anderem durch seine Dimensionen: Mit 2,41 Meter Länge und 1,39 Meter Breite (ohne Außenspiegel) nimmt der Rüsselsheimer Ableger des fast baugleichen Modells Ami von Stellantis-Konzernschwester Citro�n nur wenig Verkehrsraum ein, der Wendekreis beträgt nur 7,20 Meter. Und mit 471 Kilogramm (inklusive Traktionsbatterie) geht er offiziell als Leichtkraftfahrzeug durch.

Opel Rocks-E für 15-Jährige

Das führt zu einer Besonderheit: Durch diese Einstufung lässt sich der Opel Rocks-E mit der Führerscheinklasse AM und damit bereits von 15-Jährigen fahren. Dabei handelt es sich klassischerweise um den Roller- oder Mopedführerschein. Aber seit der letzten Novellierung der Führerschein-Verordnung dürfen damit auch vierrädrige Fahrzeuge bewegt werden, sofern sie nicht mehr als zwei Sitze bieten, maximal sechs kW (acht PS) leisten und 45 km/h fahren sowie höchstens 425 Kilogramm wiegen. Der kleine Opel ist im fahrbereiten Zustand zwar schwerer; aber hier zählt einem Sprecher zufolge das Nettogewicht ohne Akku, das unterhalb der gesetzlich erlaubten Schwelle liege.

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Eine Akkuladung soll eine WLTP-Reichweite von 75 Kilometern ermöglichen.

Apropos: Eine Batteriekapazität von 5,5 Kilowattstunden hält Opel beim Rocks-E für ausreichend. Der Akku soll eine WLTP-Reichweite von 75 Kilometern erlauben und an der Haushaltssteckdose in dreieinhalb Stunden vollständig geladen werden können. Das drei Meter lange Kabel ist fest mit dem SUM verbunden und wird bei Bedarf aus der Beifahrertür gezogen. Zum Stromtanken an einer öffentlichen Ladesäule bietet Opel einen Adapter an.

Wo beim Rocks-E vorne und wo hinten ist, lässt sich am besten anhand der Leuchtenfarbe ausmachen. Das ist Absicht: Möglichst viele Gleichteile an Front und Heck führen zu niedrigen Teile- und Produktionskosten. Deshalb verbaut Opel auch auf beiden Seiten identische Türen. Das zieht eine weitere Eigenheit nach sich: Die Tür auf der Beifahrerseite schwingt wie gewohnt nach vorne auf; das Fahrer-Pendant ist dagegen hinten angeschlagen.

Viel Kunststoff, etwas Farbe

Große Bereiche des der Klasse L6e gehörenden Wägelchens bestehen aus Kunststoff, wobei Akzente im unteren Bereich Farbe ins Spiel bringen. Scheinwerfer und Blinker arbeiten mit LED-Technik, und die Seitenscheiben lassen sich nur zur Hälfte aufklappen statt vollständig versenken. Dank der großen, weitgehend aufrecht stehenden Fensterflächen soll der Rocks-E eine gute Rundumsicht bieten. Typisch Stadtauto: Die 14-Zoll-Räder zeigen sich weit in die Ecken gerückt. Das schafft Platz im Innenraum.

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Innen ist der Opel Rocks-e auf's Wesentliche reduziert.

Auch hier finden sich ungewöhnliche Lösungen. Im Vergleich zum Fahrersitz zeigt sich jener auf der Beifahrerseite nach hinten versetzt. Das maximiert nicht nur die Beinfreiheit, sondern schafft auch Platz für einen 63 Liter großem Stau- im Fußraum. Aber auch hinter dem Volant sollen über 1,90 Meter große Personen bequem Platz finden, und Einkaufstüten nimmt ein dafür vorgesehener Haken auf. Das Panorama-Glasdach ist aufpreisfrei an Bord.

Über das Display hinter dem Volant lassen sich Geschwindigkeit, Fahrmodus (Vorwärts- und Rückwärtsgang sowie Leerlauf), Akku-Ladezustand und die verbleibende Reichweite ablesen. Als Infotainment-Bildschirm dient das eigene Smartphone, das rechts neben dem Lenkrad in einer Halterung untergebracht wird und über die My-Opel-App Kontakt zur Außenwelt hält.

Opel Rocks-E in drei Ausstattungslinien

Opel bietet den neuen Rocks-E in Deutschland bereits ab Herbst per Online-Verkauf oder über ausgewählte Händler an; weitere Märkte sollen 2022 folgen. Drei Ausstattungslinien sind geplant: Neben dem Basismodell stehen die Modellversionen Klub und Tekno bereit. Womit die Varianten im Einzelnen bestückt sein werden, ist derzeit aber noch genauso unbekannt wie der Preis. Bisher heißt es lediglich, dass der Einstiegspreis "deutlich unter dem eines Kleinwagens" und "die Leasingrate auf dem monatlichen Niveau eines Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr" liegen werden. "Sein Preis ist unschlagbar", verspricht auch Opel-Deutschland-Chef Andreas Marx. Eine Referenz stellt das Schwestermodell Citroën Ami dar: Dessen Kaufpreis liegt in Frankreich bei mindestens 6.990 Euro; im Leasing kostet er knapp 20 Euro im Monat.

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Setzen sich solche elektrische Stadtwägelchen auf Dauer durch?
Ja. Damit komme ich in der City gut vorwärts, bin flexibel und vor dem Wetter geschützt.
Nein. Wenn ich Auto fahren will, dann ein richtiges. Ansonsten nutze ich E-Roller, das Fahrrad oder den ÖPNV.

Fazit

Im Opel Rocks-E statt auf dem Fahrrad, per ÖPNV oder mit dem Motorroller zur Schule oder zum Ausbildungsplatz? Ob dieses Kalkül der Stellantis-Marke aufgeht, dürfte vor allem vom finalen Preis abhängen. Cool und durchdacht scheint der "SUM" durchaus zu sein. Ob er irgendwann auch als Urvater einer neuen Fahrzeugklasse bezeichnet wird, muss jedoch die Zukunft zeigen.

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