Formel 1: Russell trotzt Mercedes-Handicap im Sprint-Qualifying

Mercedes-Pilot holt Sprint-Pole in Zandvoort
Russell als König der Tausendstel

GP Niederlande 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 21.08.2026
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George Russell - Mercedes - GP Niederlande 2026 - Zandvoort - Formel 1
Foto: xpb

Den ersten Schlagabtausch nach der Sommerpause hat George Russell für sich entschieden. Der Mercedes-Pilot schnappte sich beim letzten Zandvoort-Grand-Prix am Freitag (21.8.) die Pole-Position für den Sprint am folgenden Samstag.

Russell setzte sich im Tausendstel-Krimi gegen Lando Norris (McLaren) und Ferrari-Chauffeur Charles Leclerc durch. 41 Tausendstel war der Silberpfeil-Fahrer schneller als Weltmeister Norris. Nur 14 weitere Tausendstelsekunden war Leclerc langsamer.

Der frisch verlobte Russell, er machte seiner Partnerin Carmen im Urlaub einen Heiratsantrag, war beim anschließenden Interview gelöst. "Das war wunderbar! Es ist super, vorne zu sein. Es war ein hartes Ende der ersten Saisonhälfte."

Die Bestzeit dürfte das Selbstvertrauen des Briten wieder anwachsen lassen. Bei windigen Bedingungen an der Nordsee war es besonders schwierig, auf den Punkt abzuliefern. "Du hast nur einen Versuch im Sprint-Qualifying auf den Soft-Reifen und der muss sitzen." Zu euphorisch wollte Russell aber nicht sein. "Es ist aber nur das Sprint-Qualifying. Am Sonntag gibt es die dicken Punkte."

Lando Norris - McLaren - GP Niederlande 2026 - Zandvoort - Formel 1
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McLaren bestätigt Ungarn-Leistung

Trotz der Ränge zwei und vier (Oscar Piastri) war man bei McLaren glücklich. Die kleineren Upgrades auf der Motorabdeckung, dem Heckflügel und den hinteren Bremshutzen zeigen ihre positive Wirkung. Das Weltmeister-Team ist überzeugt, dass der Erfolg in Budapest keine Eintagsfliege war.

Beim Blick auf die einzelnen Sektoren fiel auf, dass Mercedes besonders im Mittelteil deutlich langsamer war als der Norris-McLaren. "Wo wir wirklich viel verlieren, ist die Passage sieben bis acht. Da waren wir rund 13 km/h langsamer als Norris", hielt Teamchef Toto Wolff fest.

Im Team sprach man von rund einer halben Sekunde. Man habe es noch nicht geschafft, den W17 in dem einzigen Training des Wochenendes perfekt abzustimmen. Darunter litt auch WM-Leader Kimi Antonelli. Der Italiener wurde Fünfter und war zwei Zehntelsekunden langsamer als Kollege Russell. "Er hat einen kleinen Fehler gemacht in Kurve 11. Das hat ein bis eineinhalb Zehntel gekostet. Der Ausritt hat einen kleinen Schaden verursacht, aber das haben wir repariert", erklärte Wolff.

Ein Insider erzählte, dass man den beschädigten Bereich provisorisch mit Klebeband gerichtet hat. Trotzdem blieb ein Defizit von rund einer Zehntelsekunde bestehen.

Lewis Hamilton - Ferrari - GP Niederlande 2026 - Zandvoort - Formel 1
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Hamilton nur Siebter

Ferrari hatte sich im kurzen Qualifikations-Format etwas mehr ausgerechnet. Die Roten haben einen neuen Unterboden sowie einen überarbeiteten Diffusor und frischen Beam Wing ans Auto geschraubt. Leclerc wurde zwar Dritter, doch Platz sieben von Hamilton war aus Sicht des Rekordsiegers zu wenig.

Der Superstar beklagte sich nach SQ3, dass sich das Auto im Vergleich zu den vorherigen Versuchen anders angefühlt habe. Eine halbe Sekunde war Hamilton auf der nur 4,259 Kilometer langen Strecke langsamer als Leclerc.

Immerhin auf den Longruns sieht die Scuderia stark aus. Sowohl bei Mercedes als auch bei McLaren sieht man Ferrari vorn. "Entscheidend wird der Longrun. Da hat Ferrari einen starken Eindruck gemacht", führte Wolff aus.

Der Nachteil der Italiener ist jedoch, dass Hamilton nur von Rang sieben startet und erstmal an seinem alten Rivalen Max Verstappen vorbeikommen muss, der das Maximum aus seinem Red Bull herausquetschte und Sechster wurde.

Bortoleto schlägt Hülkenberg

Hinter Hamilton landete mit Pierre Gasly im Alpine auf Rang acht. Hinter ihm qualifizierte sich Audi-Fahrer Gabriel Bortoleto. Der Brasilianer wahrte damit die Chance auf Zählbares im Sprint. Sein Teamkollege Nico Hülkenberg kam über Platz 14 nicht hinaus.

Solide präsentierten sich Liam Lawson und Yuki Tsunoda. Während Erstgenannter sich als Ersatz vom verletzten Isack Hadjar auf P11 klassifizierte, wurde Tsunoda beim Racing-Bulls-Comeback Zwölfter.

Fazit