Formel 1: Ändert Red Bull mit diesem Upgrade die Zukunft von Max Verstappen?

Red Bulls Monster-Upgrade
Ändert das Verstappens F1-Zukunft?

GP Österreich 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.06.2026
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Max Verstappen - Red Bull - GP Österreich 2026 - Spielberg - Formel 1
Foto: Red Bull

Für Red Bull ist der Grand Prix von Österreich mehr als nur ein Heimrennen. Es ist ein entscheidender Wendepunkt im weiteren Saisonverlauf, der die Zukunft von Max Verstappen beim Team absichern soll. Die Truppe aus Milton Keynes brachte ein umfangreiches Upgrade-Paket nach Spielberg.

Teamchef Laurent Mekies machte in der offiziellen Pressekonferenz am Freitag (26.6.) deutlich, wie viel Arbeit der Rennstall investiert hat. "Ich werde nicht lügen. Es ist ein großes Paket", gab Mekies zu. "So etwas kann man nicht bei jedem Rennen machen. Das letzte Mal, dass wir etwas in dieser Größenordnung gemacht haben, war wahrscheinlich in Miami."

Der Start ins Wochenende verlief jedoch alles andere als reibungslos. Im ersten Training gab es sofort Probleme. Bereits vor der Session entdeckten die Techniker ein Problem am Auto von Isack Hadjar und mussten die Power Unit wechseln. Und auch Max Verstappen hatte zu Beginn mit Software-Problemen zu kämpfen, was die wertvolle Streckenzeit für das neue Paket limitierte. Am Ende sprang Rang vier für Verstappen heraus, Isack Hadjar landete auf dem zwölften Rang.

Frische Seitenkästen am RB22

Die von der FIA veröffentlichten Dokumente bestätigen diesen Eindruck. Praktisch alles ab dem Cockpit des RB22 wurde überarbeitet. Der Fokus lag auf einem kompletten Re-Design der Seitenkästen und des Lufteinlasses, was eine Kaskade weiterer Änderungen nach sich zog:

  • Seitenkasten-Einlass & Motorabdeckung: Der Lufteinlass wurde neu positioniert und profiliert, um die Kühler effizienter mit Luft zu versorgen. Dies erforderte eine komplett neue Motorabdeckung, um die Aerodynamik anzupassen.
  • Unterboden & Floor Boards: Ein neuer Unterboden ergänzt die Änderungen. Die Lamellen der "Floor Boards" und ihre Befestigungen wurden neu gestaltet, um den Luftfluss zum vorderen Unterbodenbereich zu optimieren.
  • Heckpartie: Der veränderte Luftstrom zog Anpassungen an der Verkleidung der Hinterachse, den Bremskühlschächten und den Aufhängungs-Verkleidungen nach sich.
  • Heckflügel & Auspuff: Neue Profile für die zentralen Pylone, die den Heckflügel halten, sollen den Luftstrom stabilisieren. Zudem wurde der Auspuff leicht neu positioniert, um ein kleines aerodynamisches Flügelchen effektiver anzuströmen.

Ein weiterer Part des Pakets ist die Gewichtsreduktion. Hier hinkte Red Bull zu Saisonbeginn der Konkurrenz hinterher, und die neuen Teile sollen helfen, dieses Defizit abzubauen.

Isack Hadjar - Red Bull - GP Österreich 2026 - Spielberg - Formel 1
xpb

Mission Impossible?

Für Laurent Mekies hängt von der Leistung dieses Pakets ab, ob das Team in dieser Saison noch eine Chance auf Siege hat. Er betonte, dass dies der entscheidende Moment sei: "Es wird wahrscheinlich stark davon abhängen, wie dieses Paket funktioniert. Wir werden wissen, ob wir ein konkurrenzfähiges Auto haben oder ob es einen weiteren Schub braucht."

Der messbare Erfolg für das Wochenende ist, den verbleibenden Rückstand von etwa einer halben Sekunde erneut zu halbieren. "Wenn wir irgendwo zwischen zwei bis drei Zehnteln Rückstand liegen, auf einer Strecke mit vielen Hochgeschwindigkeitskurven, wird das zeigen, dass wir uns weiterentwickeln." Das ultimative Ziel sei es, bald wieder in Schlagdistanz um Siege zu sein.

Max Verstappen weiß, was sein Dienstwagen benötigt: "Um uns zu verbessern, müssen wir eine Kombination von Dingen auf die Reihe kriegen: Topspeed, Balance, Downforce, Grip, Verhalten über Randsteinen und so weiter", erklärte der Niederländer die Mängelliste.

Die technische Offensive ist untrennbar mit der Zukunft des Superstars verbunden. Mekies betonte, dass die Leistung des Autos der entscheidende Faktor ist, um den Starfahrer im Team zu halten. Die ständigen Spekulationen um einen möglichen Wechsel sind für das Team zweitrangig.

Russell hilft Red Bull

"Max will ein schnelles Auto, er will immer ein schnelles Auto, und er vertraut uns vollkommen, dass wir alles tun, um eine Rückkehr zum Erfolg zu gewährleisten", so Mekies. Er fügte unmissverständlich hinzu: "Es ist ebenso klar, dass er ein schnelles Auto braucht, um mit dem Team glücklich zu sein." Und in der Formel 1 scheint die Option eines Wechsels zu Mercedes erloschen. George Russell verkündete vor dem Start ins Österreich-Wochenende seinen Verbleib bei den Silberpfeilen.

Auch deshalb verspürt das Team keinen Druck, die Vertragsfrage überstürzt zu klären. Laut Mekies versteht Verstappen den Prozess hinter einer solchen Aufholjagd. "Ich bin überzeugt, dass Max kontinuierlichen Fortschritt sehen will. Er weiß sehr gut, dass man nicht von einer Sekunde auf null in kürzester Zeit kommt."

Die Botschaft aus Milton Keynes ist eindeutig. Die volle Konzentration liegt auf der Performance. Wenn das Auto schnell genug ist, werden sich alle anderen Fragen von selbst klären. "Unser Thema ist, das Auto wieder dorthin zu bringen, wo wir es haben wollen. Und wenn das Auto wieder da ist, wo wir es haben wollen, wird es keine Diskussionen geben."

Fazit