2/2020, DS9 DS Automobiles
2/2020 DS9
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DS9 (2020)

Neue Limousine aus Frankreich

Auto Salon Genf 2020

Die noch junge PSA-Premiummarke zeigt ihr neues Topmodell: Der DS9 ist eine fast fünf Meter lange Limousine, die als Plugin-Hybrid in drei Leistungsstufen auf den Markt kommt.

Der PSA-Konzern ist, neben VW und seiner MQB-Architektur, ein Paradebeispiel für die konsequente Nutzung einer gemeinsamen Plattform über alle Marken und viele Modelle. Zwei Architekturen nutzen die Franzosen für ihre Palette. Nur einige Opel-Modelle scheren noch aus, da sie GM-Technik nutzen.

EMP2 heißt der PSA-Baukasten für kompakte und größere Fahrzeuge. Hierauf bauen SUV wie der Citroën C5, der Opel Grandland X und der DS7 Crossback, die Mittelklasselimousine Peugeot 508 nebst Kombiversion und sogar Großraumvans in Form von Citroën Spacetourer, Opel Zafira Life und Peugeot Traveller auf.

Im Rahmen des Genfer Salons (Publikumstage 5.-15. März 2020) stellt das Premium-Label DS Automobiles ein weiteres Fahrzeug auf EMP2-Basis ins Scheinwerferlicht. Man feiert, übrigens als einzige PSA-Marke mit einem Messestand am Genfer See, die Weltpremiere des DS9.

Länger und geräumiger als der 508

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DS Automobiles
Der DS9 ist 4,93 Meter lang.

Hierbei handelt es sich um eine 4,93 Meter lange Limousine mit sanft abfallendem Fließheck. Nicht nur in der Gesamtlänge, auch im Radstand überragt der DS9 den Peugeot 508 als Referenzprodukt. 2,90 Meter Achsabstand (Peugeot 508: 2,79 Meter Radstand, 4,75 Meter Länge) sollen für ein großzügiges Raumangebot in beiden Reihen sorgen. Der DS9 soll in Zukunft gewiss auch die neue französische Staatslimousine darstellen.

Mit dem großen Kühlergrill und den flachen LED-Leuchten an Front und Heck folgt der DS9 einer Designlinie, die mit dem DS7 Crossback erstmals eingeschlagen wurde. Neu ist eine Metallleiste auf der Motorhaube, die sich vom Markenlogo bis zu Windschutzscheibe zieht. Ein interessantes Detail sind Positionsleuchten im Rahmen der Heckscheibe. Sie sollen als Verbeugung an die klassische (Citroën) DS aus dem Jahr 1955 erinnern. Hier waren die Blinker tropfenförmig an der Heckscheibe angebracht.

Drei Plugin-Hybride, kein Diesel

Den neuen DS9 wird es zum Marktstart mit einem 225 PS starken 1,6 Liter-Benziner und einem Plugin-Hybrid-Antrieb mit der gleichen Systemleistung geben. Hier wird der Vierzylinder-Benziner mit 200 PS einem 81 kW (110 PS) starken Elektromotor kombiniert. Der Antrieb erfolgt über die Vorderachse, eine Achtgang-Automatik sortiert die Übersetzungen. Die Lithium-Ionen-Batterie speichert maximal 11,9 kWh Strom, was je nach Modell für 40 bis 50 Kilometer elektrische Reichweite sorgen soll. Ohne Zutun des Verbrenners soll der DS9 E-Tense, so der Name des Plugin-Hybriden, bis zu 135 km/h fahren können.

Etwas zeitversetzt folgen zwei weitere Plugin-Hybride. Ebenfalls mit angetriebenen Vorderrändern plant DS Automobiles eine Leistungsstufe mit 250 PS. Das Topmodell erhält einen zweiten Elektromotor an der Hinterachse und somit Allradantrieb. Die Systemleistung soll bei 360 PS liegen. Dieselmodelle sind nicht geplant.

Adaptives Fahrwerk

DS7 Crossback E-Tense 4x4 im Fahrbericht
DS7 Crossback E-Tense 4x4 im Fahrbericht DS7 Crossback E-Tense 4x4 im Fahrbericht DS7 Crossback E-Tense 4x4 im Fahrbericht DS7 Crossback E-Tense 4x4 im Fahrbericht 20 Bilder

Vom DS7 Crossback ist eine adaptive Fahrwerksregelung bekannt, mit der das Fehlen einer früher typischen Hydropneumatik-Federung wettgemacht werden soll. Eine Kamera hinter der Windschutzscheibe scannt die Fahrbahnbeschaffenheit. Je nach Bedarf werden die Dämpfer vorkonditioniert, was den Fahrkomfort erhöhen soll.

Auch bei den Fahrassistenten greift der DS9 auf aktuelle Konzernware zurück, kann automatisch die Fahrspur, die Geschwindigkeit und den Abstand zum Vordermann halten und beim Einparken assistieren. Night Vision erleichtert Fahrten bei Dunkelheit. Eine weitere Kamera überwacht das Gesicht des Fahrers. Werden Ablenkung oder Müdigkeit erkannt, weist das Auto optisch und akustisch darauf hin.

Das Cockpit folgt im Design des DS-Modellen DS3 Crossback und DS7 Crossback. Digitale Displays für die Instrumente hinter dem Lenkrad und für das Infotainmentsystem entstammen dem Konzernregal. Das Drumherum wird markentypisch in verschiedenen Ausstattungslinien und zusätzlichen Innenraumwelten angeboten.

Preise für den neuen DS9 nennt der Hersteller noch nicht. Auch der genaue Zeitpunkt der Markteinführung ist noch nicht bekannt.

Fazit

Der DS9 dürfte es im europäischen Markt für große Limousinen nicht leicht haben. Die deutschen Premiumhersteller teilen den Kuchen fast vollständig unter sich auf. Doch PSA denkt global, rechnet sich vor allem in China mehr als einen Achtungserfolg für die Limousine mit elektrifizierten Antrieben aus

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