08/2020, AC Cobra 378 Superblower MkIV AC Cars
08/2020, AC Cobra 378 Superblower MkIV
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08/2020, AC Cobra 378 Superblower MkIV 5 Bilder

AC Cobra 378 Superblower MkIV

Die Legende lebt - mit Kompressor-V8

Die britische Sportwagen-Schmiede AC Cars lebt noch immer. Und sie baut weiterhin Cobras – nicht nur mit Elektromotor, sondern auch mit kernigen Verbrennern.

Kaum ein Autohersteller hat so viele Bankrotte und Besitzerwechsel durchgemacht wie AC Cars. Aber die in ihrer Urform bereits 1901 gegründete Firma existiert noch immer. Und sie baut weiterhin einen Roadster, der längst eine Legende ist: die Cobra. Kürzlich stellte AC Cars eine elektrisch angetriebene Variante der zwar wohlgerundeten, aber nach Gewicht dennoch schlanken Giftschlange vor (mehr dazu lesen Sie hier). Außerdem bieten die Briten eine Version mit dem 2,3-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner aus dem Hause Ford an.

Kompressor-V8 im Leiterrahmen-Chassis

Doch nun fährt auf Initiative eines Händlers aus dem Norden Londons, der Boss Motor Company, das Topmodell mit V8-Triebwerk vor: die AC Cobra 378 Superblower MkIV. Dieses Modell gab es bereits 1998, allerdings wurden damals nur sehr wenige Autos gebaut. Die Neuauflage trägt im Bug einen 6,2-Liter-Kompressor-V8 amerikanischer Machart, der über ein manuell geschaltetes Sechsgang-Getriebe 588 PS auf die Hinterräder überträgt. Der Motor stammt aber nicht, wie bei den Original-Cobras, von Ford, sondern aus dem GM-Regal.

08/2020, AC Cobra 378 Superblower MkIV
AC Cars
Das passt gerade so: der 6,2-Liter-Kompressor-V8 im Cobra-Bug.

Der Motor sitzt in einem Leiterrahmen-Chassis, das aus Rohren mit vier Zoll Durchmesser besteht. Ansonsten verpasst AC Cars seiner V8-Cobra moderne Zutaten: Multilenker-Radaufhängung plus Gewindefahrwerk und Stabilisatoren vorne und hinten, servounterstützte Scheibenbremsanlage und Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Die Felgen messen vorne 8 x 16 und hinten 10 x 16 Zoll.

Mit Lufthutze und größerem Kühlergrill

In der Formgebung unterscheidet sich die AC Cobra 378 Superblower MkIV von der Elektro- und der Vierzylinder-Variante durch den größeren Kühlergrill und die Motorhaube mit Lufthutze. Markant sind zudem die viel weiter ausgestellten Kotflügel. In der Grundform entspricht der Roadster mit Kompressor-V8 aber den Modellgeschwistern genauso wie den alten Cobras. Selbst Kenner müssen genau hinsehen, um die Neuauflage vom Vorbild zu unterscheiden.

Innen gibt es ein handgefertigtes Cockpit mit schwarzem Leder auf Sitzen, Handschuhfach und Armaturenbrett sowie an den Türen. Hinzu kommen hochwertige Teppiche. Jeder Käufer erhält zudem ein Echtheitszertifikat und darf Betrachter stolz auf die COB-Fahrgestellnummer sowie die Plakette mit Seriennummer hinweisen. Das erste Serienfahrzeug wird derzeit gebaut, weitere Kundenfahrzeuge sind auf Bestellung erhältlich. Kostenpunkt: Mindestens 129.500 Pfund, umgerechnet knapp 144.000 Euro.

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Fazit

Eine AC Cobra mit Vierzylinder-Turbo oder E-Motor ist ja ganz nett. Aber seinen wahren Charakter zeigt das Roadster-Monument nur mit einem ungehobelten V8-Motor! Und wenn er dann noch per Kompressor unter Druck gesetzt wird – umso besser. Dass das Triebwerk von GM statt Ford stammt, müssen Cobra-Enthusiasten allerdings erstmal verdauen.

AC Cars Cobra
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