Goodwood 2022
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BMW M3 Competition Touring BMW
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BMW M3 Touring (2022): Markstart, Daten, Preis

BMW M3 Touring (2022) Der erste und der schnellste seiner Art

BMW stellt mit dem M3 Touring auf dem Goodwood Festival of Speed einen supersportlichen Mittelklasse-Kombi vor. Den Rekord für Serienkombis auf der Nordschleife hat er bereits gebrochen. Wir saßen schon drin und stellen den rasenden Laster im Video vor.

Ob es vom M3 auch einen Kombi gibt, war bei jeder neu vorgestellten Generation die hoffnungsvolle Frage vieler Fans – der M3 Touring galt hierzulande als Dauer-Traumauto. Beim 5er ließ sich BMW zweimal erweichen: Den E34 und den E61 gab es jeweils als M5 Touring. Und jetzt, nach jahrelangen "Wieder nicht als Kombi"-Enttäuschungen kommt der M3 Touring doch. BMW sagt, man habe einfach mal Lust gehabt, so ein Auto aufzulegen – und das ganz klar für den heimischen Markt. Bei M3-Erprobungsfahrten im Winter 2019 in Schweden sei die Entscheidung gefallen.

Schön, wenn die Bayern in Zeiten des SUV-Booms auch dem europäischen Kombi-Fan entgegenkommen. Und komplett ins Blaue haben die Ingenieure den M3 Touring sicher nicht entwickelt: In Deutschland sind schließlich 50 Prozent aller verkauften 3er Kombis – der Touring könnte also den gewinnträchtigen M-Anteil in der 3er-Reihe ordentlich voranbringen. Außerdem freut sich Christian Karg, Gesamtkonzept-Verantwortlicher für die M-High-Performance-Modelle, dass die Zahl der für den Touring nötigen Neuteile überschaubar war. Der interne Entwicklungsname lautete bei den M-Spezialisten übrigens Bielefeld – ein augenzwinkernder Bezug auf die Stadt, die es gemäß einer satirischen Verschwörungs-Theorie gar nicht gibt.

BMW M3 Competition Touring
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Auch der M3 Touring bekommt das separat zu öffnende Heckfenster, durch das sich kleine Gepäckstücke komfortabel einladen lassen.

Immer als Competition

Beim M3 Touring macht BMW keine halben Sachen: Das Modell basiert auf dem M3 Competition xDrive mit Allradantrieb und soll sich beladen wie auch unbeladen nordschleifentauglich fahren. Dafür mussten die Ingenieure die Fahrdynamik komplett neu abstimmen – optisch sind M3 Limousine in der Competition-Ausführung und M3 Touring bis zur B-Säule komplett identisch. Also trägt auch der Kombi das Competition-Logo im Grill und die Radhäuser sind wegen der gegenüber den Nicht-M-Serienmodellen breiteren Achsen (vorn 80 und hinten 70 Millimeter) kräftig ausgestellt. Am Heck ist der große schwarze Diffusor, aus dem die M-typischen vier Endrohrblenden herausschauen, mit dem der Limousine identisch, der Heckschweller darüber ist wegen der tief reichenden Heckklappe des Touring tiefer ausgeschnitten als bei der Limousine. Und da der M3 Touring vollkommen alltagstauglich bleiben soll, hat auch er das separat öffnende Heckfenster der Nicht-M-Tourings. Darüber thront der für den M3 Touring neu geformte Dachkantenspoiler. Das Dach besteht zwar nicht aus Carbon, aber es ist ab Werk schwarz. Auf Wunsch gibt es das Dach auch in Wagenfarbe. Wer mag, kann sogar einen Dachträger montieren: BMW weist für den M3 Touring eine Dachlast von 75 Kilogramm aus.

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Im Cockpit sitzt der große fahrergeneigte Bildschirm, den der 3er kürzlich im Zuge des Facelifts bekommen hat.

Abnehmbare Kopfstützen-Pads

Der Fahrer schaut auch im M3 Touring auf das große gebogene Doppel-Display, dass im Zuge des jüngsten Facelifts die gesamte 3er-Reihe bekommen hat. Allerdings bekommt das M-Modell M-spezifische Anzeigen und Menüs. Und da sich der M3 Touring auf der Nordschleife wie eine M3 Limousine fahren soll, warten in ihm auch clever durchdachte Sportsitze auf die Insassen. Das Gestühl bietet enormen Seitenhalt und die Pads der integrierten Kopfstützen können Fahrer und Beifahrer bei Renneinsätzen entfernen – dann gibt es mehr Platz für den Helm. Im öffentlich Straßenverkehr müssen die Pads dann wieder an die Kopfstützen – sonst ist das Auto nicht zugelassen. Die Rennschalen sind aber trotzdem auch auf Alltagstauglichkeit ausgelegt: Sie lassen sich vielfältig elektrisch verstellen, wozu auch das Justieren der Rücklehnen-Neigung gehört. Außerdem sind sie langstreckentauglich gepolstert. Im Fond gibt es familientaugliche Kindersitzhalterungen und auch beim Stauraumvolumen haben die Ingenieure gegenüber dem "normalen" 3er Touring keine Kompromisse gemacht: 500 bis 1.500 Liter Gepäck passen ins Heck des Sportwagens.

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Zusätzliche Versteifungen

Die Erweiterbarkeit des Gepäckraums von 500 auf 1.510 Liter durch Umklappen der Rücksitzlehnen erfordert beim Touring zusätzliche Versteifungstechnik – schließlich fällt die in der Limousine vorhandene und den gesamten Aufbau stabilisierende Trennwand zwischen Innen- und Kofferraum weg. Also haben die Ingenieure die auch bei der Limousine vorhandene Unterboden-Verstrebung mit einem zusätzlichen Anbindungspunkt versehen und im Heckbereich des Unterbodens eine neue V-förmige Verstrebung zusätzlich untergebracht. Außerdem ist das Fahrwerk für den Touring komplett neu abgestimmt. Für den Alltag findet die Abstimmung auf der Landstraße statt, für den Sporteinsatz auf der Nordschleife – wie immer bei M. Vorder- und Hinterachse habe eine komplett neuer Feder-Dämpfer-Stabi-Abstimmung mit deutlich höheren Federraten an der Hinterachse, neuen Dämpferventilen rundum und neuen Stabilisator-Gummilagern bekommen.

Reiner Hinterradantrieb einstellbar

Es gibt zwei Kennlinien für das Pedalgefühl beim Bremsen und ABS sowie ESP sind natürlich auch an den Touring angepasst und die Fahrmodi der Limousine bekommt auch der Kombi: Wer also mit seinem M3 Kombi driften möchte, kann diesen Modus per Knopfdruck wählen. Und damit der Kombi-Spaß auch auf schwierigen Untergründen weitergeht, ist Allradantrieb beim M3 Touring Serie. Die Antriebsmodi sind 4WD, 4WD Sport und 2WD. Bei Aktivierung des reinen Hinterrad-Antriebs für Rennen ist auch das ESP ausgeschaltet, die Radschlupfbegrenzung ist in zehn Stufen einstellbar. Die Räder-Auswahl ist mit der von M3 und M4 identisch und auch die Keramikbremse gibt es gegen Aufpreis. Für das Ziehen von Anhängern ist aber auch der Sportkombi nicht zugelassen.

BMW M3 Competition Touring
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Der M3 Touring soll ein alltagstaugliches Familienauto und gleichzeitig ein nordschleifentauglicher Sportwagen sein.

3,6 Sekunden auf 100 km/h

Unter der Fronthaube des M3 Touring sitzt das gleiche Aggregat wie beim M3 Competition: Der doppelt turbogeladene 3,0-Liter-Reihensechszylinder der Baureihe S58 leistet 510 PS bei 6.250/min (Höchstdrehzahl 7.200/min) und generiert ein maximales Drehmoment in Höhe von 650 Newtonmeter zwischen 2.750 und 5.500/min. Damit geht es in 3,6 Sekunden von null auf 100 km/h (Limousine: 3,4), nach 12,2 Sekunden sind 200 km/h erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 km/h abgeregelt, beim Kauf des optionalen M Driver’s Package erfolgt die Abregelung erst bei 280 km/h. Den WLTP-Verbrauch gibt BMW bei der Limousine mit durchschnittlich 10,1 Liter pro 100 Kilometer an. Die Schaltarbeit erledigt eine M-spezifisch abgestimmte Achtgang-Automatik. Die fein aufeinander abgestimmte Technik scheint zu funktionieren: BMW-Test- und Entwicklungsfahrer Jörg Weidinger hat mit dem M3 Touring in 7:35.060 Minuten die Nordschleife des Nürburgrings umrundet und damit einen Rekord für Serien-Kombis aufgestellt.

technische Daten BMW M3 Competition Touring

  BMW M3 Competition Touring
Karosserie  
Länge/Breite/Höhe 4.794/1.903/1.436 mm
Radstand 2.857 mm
Spurweite vorn/hinten 1.617/1.605 mm
Bodenfreiheit 122 mm
Wendekreis 12,2 m
Tankinhalt 59 l
Leergewicht DIN/EU 1.865/1.940 kg
Zuladung nach DIN 505 kg
zulässiges Gesamtgewicht 2.370 kg
zulässige Achslast vorn/hinten 1.125/1.275 kg
zulässige Dachlast 75 kg
Kofferraumvolumen 500 - 1.510 Liter
   
Motor  
Bauart/Zylinder/Ventile R/6/4
Hubraum 2.993 ccm
Kraftstoff ROZ 98 /min. ROZ 95)
Leistung 510 PS (375 kW)
bei Drehzahl 6.250/min
Drehmoment 650 Nm
bei Drehzahl 2.750 - 5.500/min
   
Fahrdynamik  
Vorderradaufhängung adaptives M-Fahrwerk mit Doppelgelenk-Federbeinachse
Hinterradaufhängung adaptives M-Fahrwerk mit Fünflenker-Achse, Hinterachsträger starr mit der Karosserie verschraubt
Bremsen vorn M-Compound-Bremsanlage belüftet mit Sechskolben-Festsattel
Bremsen hinten M-Compound-Bremsanlage belüftet mit Einkolben-Faustsattel
Lenkung elektromechanische Zahnstangen-Servolenkung mit M-spezifischer Servotronic-Funktion und variabler Sportübersetzung
Gesamtübersetzung Lenkung 14,6:1
Reifen vorn/hinten 275/35 ZR19 100Y XL/285/30 ZR20 99Y XL
Felgen vorn/hinten 9,5 x 19 LM/10,5 x 20 LM
   
Getriebe  
Getriebeart 8-Gang-M-Steptronic-Getriebe mit Drivelogic
   
Fahrleistungen  
Leistungsgewicht DIN 3,66 kg/PS (4,97 kg/kW)
Beschleunigung 0-100 km/h 3,6 s
Beschleunigung 0-200 km/h 12,9 s
Beschleunigung 80-120 km/h (4./5. Gang) 2,7/3,5 s
Höchstgeschwindigkeit 250/280 km/h *
   
Verbrauch  
kombiniert (WLTP) 10,1-10,4 l/100 km
CO2 (WLTP) 229-235 g/km
Emissionseinstufung Euro 6d
   
* mit optionalem M Driver's Package
   

BMW produziert den M3 Touring ab November 2022 in München. Die Auslieferungen starten Anfang 2023. Die Preise beginnen bei 97.800 Euro – gegenüber der M3-Competition-xDrive-Limousine sind das nur 1.000 Euro Aufpreis.

Umfrage

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... Limousine

Fazit

Endlich legt BMW den M3 auch als Touring auf. Den Kombinationskraftwagen haben BMW-M-Mitarbeiter auf Eigeninitiative in kleinem Kreis entwickelt. Von ihrem ersten Prototyp waren die Mitglieder des Vorstands sofort begeistert. Also gaben sie grünes Licht und jetzt ist die erste Kombi-Version des M3 da.

Die BMW-Entscheider wissen, was sie ihren M3-Kunden und ihren 3er-Touring-Kunden schuldig sind. Zum einen ist das ein nordschleifentaugliches Sportauto, zum anderen ist ein familientauglicher Kombi gefordert. Diese beiden Konzepte zu verheiraten, ohne bei den Anforderungen der einen oder anderen Interessentengruppe Kompromisse zu machen, das war das Kunststück bei der Entwicklung des M3 Touring.

Es gibt Sport-Schalensitze, die aber verstellbar und langstreckentauglich sind, es gibt Aufnahmen für Kindersitze im Fond, es gibt umklappbare Rücklehnen, die 1.510 Liter Stauraum ermöglichen und es gibt trotzdem einen 510-PS-Motor, M-Fahrmodi, für den Kombi notwendige Zusatzversteifungen und ein auf den Touring komplett neu abgestimmtes Fahrwerk. Lohn der Mühe: Ein Rekord auf der Nordschleife des Nürburgrings.

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