Cadillac Lyriq GM
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Cadillac Lyriq 22 Bilder

Cadillac Lyriq (2021)

E-SUV kommt auch nach Deutschland

Cadillac bringt mit dem Lyriq einen stattlichen Elektro-Crossover. Der bekommt ein riesiges Display, soll 480 Kilometer weit fahren und protzt mit einer schick beleuchteten Ladeanschluss-Tür. Das Modell wird auch in Deutschland angeboten.

Das erste Elektro-SUV der Marke debütiert 2021 und wie ein Sprecher gegenüber auto motor und sport bestätigte, kommt das batterieelektrische Modell auch in Deutschland auf den Markt. Allerdings könne man sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht zum genauen Verkaufsstart und zu möglichen Preisen äußern.

Der Lyriq, offiziell immer noch ein Showcar, basiert auf der neuen BEV3-Plattform des GM-Konzerns und rollt im für die E-Auto-Produktion umgerüsteten GM-Werk in Hamtramck bei Detroit vom Band. Dort produziert GM unter anderem auch das autonome Modell Origin Cruise und das elektrische GMC Hummer EV.

Cadillac Lyriq mit bis zu 450 PS

Die neue Plattform erlaubt es, Batterie-Module mit einer Kapazität von 50 bis 200 kWh zu verbauen. Dank der "Ultium"-Batterien kann das Unternehmen die Akku-Packs flexibel je nach Karosserieform aufbauen. So erhalten Fahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit eine vertikale Anordnung im Fahrzeugboden, bei niedrigeren Modellen sind die Akkus horizontal angeordnet. Die Reichweite der BEV3-Fahrzeuge liegt maximal bei über 400 Meilen (umgerechnet 644 Kilometer), die Aufladung der 400-Volt-Akkus geschieht per 200 kW-Schnellladung.

General Motors BEV3-Plattfom: Die Technik der Ultium-Architektur

GM BEV3 Plattform Ultium
GM BEV3 Plattform Ultium GM BEV3 Plattform Ultium GM BEV3 Plattform Ultium GM BEV3 Plattform Ultium 8 Bilder

Für den Vortrieb des Cadillac Lyriq sorgt ein 180 kW Elektromotor an der vorderen Achse, hinten ist ein 250 kW-E-Motor verbaut – macht 330 kW oder 450 PS. Allerdings gibt es den vorderen Motor nur, wenn man die Allradoption wählt. Geladen wird über einen CSS-Schnellade-Port (nach der amerikanischen Combo 1-Bauform), der sich auf der linken Fahrzeugseite direkt hinterm Radhaus befindet.

Um laden zu können, öffnet sich eine vergleichsweise riesige Abdeckung und gibt den Zugang zum CSS-Anschluss frei. Und damit da auch wirklich nichts schief geht, ist die Sache mit einem LED-Leuchtband illuminiert. Für den Lyriq gibt Cadillac abweichend von den Plattform-Infos eine Ladeleistung von 19 bis maximal 150 kW an. Die Batteriekapazität im Lyriq wird auf 100 kWh beziffert. Bei internen Tests sollen damit Reichweiten von über 480 Kilometer erreicht worden sein. Damit würde der Lyriq nah an den Klassenprimus Tesla Model X (knapp 525 Kilometer) heranrücken und die europäische Konkurrent (Mercedes EQC und Audi E-Tron) deutlich distanzieren. Der Mercedes kommt nach amerikanischer EPA-Messung nur auf 354 Kilometer, der Audi auf 328 Kilometer.

Innen mit riesigem Bildschirm

Im Rahmen der Plattform-Vorstellung hatte Cadillac bereits ein erstes Bild des Lyriq sowie dessen illuminiertem Cadillac-Emblem gezeigt. Nun haben wir einen kompletten blick auf den Lyriq und sehen einen klassischen Crossover-SUV mit schmalen Scheinwerfern, riesiger martialischer Front, stark konturierter Seitenansicht sowie mit einem coupéhaften Dachverlauf.

Der Lyriq ist als Viersitzer mit Einzelsitzschalen aufgebaut und orientiert sich am Interieur des brandneuen Cadillac Escalade, allerdings schaut der Fahrer auf einen gekrümmten 33 Zoll großen LED-Bildschirm, der auch Augmented Reality kann. Darüber hinaus vefügt der Lyriq über eine neue Stufe des Fahrsystems Super Cruise. Er kann so teilautonom Fahren, selbstätig die Spur wechseln und automatisch einparken (auch ferngesteuert). Auch stemmt sich der Lyriq mit seinem Soundsystem per Gegenschall aktiv gegen Außengeräusche.

Preis-Prognose von unter 60.000 Dollar

Inzwischen gibt es auch eine erste Preis-Prognose. Bei einer Veranstaltung sagte Steve Carlisle, der bei General Motors für den nordamerikanischen Markt zuständig ist, dass der Lyriq ähnlich viel kosten müsse wie ein aktueller mittelgroßer Luxus-SUV, wenn auch anfangs mit einem kleinen Premium-Aufschlag. "Es ist ein Preis, der nicht im hohen fünfstelligen Bereich liegen wird", präzisierte der GM-Manager. "Er wird nicht mit einer Sieben beginnen, und er wird nicht mit einer Sechs beginnen." Ergo dürfte sich der Lyriq knapp unter der 60.000-Dollar-Marke (knapp 51.000 Euro) ansiedeln. Das könnte passen: Der ähnlich große Cadillac XT5 kostet derzeit je nach Ausstattung zwischen 45.090 und 56.090 Dollar (gut 38.000 bis 47.400 Euro).

Fazit

Cadillac ist die Premium-Marke im GM-Konzern. Da ist es wenig überraschend, dass mit dem Lyriq ein echtes Highend-SUV an den Start geht, das in Sachen Reichweite fast an Tesla heranreicht. Egal wie weit man aber mit dem Lyriq kommt: Er braucht eine leistungsfähige Lade-Infrastruktur. Und da hat Tesla auch in den USA die Nase noch weit vorne.

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