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Ford Bronco 2020

Retro-Geländewagen bekommt 2,3 Liter-Vierzylinder

Der neue Ford Bronco kommt Ende 2020. Auf einer Händlerveranstaltung in Palm Beach, US-Bundesstaat Florida, bekamen die besten Ford-Händler den neuen Bronco nun zu sehen.

Stolze 16 Jahre ist es bereits her, dass Ford auf der Automesse in Detroit das Bronco-Konzeptfahrzeug auf die Bühne rollte. Seitdem hat sich viel getan in der Branche. SUV boomen und immer wieder flammte das Gerücht auf, der Bronco könnte unmittelbar vor der Wiedergeburt stehen.

Ford: Wir bringen den Bronco zurück

Ford Bronco 2020
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Der Schatten hinter dem mittleren Bild gibt einen Hinweis auf den neuen Ford Bronco.

Nachdem Ford bereits 2016 via Twitter bekannt gab: „Wir bringen den Bronco zurück“, dauerte es nochmal zwei Jahre, bis ein erstes Teaserbild im März 2018 veröffentlicht wurde. Weitere Hinweise auf den Fullsize-SUV folgten. Auf einer ersten Händlerveranstaltung in Las Vegas präsentierte Ford ein paar Bilder vom kommenden Kompakt-SUV „Puma“ aka Baby-Bronco. Auf einem Bild ist im Hintergrund ein viel zu großer und sehr kantiger Schatten zu sehen. Die Silhouette zeigt zudem ein angehängtes Reserverad. Die Form passt zu einem Retro-Kult-SUV und der Optik der spektakulären Studie. Nun gibt es ein weitere Foto. Es zeigt den Bronco unter eine schlammbedeckten Plane, die schon ein wenig die Form des Fullsize-SUV widerspiegelt. Wir erkennen eine kantige Karosserie mit Reserverad, ausgestellte Kotflügel, eine steil stehende Windschutzscheibe sowie eine waagerechte und kurze Motorhaube.

Hardtop und abnehmbaren Türen

Zum Design berichten Ford-Händler, die nun auch in Palm Beach den Bronco sehen durften, dass das Modell sowohl als Zwei- als auch als Viertürer angeboten werden soll. Ein abnehmbares Hardtop macht den SUV zum Teil-Cabrio. Darüber hinaus sollen auch die Türen entfernt und im Kofferraum untergebracht werden können. Damit es dabei kein Problem mit den Außenspiegeln gibt, sind sie direkt an der A-Säule montiert. Das zeichnet sich auch unter der Plane ab.

Ford Bronco
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Der Ford Bronco zeichnet sich unter der Plane ab.

Ansonsten kommt der Ford Bronco mit einem rechteckigen Grill, auf dem breit und groß der „Bronco“-Schriftzug zu erkennen ist. Rechts und links erstrahlen Rundscheinwerfer. Zur Technik gibt es ebenfalls die ersten Infos. Als Top-Motor kommt das 2,7 Liter große Ecoboost-Aggregat mit 325 PS zum Einsatz. Der Antrieb ist aus dem F-150 bekannt. Als weiterer Motor steht ein 2,3-Liter-Vierzylinder-Ecoboost-Turbo in Aussicht. Gekoppelt werden die Motoren wahlweise mit einem manuellen Siebengang-Getriebe – vermutlich von Getrag – oder einer Zehngangautomatik, die in Zusammenarbeit mit GM entwickelt wurde. Beide Getriebe übertragen die Motorpower an die Hinterachse, optional auf alle vier Räder.

Ford Bronco als Jeep-Konkurrenz

Als Ford die Produktion des Bronco 1996 nach insgesamt 30 Jahren Bauzeit beendete, war vom Ursprungsgedanken dieser Fahrzeugreihe nichts mehr zu erkennen. Der Ur-Bronco war ein relativ kompakter, sehr geländetauglicher Wagen mit Starrachsen, der gegen den Jeep CJ (der heutige Wrangler) positioniert war. Als er ausgemustert wurde, ersetzte ihn Ford hingegen durch den riesigen Expedition. Im Laufe der Jahre schwoll der Bronco immer weiter an, weil sich Ford aus Kostengründen großteils des Fullsize-Pickups der F-Serie als technische Basis bediente.

Ford Bronco
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Und genau das soll, im Downsizing-Format, künftig wieder geschehen. Anlässlich der Detroit Motor Show 2016 gab der damalige Ford-CEO Mark Fields bekannt, dass Ford in naher Zukunft die Einführung von vier weiteren Geländewagenmodellen auf dem US-Markt plant. Ford geht davon aus, dass der Marktanteil von SUV im Gesamtmarkt in den kommenden Jahren auf 40 Prozent anwachsen wird. 2016 lag er bei 30 Prozent. Da möchte man verständlicherweise mitverdienen, doch in vielen Offroad-Segmenten hat Ford derzeit nichts anzubieten.

Vier neue Ford-Offroader

Neben dem kleinen Ecosport wurde mittlerweile auch der bei uns bekannte Midsize-Pickup Ford Ranger im US-Markt eingeführt. Die Konkurrenz (Chevrolet Colorado, Toyota Tacoma) kann mit den für US-Verhältnisse kompakten Pickups bereits gute Geschäfte machen, während Ford bislang nur die große F-Serie im Programm hatte.

Icon 4x4 Ford Bronco Oldtimer
Tuning

Der US-Ranger übernimmt im Michigan-Werk die Kapazitäten, die der auslaufende Focus hinterlässt. Ein neuer Ford Bronco auf Basis des Ranger würde dort auch historisch gut passen – war das Werk doch von 1966 bis 1996 Produktionsort für die bisherigen fünf Bronco-Generationen.

Der Zeitplan ist ebenfalls passend: Zum Modelljahr 2018 hatte Fiat-Chrysler die nächste Modellgeneration des Jeep Wrangler vorgestellt. Der speziell in den USA extrem erfolgreiche Wrangler wäre klarer Hauptkonkurrent für den neuen Ford Bronco. Der neue Ford Ranger wurde in Australien entwickelt, parallel dazu laufen die Arbeiten am neuen Bronco.

Kommen wird auch ein neuer kompakter SUV auf Focus-Basis, der noch namenlos ist, den Ford aber schon mit einem ersten Teaserbild ankündigt. Hier rückt jetzt der Name Puma in den Fokus, denn Ford hat sich diesen erneut schützen lassen. Wir erinnern uns: in Europa lief in den späten 90ern mal ein kleines Sportcoupé auf Fiesta-Basis als Puma. Und der Puma, auch bekannt als „Baby-Bronco“, darf sogar noch vor dem großen Bronco 2020 auf den Markt kommen.

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