Ford F-Series Super Duty 2023 Ford
Ford F-Series Super Duty 2023
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Ford F-Series Super Duty 2023 29 Bilder

Ford F-Series Super Duty Pick-up 2023

Ford F-Series Super Duty Pick-up 2023 Nur V8, keiner unter 6,7 Liter, einer dieselt

Ford hat die schwere Pick-up-Baureihe F-Series rundum erneuert. Viel neue Assistenztechnik, aber Motoren mit Eckdaten wie aus dem letzten Jahrhundert: Lauter besonders dicke V8, auch der Dieselmotor.

Der Ford F-150, Amerikas meistverkauftes Auto, hat mit den Super Duty Pick-ups der F-Serie vom F 250 bis zum F 600 eine schwergewichtige Verwandtschaft, die sich um den gewerblichen Einsatz vom Farmbetrieb bis zum Ölbohrunternehmen kümmert. Die 2017 eingeführte vierte Generation der Super Duty Trucks wurde seitdem immer wieder modernisiert, nun gibt es für den 2023er-Jahrgang ein sehr umfangreiches Update. Das betrifft neben der Optik auch die Antriebs- und Assistenztechnik.

Klar erkennbar ist das neue Modelljahr anhand der umgestalteten Front, bei der nun eine dünne Tagfahrlicht-Spange die beiden Scheinwerferpaare umfasst. Das lässt den Truck trotz seiner enormen Abmessungen etwas weniger wuchtig wirken als den Vorgänger. Modernisiert, allerdings in typischem US-Stil, wurde auch die Technik im Maschinenabteil. Der bisherige Basismotor, ein 6,2-Liter V8 Benziner, entfällt künftig. An seine Stelle tritt nicht etwa ein verbrauchsoptimierter moderner Downsizing-Antrieb, sondern: ein größerer V8. Auch der wieder als Saugmotor ohne Turbounterstützung oder zumindest milde Hybridisierung, dafür mit 0,6 Liter mehr Hubraum. Der Basismotor mit 6,8 Liter wird weiterhin vom bekannten größeren Benziner mit 7,3 Liter Hubraum ergänzt, ein V8 mit technischem Aufbau wie aus den 1950er Jahren, mit Zweiventilköpfen, untenliegender Nockenwelle und Ventilsteuerung über Stößelstangen.

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So sieht ein Basismotor aus, wenn man in den USA wohnt und gerne einen etwas größeren Pick-up fährt: Neue Einstiegs(!)motorisierung des Ford Super Duty ist ein V8 Saugbenziner mit 6,8 Liter Hubraum.

Ebenfalls aus dem Vorgänger stammt der Basis-Diesel mit keinesfalls kümmerlichen 6,7 Liter Hubraum, natürlich auch dies ein V8. Gegenüber der letzten Generation wurde dieser Power Stroke Diesel im Hinblick auf Dauerhaltbarkeit und verlängerte Service-Intervalle optimiert. Ein weiterer Neumotor mit, man ahnt es, acht in V-Form angeordneten Zylindern: Der High Output Power Stroke. Er basiert auf dem 6,7-Liter Basismotor, bekommt aber einen neuen Turbolader, eine leistungsoptimierte Abgasanlage und eine angepasste Motorsteuerung.

Nur V8 Motoren, von 6,7 bis 7,3 Liter Hubraum

Für die beiden komplett neuen Benzin- und Dieselmotoren hat Ford noch keine Informationen zu den Leistungsdaten angegeben. Für den 7,3-Liter Benziner (bisher 430 SAE-PS, 644 Nm) und den Basis-Diesel (bisher 475 SAE PS, 1.423 Nm) dürfte sich dagegen nicht viel ändern. Alle Motoren bekommen serienmäßig ein Zehngang-Automatikgetriebe, bei den Fahrgestell-Varianten für Eigenaufbauten gibt es einen separaten Nebenantriebs-Ausgang für Anbaumaschinen. Ab der XLT Ausstattung ist künftig Allradantrieb serienmäßig, der kostete bislang Aufpreis.

Ford F-150 Lightning
Fahrberichte

So vergleichsweise gestrig die Technik unter der Haube ist, so topmodern präsentiert sich das Umfeld in der neuen Super Duty Baureihe. Sie bekommen als erste Pick-up-Modelle in den USA den neuesten 5G Mobilfunkstandard an Bord, der eine Reihe von Online-Diensten mit maximaler Geschwindigkeit erlaubt. Dazu gehört neben der Möglichkeit zu Over-the-air-updates auch die Einbindung in das aktuelle Ford Pro-System, das besonders für Flottenbetreiber interessant ist und eine Reihe von Telematikdiensten ermöglicht.

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Anhänger rangieren wird mit dem per Drehregler bedienbaren Assistenten zum Kinderspiel.

Viel neue Assistenztechnik gibt es für den Anhängerbetrieb, laut Ford nutzen 96 Prozent der Super-Duty-Kunden ihren Truck auch als Zugfahrzeug. Ein 360-Grad-Kamerasystem zeigt den Pick-up mitsamt dem Anhänger aus der Vogelperspektive, der Totwinkel-Assistent kann mit zusätzlichen nachrüstbaren Sensoren am Anhänger erweitert werden. Besonders cool: Der Pro Trailer Hitch Assist rangiert den Truck automatisch rückwärts und platziert die Anhängerkupplung präzise unter der Aufnahme des Anhängers, eine Rangierfunktion zum einfachen Zurücksetzen ist natürlich Ehrensache. Die bereits aus dem F-150 bekannte Wiegefunktion kann das Gewicht des Anhängers schätzen und dabei helfen, die Ladung optimal auf dem Trailer zu verteilen, um die Stützlast in einen sicheren Bereich zu bringen.

Viele neue Assistenzsysteme

Ebenfalls gut gelöst: Eine spezielle Anhänger-Einstellung im Navigationssystem zeigt Routen an, die bei den gegebenen Abmessungen und dem Gewicht des Anhängers sicher befahren werden können, um mögliche Probleme mit niedrigen Brücken und engen Kurven zu vermeiden.

Neben den unterschiedlich luxuriösen Ausstattungsvarianten gibt es zwei speziell für den Offroadbetrieb optimierte Pakete. Das neue XL Off-Road-Paket, das für F-250- oder F-350-Modelle mit 4x4-Einzelbereifung erhältlich ist, bietet größere 33-Zoll-Reifen, eine höhergelegte Luftansaugung und verlängerte Achsentlüftungen für sichere Wasserdurchfahrten, Unterfahrschutzbleche und eine Hinterachs-Differenzialsperre.

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Das "Tremor"-Paket bringt eine umfangreiche Technik-Aufrüstung für den Geländebetrieb.

Das Tremor Off-Road-Paket umfasst eine Fahrwerkshöherlegung, eine zusätzliche Differenzialsperre an der Vorderachse, 35-Zoll-Geländereifen mit 18-Zoll-Rädern sowie spezielle Offroad-Fahrmodi, die per Schalter ausgewählt werden können.

Preise und Verkaufsstart

Der Ford F-Series Super Duty 2023 wird in der Kentucky Truck Plant in Louisville, Kentucky, und der Ohio Assembly Plant in Avon Lake, Ohio, gefertigt. Das neue Modelljahr kommt Anfang 2023 in den Handel. Die Preise sind aktuell noch nicht bekannt.

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Fazit

Tradition trifft Moderne – diese abgestandene Floskel kommt bei der neuen Super Duty-Baureihe zielgenau auf den Punkt. Während Assistenztechnik und moderne Telematik auf dem neuesten Stand sind, packt Ford der erzkonservativen Kundschaft auch weiterhin altertümliche Saugbenziner mit Zweiventil-OHV-Technik und Hubraumwerten im Sieben-Liter-Bereich unter die Haube. Größer könnte die Diskrepanz zwischen der progagierten Wende zu alternativen Antrieben und der tatsächlichen Realität im zweitgrößten Automarkt der Welt kaum sein.

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