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Hopium Machina: Wasserstoff-Angriff auf Tesla

Hopium Machina Prototyp fährt schon Wasserstoff-Angriff auf Tesla kommt voran

Ein französisches Startup möchte mit dem wasserstoffbetriebenen Hopium Machina das Tesla Model S direkt angreifen und so an Tesla vorbeiziehen. Ein erster Prototyp ist auf der Teststrecke unterwegs, die ersten 1.000 Bestellungen sollen auch schon vorliegen.

Hopium hat seinen ersten Machina-Prototyp fertig. Der französischer Hersteller nennt das Modell Alpha 0 und hat es im Juni 2021 ersten Tests auf der Rennstrecke unterzogen. Die dabei erreichte Höchstgeschwindigkeit betrug 200 km/h. Das spätere Serienfahrzeug soll bis zu 230 km/h schnell sein. Außerdem zeigt Hopium erstmals die Lichtsignatur des Autos und das Hersteller-Logo, dass an Wellen erinnern soll. Gleichzeitig öffnete Hopium im Juni die Bestellbücher für die ersten 1.000 Bestellungen – eine Reservierung ist mit einer Vorabzahlung in Höhe von 410 Euro verbunden. Jetzt im Oktober melden die Franzosen Vollzug. Alle 1.000 Autos sind angeblich reserviert. Ein für die Serienproduktion reifes Modell soll bereits im ersten Quartal 2022 fertig sein. Erste Auslieferungen kündigt Hopium für 2025 und damit ein Jahr früher als bisher bekanntgegeben an. Die Preise sollen bei 120.000 Euro beginnen.

An Selbstbewusstsein mangelt es dem französischen Startup Hydrogen Motive Company (HMC) mit seiner Autosparte Hopium nicht: "Tesla von oben angreifen" heißt die Devise. Der französische Rennfahrer Olivier Lombard, dessen Familie das Pariser Varieté Moulin Rouge betreibt, gründete HMC – nach eigenen Angaben interessiert er sich schon seit einigen Jahren für wasserstoffbetriebene Rennwagen. So war er beispielsweise an der Entwicklung des mit einer Brennstoffzelle ausgerüsteten LMPH2G beteiligt, der 2019 bei den 24 Stunden von Le Mans eine Demorunde fuhr.

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Der Prototyp Hopium Machina Alpha 0 fährt bereits erste Testrunden.

Serienproduktion für 2025 geplant

Ab 2024 möchte Lombard mit einem Wasserstoff-Rennwagen bei den 24 Stunden von Le Mans starten – aber schon 2021 soll seine Brennstoffzellen-Limousine Hopium Machina das Prototyp-Stadium erreicht haben. Technische Daten gibt HMC bisher kaum bekannt – die Franzosen versprechen immerhin eine Reichweite von über 1.000 Kilometer mit nur einer Wasserstoff-Tankfüllung. Ein Tankvorgang soll nur etwa drei Minuten dauern. Die Leistung des Antriebs wird mit über 500 PS angegeben. Die weiteren Ziele wirken ambitioniert: 2025 soll die Großserienproduktion des Machina laufen, bis 2030 soll der Umsatz bereits eine Milliarde Euro betragen.

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Fazit

Hopium möchte "das Tesla der Wasserstoff-Automobile" werden und dafür Tesla direkt angreifen. Beginnt die Serienfertigung des bisher technisch noch kaum kommunizierten Fahrzeugs tatsächlich 2025, könnte das bereits zu spät sein: Tesla bringt demnächst die Plaid-Variante des Model S mit 1.100 PS Systemleistung und einer Reichweite von 837 Kilometern auf den Markt – 2025 könnten daraus bereits, bei gesteigerter Leistung, mehr als 1.000 Kilometer geworden sein.

Der Vorteil des Brennstoffzellenautos Machina wäre die kurze Betankungszeit (Hopium gibt drei Minuten an) gegenüber der deutlich längeren Nachladezeit des Model S. Andererseits ist die Brennstoffzelle dem Elektroantrieb in Sachen Effizienz hoffnungslos unterlegen. Hinzu kommt, dass Brennstoffzellen-Fahrzeuge im Vergleich zu Elektroautos technisch komplizierter aufgebaut sind, ebenfalls eine Batterie brauchen und in der Herstellung deshalb nicht günstiger sind.

Tesla arbeitet gerade an einem Sattelschlepper, der ebenfalls mit reinem Elektroantrieb auskommen soll – selbst das Bewegen von schweren Gütern über lange Distanzen rückt bei der Elektromobilität immer mehr in den Blickpunkt, die dafür nötigen Entwicklungen gehen jeden Tag druckvoll weiter. Ob der nur mit hohem Energieaufwand gewinnbare und schwer zu speichernde Wasserstoff überhaupt zukunftsfähig ist, ist aktuell vollkommen offen.

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