HMC Hopium Machina Hydrogen Motive Company
HMC Hopium Machina
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HMC Hopium Machina 6 Bilder

Hopium Machina

Wasserstoff-Angriff auf Tesla

Ein französisches Startup möchte mit dem wasserstoffbetriebenen Hopium Machina das Tesla Model S direkt angreifen und so an Tesla vorbeiziehen.

An Selbstbewusstsein mangelt es dem französischen Startup Hydrogen Motive Company (HMC) mit seiner Autosparte Hopium nicht: "Tesla von oben angreifen" heißt die Devise. Der französische Rennfahrer Olivier Lombard, dessen Familie das Pariser Varieté Moulin Rouge betreibt, gründete HMC – nach eigenen Angaben interessiert er sich schon seit einigen Jahren für wasserstoffbetriebene Rennwagen. So war er beispielsweise an der Entwicklung des mit einer Brennstoffzelle ausgerüsteten LMPH2G beteiligt, der 2019 bei den 24 Stunden von Le Mans eine Demorunde fuhr.

HMC Hopium Machina
Hydrogen Motive Company
Der Hopium Machina ist eine Brennstoffzellen-Limousine mit Coupé-Dach.

Serienproduktion für 2026 geplant

Ab 2024 möchte Lombard mit einem Wasserstoff-Rennwagen bei den 24 Stunden von Le Mans starten – aber schon 2021 soll seine Brennstoffzellen-Limousine Hopium Machina das Prototyp-Stadium erreicht haben. Technische Daten gibt HMC bisher kaum bekannt – die Franzosen stellen immerhin eine Reichweite von 1.000 Kilometer mit nur einer Wasserstofftankfüllung in Aussicht. Außerdem wollen französische Medien in Erfahrung gebracht haben, dass der Serien-Machina 500 PS leisten könnte. Die weiteren Ziele wirken ambitioniert: 2026 soll die Großserienproduktion des Machina laufen, bis 2030 soll der Umsatz bereits eine Milliarde Euro betragen.

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Fazit

Hopium möchte "das Tesla der Wasserstoff-Automobile" werden und dafür Tesla direkt angreifen. Beginnt die Serienfertigung des bisher technisch noch kaum kommunizierten Fahrzeugs tatsächlich 2026, könnte das bereits zu spät sein: Tesla bringt demnächst die Plaid Variante des Model S mit 1.100 PS Systemleistung und einer Reichweite von 837 Kilometern auf den Markt – 2026 könnten daraus bereits, bei gesteigerter Leistung, mehr als 1.000 Kilometer geworden sein.

Der Vorteil des Brennstoffzellenautos Machina wäre die kurze Betankungszeit (Hopium gibt drei Minuten an) gegenüber der deutlich längeren Nachladezeit des Model S. Andererseits ist die Brennstoffzelle dem Elektroantrieb in Sachen Effizienz hoffnungslos unterlegen. Hinzu kommt, dass Brennstoffzellen-Fahrzeuge im Vergleich zu Elektroautos technisch komplizierter aufgebaut sind, ebenfalls eine Batterie brauchen und in der Herstellung deshalb nicht günstiger sind.

Tesla arbeitet gerade an einem Sattelschlepper, der ebenfalls mit reinem Elektroantrieb auskommen soll – selbst das Bewegen von schweren Gütern über lange Distanzen rückt bei der Elektromobilität immer mehr in den Blickpunkt, die dafür nötigen Entwicklungen gehen jeden Tag druckvoll weiter. Ob der nur mit hohem Energieaufwand gewinnbare und schwer zu speichernde Wasserstoff überhaupt zukunftsfähig ist, ist aktuell vollkommen offen.

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